Jannik Sinner hat am 14. Mai 2026 beim Italian Open in Rom einen historischen Rekord von Novak Djokovic gebrochen. Mit seinem 32. Sieg in Folge bei ATP-Masters-1000-Turnieren übertraf der italienische Weltranglistener die bisherige Bestmarke. Sinner besiegte Andrey Rublev mit 6:2 und 6:4 und zog damit in das Halbfinale des Turniers ein.
Die Dominanz von Jannik Sinner im aktuellen ATP-Kalender hat eine neue Dimension erreicht. In Rom stellte der 24-Jährige nicht nur ein weiteres Matchpoint-Ergebnis sicher, sondern schrieb Tennisgeschichte, indem er die längste Siegesserie in der Geschichte der ATP-Masters-1000-Turniere anführte. Damit löste er Novak Djokovic als alleinigen Rekordhalter ab.
Sinner übertrifft Djokovic in Rom
Der entscheidende Moment ereignete sich am Donnerstag, als Sinner den an 12. Stelle gesetzten Andrey Rublev in einem souveränen Match mit 6:2 und 6:4 bezwang. Mit diesem Erfolg verbuchte der Italiener seinen 32. aufeinanderfolgenden Sieg auf der Masters-1000-Ebene. Zuvor hielt er sich mit Novak Djokovic den Rekord zu teilen, doch der Sieg in Rom markiert nun den Durchbruch zur alleinigen Spitzenposition.
Die statistische Überlegenheit Sinner ist in der aktuellen Saison bemerkenswert. Er hat seit seinem letzten Ausscheiden bei einem Masters-1000-Turnier – einer Aufgabe in Shanghai, bei der er zur Aufgabe gezwungen war – 45 seiner letzten 47 Spiele in allen Wettbewerben gewonnen. Diese Konstanz macht ihn zum absoluten Favoriten für die kommenden Wochen.
Trotz der historischen Bedeutung des Rekords zeigt sich Sinner in seinen Aussagen zurückhaltend. Er betonte gegenüber dem Publikum, dass er nicht für Rekorde
spiele, sondern nur für seine eigene Geschichte
.
Eine Saison der historischen Konstanz
Neben dem Siegerekord hat Sinner eine weitere beachtliche Marke erreicht. Er ist neben dem Spanier Rafael Nadal der einzige Spieler, dem es gelang, in den ersten fünf Masters-1000-Events einer Saison jeweils das Halbfinale zu erreichen. Diese Serie unterstreicht seine Fähigkeit, über verschiedene Spieloberflächen und Bedingungen hinweg ein konstant hohes Niveau abzurufen.
Die physische und psychische Belastung, insbesondere bei einem Heimturnier in Rom, ist jedoch hoch. Sinner machte deutlich, dass die emotionale Komponente eine Rolle spielt, während er gleichzeitig den Fokus auf die Regeneration legt.
Gleichzeitig bedeutet es mir viel. Aber morgen kommt ein anderer Gegner unter anderen Bedingungen – es ist ein Nachtspiel. Jetzt hat es für mich die höchste Priorität, zu versuchen, mich körperlich so weit wie möglich zu erholen. Emotional kostet es viel, hier zu Hause zu spielen.
Jannik Sinner, Weltranglistener
Der Weg zum Karriere-Grand-Slam
Für Sinner ist der Erfolg in Rom mehr als nur eine statistische Errungenschaft; es ist die ideale Generalprobe für die French Open. Das Turnier in Paris beginnt am 24. Mai und stellt das einzige Major dar, das Sinner noch fehlen würde, um einen Karriere-Grand-Slam zu vervollständigen.
Die Formkurve zeigt steil nach oben. Die Fähigkeit, Gegner wie Rublev in zwei Sätzen zu dominieren, signalisiert eine Reife im Spiel, die ihn in die engste Favoritenrolle für den Titel in Roland Garros rückt. Die Kombination aus aggressiver Grundlinie und verbesserter taktischer Disziplin macht ihn derzeit nahezu unangreifbar.
Halbfinal-Duell gegen Medvedev
Im Halbfinale des Italian Open trifft Sinner nun auf den an siebte gesetzten Russen Daniil Medvedev. Medvedev erreichte die letzte Runde nach einem mühsamen Weg. In seinem Viertelfinalmatch gegen den spanischen Lucky Loser Martin Landaluce musste der Russe zunächst einen herben Rückschlag hinnehmen. Medvedev verlor den ersten Satz in nur 26 Minuten mit 1:6, konnte sich jedoch zurückkämpfen und das Spiel schließlich mit 1:6, 6:4 und 7:5 für sich entscheiden.
Dieses Duell wird als Schlüsselmatch für die psychologische Ausgangslage vor den French Open gewertet. Während Medvedev bewiesen hat, dass er über die nötige Ausdauer verfügt, um aus extremen Rückständen zurückzukommen, geht Sinner mit einem Momentum in die Begegnung, das derzeit im gesamten Profisport seinesgleichen sucht.
Sinner selbst sieht die Situation optimistisch und bezeichnete den aktuellen Stand als Win-Win-Situation
für sich, unabhängig vom Ausgang des anstehenden Nachtspiels.
