Am Samstagabend, dem 24. Mai 2026, erschoss der US-Geheimdienst einen 21-jährigen Mann, der vor dem Weißen Haus auf eine Sicherheitskontrolle geschossen hatte. Der Täter, Nasire Best aus Dundalk, Maryland, war bereits im Vorjahr wegen mehrerer Vorfälle mit dem Geheimdienst und der Polizei in Erscheinung getreten. Die Schießerei ereignete sich nur einen Monat nach einem ähnlichen Vorfall beim Weißen Haus-Korrespondenten-Dinner, was die Sicherheitsbedenken in der Hauptstadt weiter verschärft. Die Ermittlungen zur Frage, ob ein unbeteiligter Passant durch die Schüsse des Attentäters oder der Geheimdienstbeamten verletzt wurde, laufen noch.
Ein Täter mit Vorstrafen und psychischen Auffälligkeiten
Nasire Best war bereits im Juni und Juli 2025 wegen mehrerer Vorfälle in der Nähe des Weißen Hauses in Polizeiakten verzeichnet. Laut CBS News blockierte er im Juni 2025 eine Zufahrt zum Weißen Haus und behauptete gegenüber Geheimdienstbeamten, er sei Jesus Christus und wolle verhaftet werden. Nach einer psychologischen Evaluation versuchte er im Juli erneut, in das Gelände zu gelangen, und wurde schließlich wegen unrechtmäßigen Betretens eines bundesstaatlich kontrollierten Gebiets festgenommen. Ein Gericht ordnete an, dass er sich von der Hauptstadt fernzuhalten habe. Best erschien jedoch nicht zu einer Anhörung am 7. August 2025, woraufhin ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt wurde.

Die Unterlagen zeigen, dass Best im Vorfeld der Schießerei bereits als Person mit mentalen Gesundheitsproblemen bekannt war. Laut NBC News hatte er eine dokumentierte Vorgeschichte mit lokalen Sicherheitsbehörden, darunter eine unfreiwillige Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung im Juni 2025. Die Behörden hatten ihn mehrmals dabei beobachtet, wie er in der Nähe des Weißen Hauses nach Möglichkeiten suchte, Zugang zu erhalten.
Am Abend des 24. Mai 2026 gegen 18:00 Uhr näherte sich Best einer Sicherheitskontrolle des Geheimdienstes an der Kreuzung von 17th Street und Pennsylvania Avenue NW. Er zog eine Revolver aus einer Aktentasche und eröffnete das Feuer auf die Beamten. Die Agenten eröffneten daraufhin das Feuer und töteten den Angreifer. Best wurde daraufhin in ein Krankenhaus gebracht, wo er später für tot erklärt wurde. Ein unbeteiligter Passant wurde bei dem Vorfall verletzt, sein Zustand wird als ernst, aber stabil beschrieben. Die genauen Umstände seiner Verletzung sind noch unklar.
Sean M.
Trumps Reaktion und die Frage nach der Sicherheit des Weißen Hauses
Präsident Donald Trump reagierte auf den Vorfall mit einer Dankesbotschaft an den Geheimdienst und die Polizei.
„Dieser Vorfall ereignete sich einen Monat nach dem Schusswechsel beim Weißen Haus-Korrespondenten-Dinner, und er zeigt, wie wichtig es ist, dass alle zukünftigen Präsidenten den sichersten und abgesichertsten Raum dieser Art in Washington, D.C.
Trumps Aussage verweist auf seine Pläne für den Bau eines neuen Ballsaals auf dem Gelände des Weißen Hauses, ein Projekt, das bereits zuvor für Kontroversen gesorgt hatte. Die Schießerei vom 24. Mai ist bereits der dritte Vorfall dieser Art in den letzten Wochen: Im April gab es einen Schusswechsel beim Korrespondenten-Dinner, und im Januar wurde ein Angreifer in der Nähe des Washington Monuments erschossen. Zudem wurde im Herbst 2025 ein weiterer Schütze in der Nähe der Nationalgarde getötet.
Die Rolle des Geheimdienstes und der Ermittlungen
Der US-Geheimdienst bestätigte, dass die Beamten keine Verletzungen erlitten, während ein unbeteiligter Passant durch Schüsse verletzt wurde. Die genauen Umstände seiner Verletzung sind noch ungeklärt, da nicht feststeht, ob er durch die Schüsse des Attentäters oder der Geheimdienstbeamten getroffen wurde. Laut WBAL-TV bleibt dies eine offene Frage, die von den Ermittlern weiter aufgeklärt werden muss.
Die Metropolitan Police Department wird die Ermittlungen zu dem Vorfall leiten, insbesondere die Frage, ob die Schüsse der Geheimdienstbeamten rechtmäßig waren. Dies ist ein Standardverfahren in Washington, D.C., wenn Geheimdienstmitarbeiter das Feuer eröffnen. Die Ermittlungen werden voraussichtlich mehrere Wochen dauern, da Zeugenaussagen und ballistische Untersuchungen ausgewertet werden müssen.
Was bedeutet der Vorfall für die Sicherheit in Washington?
Der Vorfall wirft Fragen über die Sicherheit in der Hauptstadt auf, insbesondere in Anbetracht der Häufung von Schießereien in den letzten Monaten. Experten und Politiker fordern seit langem eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen rund um das Weiße Haus und andere Regierungsgebäude. Die aktuelle Situation zeigt, dass selbst mit den bestehenden Sicherheitsvorkehrungen Vorfälle nicht vollständig verhindert werden können.

Laut NBC News hatte Best eine dokumentierte Vorgeschichte mit lokalen Sicherheitsbehörden, darunter eine unfreiwillige Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung. Dies wirft die Frage auf, ob frühere Warnsignale besser hätten erkannt und darauf reagiert werden können. Die Behörden betonen jedoch, dass die Geheimdienstbeamten professionell und schnell gehandelt haben, um die Situation zu entschärfen.
Die Schießerei hat zudem Diskussionen über die psychische Gesundheit von Personen ausgelöst, die bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Bests Verhalten im Vorfeld der Tat, insbesondere seine Behauptung, Jesus Christus zu sein, deutet auf mögliche psychische Probleme hin. Experten fordern eine bessere Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden und psychiatrischen Einrichtungen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Was kommt als Nächstes?
Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen weiter, und es bleibt abzuwarten, welche Schlussfolgerungen die Behörden ziehen werden. Die Metropolitan Police Department wird die Ergebnisse ihrer Untersuchung voraussichtlich in den kommenden Wochen veröffentlichen. Gleichzeitig wird die Frage nach einer möglichen Reform der Sicherheitsvorkehrungen rund um das Weiße Haus weiter diskutiert werden.
Für die Bevölkerung in Washington bedeutet dies vor allem eines: Die Bedrohungslage bleibt hoch, und die Sicherheitsbehörden stehen vor der Herausforderung, weitere Vorfälle zu verhindern. Die Schießerei vom 24. Mai 2026 ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Sicherheitslage in der Hauptstadt weiterhin angespannt ist. Die Frage ist, welche Lehren aus diesem Vorfall gezogen werden und wie die Behörden reagieren werden.
Eines ist jedoch klar: Die Ereignisse der letzten Wochen zeigen, dass die Sicherheit in Washington, D.C., eine ständige Herausforderung bleibt. Die Frage ist nicht mehr, ob es weitere Vorfälle geben wird, sondern wie die Behörden darauf reagieren und ob sie in der Lage sind, die Bedrohungslage effektiv zu kontrollieren.