Strategische Intervention in drei Bundesstaaten
Mit einer Serie von Beiträgen in den sozialen Medien ist Präsident Donald Trump in die republikanischen Vorwahlen für die Gouverneursposten von South Carolina, Iowa und Oklahoma eingegriffen. Laut AP News und WCIV stehen sich in diesen Staaten Verbündete des Präsidenten in einem intensiven Wettbewerb um seine Unterstützung gegenüber. In allen drei Bundesstaaten handelt es sich um die ersten wettbewerbsintensiven republikanischen Gouverneurswahlen seit mehreren Jahren.
Die zeitliche Abfolge der Wahlen ist eng getaktet: Die Abstimmung in Iowa findet bereits am kommenden Dienstag statt, gefolgt von South Carolina am 9. Juni und Oklahoma am 16. Juni. Die Unterstützung durch Trump wird insbesondere in jenen Staaten als gewichtig eingestuft, die laut WCIV maßgeblich zu seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Jahr 2024 beigetragen haben.
South Carolina: Die Allianz zwischen Evette und McMaster
In South Carolina hat Trump die Vizegouverneurin Pamela Evette unterstützt. Evette diente zwei Amtszeiten lang an der Seite von Gouverneur Henry McMaster, der laut AP News einer der frühesten Unterstützer Trumps während dessen erster Präsidentschaftskampagne war. Bereits Anfang dieses Jahres hatte McMaster seine Nummer zwei offiziell unterstützt, was laut Berichten als Signal für die folgende Unterstützung durch Trump gewertet wurde.
Trump drückte am Freitag seine Anerkennung für Evette und den Staat South Carolina aus und verwies darauf, dass sie im Jahr 2024 für ihn geworben habe. Ein besonderes Detail seiner Unterstützung betrifft die potenzielle Besetzung des Vizegouverneurs-Postens. Trump bezeichnete es als ein GROSSER zusätzlicher Pluspunkt für die Kampagne, dass Henry McMaster Jr., der Sohn des amtierenden Gouverneurs, als Running Mate von Evette fungieren könnte, laut AP News.
Der Wettbewerb um die Nominierung in South Carolina ist laut AP News der intensivste Teil des Vorwahlkampfes. Evette tritt dabei gegen die Abgeordneten Nancy Mace und Ralph Norman sowie gegen den Generalstaatsanwalt Alan Wilson an.
Iowa: Die „MAGA“-Agenda von Randy Feenstra
Für den Bundesstaat Iowa gab Trump dem Abgeordneten Randy Feenstra seinen Rückhalt. Trump beschrieb Feenstra in einem Post als MAGA all the way, laut AP News. Der Präsident erklärte zudem, dass Feenstra unermüdlich kämpfen würde, um die Interessen des Staates in Bereichen wie der Wirtschaft, der Grenzsicherung und der Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden zu vertreten.
Feenstra hatte laut WCIV bereits Anfang des Jahres aktiv um die Unterstützung Trumps geworben. Er tritt in Iowa an, um die ausscheidende Gouverneurin Kim Reynolds zu ersetzen, die auf eine dritte Amtszeit verzichtet hat. Neben Feenstra konkurrieren vier weitere Republikaner um die Nominierung: der Abgeordnete Eddie Andrews, der Geschäftsmann und ehemalige konservative politische Direktor Zach Lahn, der ehemalige Abgeordnete Brad Sherman sowie der ehemalige Direktor des staatlichen Department of Administrative Services, Adam Steen, laut WCIV.
Oklahoma: Die Nachfolge von Kevin Stitt
In Oklahoma unterstützt Trump den ehemaligen Staatssenator Mike Mazzei. Mazzei kandidiert für die Nachfolge von Gouverneur Kevin Stitt, der seine zweite Amtszeit beendet. In einem Social-Media-Post formulierte Trump seine Unterstützung wie folgt:
Mike Mazzei hat meine vollständige und totale Unterstützung, um der nächste Gouverneur von Oklahoma zu werden — ER WIRD SIE NIEMALS IM STICH LASSEN!
Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten
Laut WCIV tritt Mazzei gegen den Generalstaatsanwalt Gentner Drummond, den ehemaligen Sprecher des Staatshauses Charles McCall und den ehemaligen Sekretär für öffentliche Sicherheit Chip Keating an.
Die Interventionen in die Gouverneurswahlen erfolgen in einer Phase, in der Donald Trump seine zweite Amtszeit als 47. Präsident der Vereinigten Staaten begonnen hat. Laut der offiziellen Website des Weißen Hauses sieht Trump seine Rückkehr ins Amt nach dem Wahlsieg 2024 als Mandat, um die Politik der „radikalen Linken“ abzulehnen und die Lebensqualität der Amerikaner zu verbessern.
Seine aktuelle Regierungsführung ist laut Wikipedia durch weitreichende Maßnahmen gekennzeichnet, darunter Massenentlassungen bei Bundesbediensteten und die Einführung von Zöllen auf fast alle Länder auf dem höchsten Niveau seit der Großen Depression. Zudem unterzeichnete er den „One Big Beautiful Bill Act“. Diese Administration hat laut Wikipedia bereits über 550 Klagen ausgelöst, die sich gegen die Rechtmäßigkeit von Maßnahmen wie die Massendeportation nicht dokumentierter Einwanderer, die Einschränkung von Transgender-Rechten und die gezielte Vorgehensweise gegen politische Gegner richten.
Die Fähigkeit Trumps, durch einfache soziale Medien-Posts die Dynamik in drei verschiedenen Bundesstaaten zu beeinflussen, unterstreicht seine anhaltende Rolle als zentraler Entscheidungsträger innerhalb der Republikanischen Partei. Während er im Weißen Haus nationale Prioritäten wie die Grenzsicherung und die wirtschaftliche Entfesselung verfolgt, sichert er sich durch die Unterstützung loyaler Kandidaten auf Gouverneursebene die politische Flanke in den konservativen Kernstaaten.