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Tragödie am Bonny Doon Beach: Welle reisst zwei Freundinnen in den Tod

Zwei Freundinnen, die 21-jährige Harshita Nair und die 20-jährige Mahial Sran, starben, nachdem sie am vergangenen Mittwoch am Bonny Doon Beach in Santa Cruz County, Kalifornien, von einer Welle mitgerissen wurden. Laut dem Büro des Sheriffs von Santa Cruz County schliefen die Frauen nahe einer Felsformation namens „Keyhole“, als die Tragödie geschah.

Die tödliche Falle des „Keyhole“

Die tödliche Falle des „Keyhole“
Photo: foxweather.com
Der Vorfall ereignete sich an einem Strandabschnitt, der für seine extrem steile Brandungszone, starke Strömungen und plötzliche Monsterwellen berüchtigt ist. Die beiden Frauen hatten einige Stunden am Strand verbracht und waren vermutlich kurz eingeschlafen, als eine Welle sie ins Meer riss. Ein Zeuge alarmierte die Notrufe gegen 17:00 Uhr. Die Rettungsaktion war komplex und riskant. Etwa acht Rettungsschwimmer mussten in das gefährliche Wasser vordringen, um die Frauen zu bergen. Eine der Betroffenen wurde per Hubschrauber zum Yellow Bank Beach auf den Klippen transportiert, während die andere über den Panther Beach in einem Stokes-Korb zu einem Krankenwagen gebracht wurde. „Wir glauben, dass beide Patienten ursprünglich direkt am Keyhole geschlafen haben, einem Bereich, der die Menschen oft unvorbereitet trifft“, erklärte Captain Kyle Breton von der freiwilligen Feuerwehr von Santa Cruz County gegenüber Fox Weather. Breton warnte zudem davor, dass Besucher oft das „Keyhole“ nutzen, um zum Yellow Bank Beach zu gelangen, dort dann aber aufgrund der Gezeiten gefangen werden.

Akademische Träume und plötzlicher Verlust

Akademische Träume und plötzlicher Verlust
Photo: ksbw.com
Die Opfer stammten beide aus Fremont und hatten 2023 gemeinsam die Washington High School abgeschlossen. Laut Berichten des New York Post war Harshita Nair Studentin der Rechtswissenschaften an der UC Berkeley und sollte ihren Abschluss im Jahr 2027 machen. Mahial Sran studierte Public Health an der San José State University, ebenfalls mit dem Ziel eines Abschlusses im Jahr 2027. Sran war zudem Präsidentin eines Public-Health-Clubs an ihrem College und arbeitete Teilzeit als Kassiererin in einem Outlet-Store in Milpitas. Harshitas Vater, Ahock Nair, beschrieb seinen Zustand gegenüber der Presse als Schock und gab an, nicht zu wissen, wie es zu dem Unglück kommen konnte. „Ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Ich stehe immer noch unter Schock“, sagte Ahock Nair. Während Harshita Nair kurz nach der Rettung verstarb, kämpfte Mahial Sran bis Samstag in einem örtlichen Krankenhaus in kritischem Zustand, bevor sie ebenfalls verstarb. Die offiziellen Todesursachen wurden von den Behörden noch nicht final festgestellt.

Ein Muster gefährlicher Küstenbedingungen

Just Past Bonny Doon Beach
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, sondern Teil einer gefährlichen Serie. Laut der CALFIRE CZU war dies bereits die fünfte Wasserrettung innerhalb eines Monats auf dem nur etwa 1,6 Kilometer langen Küstenabschnitt zwischen dem Yellow Bank Beach und dem Bonny Doon Beach. Die Ursache für die extremen Bedingungen ist laut dem National Weather Service ein sogenannter „Southern Swell“ (Süd-Dünung), der insbesondere an nach Süden ausgerichteten Stränden zu hohem Wellengang führt. Diese Wetterlage führte in der vergangenen Woche an der gesamten kalifornischen Küste zu mehreren Notfällen. So berichtete 20 Minuten über eine fünfjährige Tochter aus San Bernardino, die einen Tag vor dem Vorfall am Bonny Doon Beach bei Laguna Beach von den Wellen mitgerissen wurde und starb.

Ein weiterer Todesfall durch Klippensturz

Die Gefahren am Bonny Doon Beach beschränken sich nicht nur auf die Brandung. Am frühen Samstagmorgen, gegen 01:28 Uhr, wurden die Einsatzkräfte der Santa Cruz Fire Department erneut alarmiert. Ein Mann in seinen frühen 20ern war von einer Klippe in den Ozean gestürzt. Die Suche gestaltete sich schwierig, da die ursprünglichen Melder das Opfer im Wasser nicht mehr finden konnten. Erst der Einsatz einer Drohne der Polizei von Santa Cruz führte zum Erfolg: Das Opfer wurde regungslos auf einer Felsplatte in einer Bucht, etwa 15 Meter unter dem Klippenrand, entdeckt. Wie KSBW berichtete, mussten zwei Feuerwehrleute mit einem Seilsystem zur Felsplatte hinabgelassen werden, um den Tod des Mannes zu bestätigen. Der Leichnam wurde anschließend in einem Stokes-Korb zurück an die Oberseite der Klippe befördert und an den Gerichtsmediziner des Santa Cruz County Sheriff’s Office übergeben. Die Identität des Mannes wurde bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht veröffentlicht. Die Behörden appellieren nun eindringlich an die Öffentlichkeit, beim Besuch der Strände an der Nordküste einen sicheren Abstand zu gefährlichen Klippenkanten zu wahren und die Warnungen vor starken Strömungen ernst zu nehmen.

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Ein weiterer Todesfall durch Klippensturz
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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