Tesla kündigt an, dass Kundenfahrzeuge ab dem zweiten Quartal 2027 eigenständig am Robotaxi-Netzwerk teilnehmen können. Während der Konzern in Austin sein fahrerloses Cybercab-Angebot stark ausbaut, stehen dem langfristigen Plan für private Roboterautos noch erhebliche technische und regulatorische Hürden im Weg.
Über 75 Prozent der neuen Käufer in Nordamerika entschieden sich dafür, Full Self-Driving (Supervised) hinzuzubuchen. Die Pläne für autonomes Fahren ohne menschliche Überwachung prägen Teslas Strategie seit Jahren. Auf der Telefonkonferenz zum dritten Quartal benannte das Unternehmen erstmals ein konkretes Zeitfenster für den Einsatz von Kundenfahrzeugen im kommerziellen Robotaxi-Betrieb.
Ashok Elluswamy nennt das Zeitfenster für Kundenfahrzeuge
Laut Ashok Elluswamy, Vizepräsident für autonome Software, wird die Software für Cybercabs und Model Y identisch sein. Über die Freigabe der Version V15 soll diese Technik bald auch an Kunden ausgeliefert werden.
Das Fahrzeug benötigt lediglich die Einbindung in bestehende Geofences und das Flottenmanagement, um vollkommen autonom zu agieren.

Bereits im Jahr 2019 hatte Konzernchef Elon Musk auf dem ersten AI Day versprochen, dass private Teslas als autonome Robotaxis im Rahmen eines Netzwerks Geld verdienen könnten. Damals stellte er in Aussicht, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Fahrzeuge unterwegs sein würden. Diese früheren Fristen verstrichen, ohne dass die Versprechen eingelöst wurden. Tesla betreibt einige Hundert Robotaxis in Texas und Florida – teils noch mit Sicherheitsfahrern – sowie mehrere Dutzend fahrerlose Cybercabs in Austin, wie Theverge berichtet.
Tesla verachtfacht die Cybercab-Flotte in Austin
Parallel zu den Aussichten für kundenbetriebene Flotten wächst das kommerzielle Angebot in Texas rasant. Nach Angaben von Fool hat sich die Cybercab-Flotte in Austin innerhalb eines Monats verachtfacht und umfasst inzwischen mehr als 300 Fahrzeuge. Die öffentlichen Fahrten begannen im September mit den zweisitzigen, fahr- und pedalosen Cybercabs.
Offizielle Fahrzeuganmeldungen des US-Bundesstaates untermauern diesen Aufbau. Bis zum 10. Oktober registrierte Texas rund 319 Cybercabs und 420 Model Y als Robotaxis.
Der Konzern ließ offen, ob diese Einheiten tatsächlich dauerhaft Fahrgäste transportieren. Als nächstes Einsatzgebiet ist Dallas im Gespräch.
Wachstum bei Full Self-Driving trifft auf rechtliche Hürden
Dennoch bleiben erhebliche Hindernisse bestehen. Unsupervised Ride-Hailing erfordert lokale Lizenzen, und die Beschaffung von Versicherungen gestaltet sich kompliziert. Bundesbehörden untersuchen Berichte über Cybercabs, die in Schulzonen Geschwindigkeitsbegrenzungen überschritten haben sollen.
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