In Bilbao verlor Ulster am Freitagabend das Challenge-Cup-Finale gegen Montpellier mit 26:59 im San Mames Stadion. Trotz eines frühen Versuchs durch Nick Timoney dominierte der französische Spitzenclub das Spiel durch neun Versuche und sicherte sich damit seinen dritten Titel in diesem Wettbewerb und beendete die Träume der irischen Mannschaft.
Die bittere Realität im San Mames Stadion

Kleine Fehler und große Konsequenzen
Neben der schieren physischen Kraft des Gegners spielten auch entscheidende Unachtsamkeiten eine Rolle, die den Spielverlauf begünstigten. Es gab mehrere kleine Momente, die in der Summe zum Scheitern führten. Ein verpasster Tackle von Zac Ward öffnete beispielsweise den Raum für den ersten Versuch von Montpellier. Zusätzlich erschwerten weitere technische Fehler den Weg zurück ins Spiel: Harry Sheridan konnte den Ball beim Sturz auf die Linie nicht sichern, und Tom Stewart warf bei einem Line-out über. Obwohl diese Momente isoliert betrachtet klein erscheinen mögen, unterstrichen sie die klinische Überlegenheit der französischen Mannschaft, die solche Fehler sofort bestrafte.Richie Murphys Einschätzung zur französischen Dominanz
Ulster-Cheftrainer Richie Murphy fand klare Worte für die Leistung seines Teams und die Qualität des Gegners. Er erkannte an, dass man gegen eine Mannschaft dieser Güteklasse kaum eine Chance hat, wenn man nicht fehlerfrei agiert.„Es ist ein sehr schwieriger Tag. Wir sind gegen ein echtes Kraftpaket des französischen Rugbys angetreten. Sie stehen ganz oben in der Tabelle und hatten heute Abend einfach zu viel Kraft für uns.“
„Wenn man sich ansieht, wo Montpellier stehen und welche Teams sie in den letzten Wochen besiegt haben, sind sie eines der besten Teams in Europa.“
Ein beeindruckender Aufstieg trotz des Titelloses
Trotz der schweren Niederlage in Bilbao darf die Entwicklung von Ulster nicht übersehen werden. Die Mannschaft ist nicht mehr das Team, das vor zwölf Monaten noch in einer weitaus düstereren Stimmung agierte. Die statistische Bilanz der aktuellen Saison zeigt einen signifikanten Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr. Laut AOL hat sich die Position der Provinz in der URC deutlich verbessert:- Punkte in der URC: 52
- Tabellenverbesserung: Von Platz 14 auf Platz 9
- Punktezuwachs: 14 Punkte besser als in der Vorsaison
- Europäische Präsenz: Erstes Finale nach 14 Jahren
„Ich denke, wir sind ein völlig anderes Team als zu dieser Zeit im letzten Jahr. Wenn man mir zu Beginn der Saison gesagt hätte, wir würden 52 Punkte in der Liga erreichen und in einem europäischen Finale stehen, mit der Chance, es zu gewinnen, hätte ich es kaum geglaubt.“