Der 1. FC Kaiserslautern hat dem bis dahin ungeschlagenen 1. Vor 47.000 Zuschauern entschied ein Kopfballtor des eingewechselten Erencan Yardimci in der 58. Minute das temporeiche Zweitliga-Topspiel mit 1:0 für die Pfälzer.
Nürnbergs Fußballer standen nach Abpfiff Arm in Arm vor ihrer Fankurve und ließen sich von den Anhängern feiern, während manche Profis wie die Fans auf und ab hüpften. Das sportliche Ergebnis bot den Franken an diesem herbstkalten Samstagabend jedoch wenig Grund zur Freude (Sueddeutsche). Durch die erste Pleite nach zuvor fünf Siegen und drei Unentschieden im Unterhaus verlor der Club
den Tabellenführer Hertha BSC etwas aus den Augen (Sport). Der Rückstand auf die Berliner wuchs auf sieben Punkte an (Sueddeutsche). Zudem blieben die Hausherren erstmals in dieser Spielzeit ohne eigenen Torerfolg (Sueddeutsche). Die Nürnberger Anhängerschaft und die 47.000 Zuschauer im Stadion staunten zunächst über die deutliche Dominanz der Gäste aus der Pfalz in der Anfangsphase.
Julian Krahl vernagelt das Tor und sichert den Lauterer Auswärtssieg
Die Anfangsphase gehörte den Gästen aus der Pfalz, die sofort Druck ausübten (Sportschau). Dabei verzeichneten Statistiker zunächst Vorteile für die Gäste, ehe sich das Kräfteverhältnis im ausverkauften Stadion mit 47.000 Zuschauern nach knapp zwanzig Minuten wendete. Erst nach knapp zwanzig Minuten fand Nürnberg durch einen an die Querlatte geköpften Ball von Eric Porstner in die Partie (Sportschau). Danach übernahm die Elf von Trainer Miroslav Klose die Initiative und erarbeitete sich Chancen im Minutentakt. Allein der französische Flügelstürmer Rayan Ghrieb scheiterte zweimal am überragenden FCK-Schlussmann Julian Krahl, der einen Abschluss sehenswert aus dem Winkel fischte (Infranken). Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, bei dem Thierry Tazemeta für die Gäste nur den Pfosten traf (RP Online).

Es war ein unfassbar schöner Sieg, ein unfassbar gutes Spiel.
Julian Krahl, Torhüter des 1. FC Kaiserslautern, via Sportschau
Das entscheidende Tor fiel in der 58. Minute. FCK-Coach Torsten Lieberknecht hatte zur Pause Erencan Yardimci eingewechselt (RP Online). Nach einer Flanke von Mario Sauer stand die Hoffenheim-Leihgabe aus fünf Metern völlig frei und köpfte den Ball unhaltbar zur Führung ein (Sport Bild). Für den Angreifer war es bereits der dritte Saisontreffer (Infranken). Nur neun Minuten nach seinem Treffer musste der Torschütze jedoch nach einem Sprint verletzt am Boden liegend behandelt werden und wurde in der 67. Minute ausgewechselt.
Miroslav Klose und die vergebene Chancenflut des FCN
Die Nürnberger mussten in diesem Topspiel ohne ihren verletzten Toptorjäger Mohamed Ali Zoma auskommen, der nach einer Schulter-Operation bis ins neue Kalenderjahr ausfällt (Sueddeutsche). Neben dem Offensivspieler fehlte den Franken in der Defensive zudem Abwehrchef Otto, der in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste.
Ich glaube, dass die Chancen da waren, um das Spiel zu gewinnen. Ich glaube, insgesamt waren es 31 Torschüsse. Das ist schon genug, um zumindest einen Treffer zu machen, aber kein Vorwurf an die Jungs, die haben ihr Herz auf dem Platz gelassen.
Miroslav Klose, Trainer des 1. FC Nürnberg, via Sportschau
Klose betonte, dass die Mannschaft Zomas Qualitäten in den kommenden Partien anders kompensieren müsse (Sueddeutsche). Durch den Sieg zogen die Pfälzer nach Punkten mit den zweitplatzierten Franken gleich und eroberten den dritten Tabellenplatz (RP Online). Für den FCK war es der erste Auswärtssieg in Nürnberg seit dem Jahr 2010 (Rhein-Neckar-Zeitung).
Dichtes Programm im DFB-Pokal und in der Liga
Viel Zeit zum Feiern oder Trauern bleibt beiden Teams nach dem intensiven Schlagabtausch nicht. Nürnberg reist am Mittwoch in der zweiten Runde des DFB-Pokals zum Bundesligisten Bayer Leverkusen (Sueddeutsche). Am kommenden Sonntag treten die Franken dann in der Liga auswärts beim FC St. Pauli an (Sportschau). Der 1. FC Kaiserslautern ist ebenfalls am Mittwoch im DFB-Pokal im Einsatz und gastiert bei Hannover 96 (Rhein-Neckar-Zeitung), ehe am darauffolgenden Samstag das Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Hertha BSC ansteht (Sportschau).

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