US-Aktienfutures legten zu, während der Rohölpreis am Montag, dem 26. Oktober 2026, auf rund 115 US-Dollar per Barrel nachgab. Händler wogen geopolitische Spannungen im Nahen Osten und anstehende Zinsentscheidungen der Notenbanken ab, während die Märkte auf eine Serie geldpolitischer Sitzungen blickten.
Ölpreise kühlen ab
Rohöl zog sich von seinen im April erreichten Höchstständen zurück und gab auf rund 115 US-Dollar per Barrel nach. Die Wall Street schaute zu Wochenbeginn gebannt auf den Energiemarkt. Der Rücksetzer beim Ölpreis gab den US-Aktienfutures Auftrieb. Kontrakte auf den S&P 500 legten um 0,4 Prozent zu, nachdem der Leitindex am Freitag zuvor noch Verluste verzeichnet hatte. Nasdaq-100-Futures stiegen um 0,6 Prozent.
In der vorangegangenen Handelswoche in Orlando kletterten US-Aktien an einem Dienstag, als die Notierungen von Brent und WTI nach vorherigen Sechsmonatshochs scharf einknickten. Damals drückte die Öl-Kehrtwende auch die längerfristigen US-Treasury-Renditen nach unten. Brent hatte zuvor die Marke von 112 US-Dollar berührt, während WTI über 110 US-Dollar notierte.
Geopolitische Risiken und Notenbanken
US-Präsident Donald Trump erklärte, es sei so langsam an der Zeit, Entscheidungen zu treffen
hinsichtlich der Frage, ob ein Abkommen mit Teheran erreicht oder Angriffe wieder aufgenommen werden sollen. Im Zentrum der Nervosität stehen die anhaltenden Risiken rund um den Iran und die jemenitischen Huthi-Rebellen, die mit Drohungen gegen Amerikaner im Nahen Osten für Anspannung sorgen.

Die Federal Reserve hatte im September die Zinsen zum ersten Mal seit 2023 angehoben und eine weitere Erhöhung für dieses Jahr signalisiert. Zwar bleibt die Inflation erhöht, doch Ökonomen und Anleger rechnen erst im Dezember mit dem nächsten Zinsschritt. Michael Hartnett, Stratege bei der Bank of America Corp.
Michael Hartnett sagte: Wir bleiben bis Mitte November taktisch risikoavers und erwarten fallende Renditen, fallende Aktienkurse und einen fallenden US-Dollar.