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Unternehmen

Bosch streicht in Nürnberg bis 2029 rund 900 Arbeitsplätze

Der Autozulieferer Bosch streicht an seinem Standort in Nürnberg bis Ende 2029 rund 900 von insgesamt 1.800 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen begründete den tiefgehenden Einschnitt am 28. September 2026 mit dem anhaltenden Wandel der Automobilindustrie, starkem Preisdruck sowie der wachsenden Konkurrenz aus China.

Die deutsche Automobilzulieferindustrie gerät weiter unter Druck. An dem fränkischen Standort sind derzeit noch rund 1.800 Mitarbeiter beschäftigt, womit etwa jede zweite Stelle wegfällt. Bereits zum Ende des ersten Halbjahres 2026 zählte der Konzern weltweit rund 6.500 Beschäftigte weniger als noch zum Jahresende 2025.

Bosch streicht in Nürnberg bis 2029 rund 900 Arbeitsplätze
Foto: n-tv.de

Das hat der Stiftungskonzern aus Gerlingen am 28. September 2026 bestätigt. Laut Konzernangaben arbeiten derzeit etwa 1.800 Menschen in dem fränkischen Werk. Einige Medien nennen rund 1.700. Dies gab der Technologiekonzern am Montag (28. September 2026) in Form einer Pressemitteilung bekannt. Am Standort in der Zweibrückener Straße arbeiten derzeit rund 1800 Menschen. Rechnerisch entspricht der angekündigte Stellenabbau damit etwa der Hälfte der Belegschaft. Der Automobilzulieferer Bosch will an seinem Standort in Nürnberg die Hälfte der Stellen abbauen. Es sei geplant, 900 Stellen im Werk bis Ende 2029 abzubauen, erklärte das Unternehmen. Die Umsetzung soll möglichst sozialverträglich gestaltet werden. Sowohl die Belegschaft als auch die Arbeitnehmervertretung am Standort Nürnberg wurden bereits unterrichtet, und man wird nun in den Dialog mit den Interessenvertretern treten.

Verbrenner-Komponenten und Brennstoffzellen unter Druck

Im Nürnberger Werk fertigt Bosch primär Bauteile für den Verbrennungsmotor, darunter Hochdruckpumpen für die Benzineinspritzung, sowie Komponenten für die Brennstoffzellentechnologie. In Nürnberg stellt Bosch vor allem Komponenten für den Verbrennungsmotor her, etwa Hochdruckpumpen für die Benzineinspritzung, und außerdem Komponenten für Brennstoffzellen. Beide Bereiche leiden unter der schwächelnden Marktentwicklung, wie das Unternehmen weiter erklärte.

Das Unternehmen verweist zudem auf einen stagnierenden weltweiten Automobilmarkt und eine rückläufige Nachfrage in Europa. Nürnberg trifft das besonders hart. Der Automarkt wachse weltweit nicht mehr, und in Europa sinke die Nachfrage sogar. Als Auslöser für den Stellenabbau verwies Bosch auf den kontinuierlichen Umbruch in der Automobilbranche sowie auf den stark anwachsenden Preis- und Konkurrenzkampf in diesem Wirtschaftszweig. Vor allem Konkurrenten aus China setzen dem Zulieferer zu. Der weltweite Automarkt stagniere, die Nachfrage in Europa ist sogar rückläufig.

Trotz des Stellenabbaus verzeichnete der Bosch-Konzern im ersten Halbjahr 2026 eine Umsatzsteigerung von 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum kletterten die Erlöse in der ersten Jahreshälfte 2026 um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 hatte Bosch bereits rund 6.500 Beschäftigte weniger als Ende 2025. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen nach Steuern erstmals seit der Finanzkrise 2008 rote Zahlen geschrieben und einen Verlust ausgewiesen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen nach Steuern erstmals seit der Finanzkrise 2008 rote Zahlen geschrieben und unter dem Strich einen Verlust ausgewiesen.

Bosch streicht in Nürnberg bis 2029 rund 900 Arbeitsplätze
Foto: diebewertung.de

Reaktionen von Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall

Die Belegschaft reagierte bestürzt auf die Ankündigung. Der Plan sorgt für harsche Kritik. Ein Kahlschlag in dieser Größenordnung ist ein Armutszeugnis für den weltgrößten Automobilzulieferer, heißt es von der IG-Metall. Auch vor dem Bosch-Werk in Nürnberg, am Tor an der Ecke Zweibrückener Straße/Jägerstraße, gab es zuvor Proteste. Die Beschäftigten sind schockiert. Mancher Mitarbeiter äußert Zukunftsängste. Nachdem sie von der Werksleitung informiert worden waren, verließen zahlreiche Bosch-Mitarbeiter das Betriebsgelände über die Kantine, ohne sich zunächst zu den eben erhaltenen Neuigkeiten äußern zu wollen.

Im Juli hatte die Gewerkschaft IG Metall erstmals die Befürchtung eines größeren Stellenabbaus öffentlich gemacht. Kaum zwei Monate später ist dieses Vorhaben nun beschlossene Sache: Die Belegschaft von Bosch erhielt am Montagnachmittag die Nachricht über den Wegfall von 900 Arbeitsplätzen. Rund die Hälfte der Jobs fallen weg. Der Autozulieferer bedauert den Schritt, hält ihn aber für notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen. Das Unternehmen verweist unter anderem auf hohen Wettbewerbsdruck und sinkende Autoabsätze. Die Arbeitnehmervertreter dagegen sehen den stark vom Verbrenner abhängigen Standort akut in Gefahr.

Bosch streicht in Nürnberg bis 2029 rund 900 Arbeitsplätze
Foto: kettner-edelmetalle.de

Zukunft des Standorts und geplante Gespräche

Unternehmensvertreter betonten, dass der bevorstehende Abbau möglichst sozialverträglich gestaltet werden soll. Sorgen um den Bosch-Standort in der Zweibrückener Straße in Nürnberg gibt es schon länger. Bosch baut im Nürnberger Werk rund 900 der 1800 Stellen ab. Grund ist der Wandel in der Autobranche und wachsender Druck aus China. Nürnberg – Der Technologiekonzern Bosch plant einen massiven Personalabbau an seinem Standort in Nürnberg. Die anstehenden personellen Einschnitte betreffen im Zeitraum der nächsten drei Jahre etwa 900 der gegenwärtig 1800 Angestellten – das beläuft sich auf gut die Hälfte der gesamten Belegschaft. Gerlingen – Nächste Hiobsbotschaft für Auto-Deutschland! Angesichts ohnehin bereits angekündigter Streichungen von insgesamt 22.000 Arbeitsplätzen bei dem Zulieferkonzern Bosch kommen nun noch einmal annähernd 900 Arbeitsplätze hinzu! Vom Unternehmen wurde angekündigt, dass bis zum Jahr 2029 ungefähr die Hälfte der insgesamt 1.800 Arbeitsplätze am Standort Nürnberg abgebaut werden sollen.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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