Torhüter Roman Bürki hat sich am 22. Oktober 2026 im Finale des US Open Cups gegen Columbus Crew bei einem Zusammenprall eine Kopfverletzung zugezogen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Trotz des Ausfalls seines Kapitäns gewann St. Louis City das Spiel im Elfmeterschießen und holte den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte.
Zusammenprall in Minute 70 überschattet das Finale gegen Columbus Crew
Das Endspiel um den US Open Cup zwischen Columbus Crew und St. Louis City bot sportliche Dramatik und einen schmerzhaften Wendepunkt. In der 70. Minute kollidierte der ehemalige Bundesligatorwart Roman Bürki bei einer Rettungsaktion im Strafraum heftig mit dem gegnerischen Stürmer Anass Zaroury. Das Knie des Angreifers traf den Schweizer Schlussmann wuchtig am Kopf.
Nach einer mehrminütigen Behandlung auf dem Rasen trugen Sanitäter den 35-jährigen Routinier auf einer Bahre vom Feld. Auf dem Weg in die Kabine winkte er den Zuschauern zu. Sein Verein bestätigte wenig später, dass der Torhüter bei Bewusstsein war und Gefühl in allen Extremitäten hatte, bevor Rettungskräfte ihn in eine Klinik überführten.

Die folgenschwere Szene ereignete sich in dem Stadion des Gegners, kurz nachdem der Berner in einer Eins-zu-Eins-Situation glänzend reagiert und seine Mannschaft vor einem Gegentreffer bewahrt hatte. Für den Schlussmann, der im November 36 Jahre alt wird, war es im US-Staat Missouri ein Triumph mit spürbaren Schmerzen.
Ben Lundt wird im Elfmeterschießen zum Helden für St. Louis City
Da in der regulären Spielzeit und der Verlängerung keine Tore fielen, musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Ohne ihren verletzten Kapitän ging die Mannschaft von St. Louis City in das entscheidende Elfmeterschießen, wo Ersatztorhüter Ben Lundt im Duell mit Columbus sofort zum Matchwinner avancierte.
Scary moments after a collision in the box saw St. Louis CITY goalkeeper Roman Bürki receive extensive medical attention.@ChristinaUnkel explains the situation and rules around concussion substitutions. pic.twitter.com/txUm9Q52cK
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Der deutsche Stellvertreter, der bis 2015 bei der Zweitvertretung von Hertha BSC gespielt hatte und seit Januar 2023 in St. Louis unter Vertrag steht, parierte direkt den ersten Versuch von Santiago Rodríguez. Den ersten Treffer für St. Da auch die weiteren Schützen ihre Nerven behielten, reichte die Parade zum Pokalsieg.
Historischer erster Titelgewinn in der jungen Klubgeschichte
Für das Franchise aus Missouri ist dieser Triumph der erste große Titel seit der Gründung im Jahr 2019 und dem Einstieg in die Major League Soccer im Jahr 2023. Der Klub nimmt seit drei Jahren am Spielbetrieb der Profiliga teil, nachdem das Verfahren pandemiebedingt verzögert worden war. Der US Open Cup gilt als das amerikanische Pendant zum DFB-Pokal und ist mit einer Geschichte von 112 Jahren der älteste Wettbewerb im US-Fußball.

Für Bürki war es bereits der vierte Erfolg in einem Cup-Wettbewerb: Zweimal holte er die Trophäe mit Borussia Dortmund sowie einmal mit den Grasshoppers Zürich, von denen er im Sommer 2014 zunächst zum SC Freiburg und ein Jahr später für 3,5 Millionen Euro zum BVB gewechselt war. Im Jahr 2022 folgte der ablösefreie Wechsel nach St. Louis, wo er in seiner Premierensaison direkt zum besten Torhüter der MLS gewählt wurde und einen Vertrag bis Ende 2027 besitzt.
Auch in der Liga läuft es für das Team hervorragend. Fünf Spieltage vor Ende der regulären Saison belegt der Klub in der Western Conference den zweiten Platz hinter den Vancouver Whitecaps, die vier Zähler vor dem neuen Pokalsieger liegen. Viel Zeit zum Feiern bleibt der Mannschaft jedoch nicht, denn bereits am nächsten Spieltag geht es in der MLS auswärts bei Real Salt Lake weiter.
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