In Gosport, Hampshire, wurde am Mittwochnachmittag eine Temperatur von 36,1 Grad Celsius gemessen, womit das Vereinigte Königreich seinen heißesten Juni-Tag seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet. Laut dem Met Office führte eine Kombination aus einem Hitzedome und feucht-warmer Luft aus Frankreich zu dieser Rekordhitze, die zu Schulschließungen und massiven Verkehrsbehinderungen führte.
Der neue Temperaturrekord in Gosport und Südengland

provisorisch, da das Met Office die Messungen auf ihre Zuverlässigkeit prüfen muss. Die Hitze konzentrierte sich massiv auf den Süden des Landes. In Wisley, Surrey, wurden 36 Grad Celsius registriert, während Wiggonholt in West Sussex 35,9 Grad und Charlwood in Surrey 35,7 Grad erreichte. Auch in Wales wurde ein Jahresmaximum verzeichnet; im Cardiff Bute Park stieg das Thermometer auf 33,3 Grad Celsius.
Meteorologische Ursachen: Hitzedome und Advektion

Die rote Warnstufe und gesundheitliche Risiken
außergewöhnliche Periode heißen und feuchten Wetters, deren Auswirkungen auf die allgemeine Bevölkerung als
hochwahrscheinlicheingestuft werden. Matthew Lehnert, Chefvorhersager beim Met Office, betonte, dass die hohe Luftfeuchtigkeit die Hitze
viel intensiverwirken lässt. In einigen Teilen Englands könnte die gefühlte Temperatur die Marke von 40 Grad Celsius überschreiten. „Solche Temperaturen im Juni im Vereinigten Königreich zu sehen, ist ernüchternd.“ Professor Stephen Belcher, Chefwissenschaftler des Met Office Belcher verknüpft diese Entwicklung direkt mit dem Klimawandel, der zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen geführt habe. Neben der Tageshitze warnen die Meteorologen vor sogenannten
tropischen Nächten, bei denen die Temperaturen nachts über 20 Grad Celsius bleiben. Dies kann zu
bevölkerungsweiten gesundheitlichen Beeinträchtigungenführen, die bis hin zu schweren Erkrankungen oder Lebensgefahr reichen.
Auswirkungen auf Infrastruktur und öffentliche Sicherheit
Die extremen Temperaturen haben bereits zu weitreichenden Störungen im Alltag geführt. Hunderte von Schulen in England und Wales mussten schließen. Im Verkehrssektor wurden Passagiere aufgefordert, auf alle nicht notwendigen Bahnreisen zu verzichten, da die Infrastruktur durch die Hitze gefährdet ist. Die Sicherheitsrisiken beschränken sich nicht nur auf die Hitze selbst. Das Met Office warnt vor einer erhöhten Zahl von Wasserunfällen, da signifikant mehr Menschen Küstenregionen und Seen aufsuchen. In Hampshire wurde bereits eine größere Rettungsaktion eingeleitet, nachdem ein 15-jähriger Junge beim Schwimmen in einem Naturschutzgebiet-See verschwand. Die Situation im Vereinigten Königreich ist Teil einer größeren europäischen Hitzewelle. Frankreich verzeichnete seinen heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1947, wobei die Temperaturen in Paris und anderen Regionen über 40 Grad Celsius stiegen. Die Prognosen für die kommenden Tage bleiben kritisch. Das Met Office erwartet, dass die Hitzewelle bis Freitag anhält, wobei weitere Höchstwerte von etwa 38 Grad Celsius möglich sind. Während die rote Warnung am Donnerstag ausläuft, bleiben weite Teile Englands und Wales unter einer gelben Warnstufe, wobei in Städten wie Manchester Temperaturen von über 30 Grad Celsius erwartet werden.Find more reporting in our Technik und Wissenschaft section.