Die Autorin Lauren J. August 2026, eingereichten US-Bundesklage beschuldigt, den Welterfolg Yellowstone
aus ihrem im Jahr 2016 eingereichten Western-Konzept Sovereign Nation
gestohlen zu haben. Die Beklagten reagierten bisher nicht auf Anfragen.
Ein juristischer Streit erschüttert eines der erfolgreichsten Franchise-Netzwerke im US-Fernsehen. Die in Virginia lebende Journalistin und Drehbuchautorin Lauren J. Salkin wirft dem Serienschöpfer Taylor Sheridan vor, seine populäre Neo-Western-Serie Yellowstone
von ihrem eigenen, jahrelang entwickelten Konzept abgekupfert zu haben. Die Klage wurde vor einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht, wie unter anderem aus Berichten der Los Angeles Times hervorgeht.
Die Einreichung von Sovereign Nation und die darauffolgende Absage im Jahr 2017
Im Zentrum der rechtlichen Auseinandersetzung steht eine mutmaßliche Urheberrechtsverletzung, die bis in die Jahre 2016 und 2017 zurückreicht. Laut den Gerichtsunterlagen, die von Branchenmagazinen wie der Variety eingesehen wurden, hatte Salkin ihr weitreichendes Western-Drama unter dem Titel Sovereign Nation
bei Elevate Entertainment, der damaligen Managementfirma von Taylor Sheridan, eingereicht. Das Projekt umfasste ein copyright-geschütztes Konzept, das ab 2010 aufgebaut und im Jahr 2016 mit einem spezifischen Pilotskript versehen worden war.
Vertreter von Taylor Sheridan erklärten über Elevate Entertainment und laut Zitation von The Independent, Taylor danke vielmals für das Interesse, stehe jedoch leider für Fernsehprojekte nicht zur Verfügung.
Diese kurze Rückmeldung erhielten Salkins Unterlagen im Februar 2017. Doch nur wenige Monate später gab Paramount grünes Licht für Yellowstone. Juni 2018 an. In der Klage wird hervorgehoben, dass Sheridan entgegen der damaligen Behauptung sehr wohl für Fernsehprojekte verfügbar war, stattdessen aber Salkins urheberrechtlich geschützte Arbeiten nutzte.
Konkrete Parallelen zwischen den Serien und die Rolle prominenter Darsteller
Die Klägerin betont in ihrer Akte, dass es sich bei dem Streit nicht um die abstrakte Idee eines Westerns oder eines Familienkonflikts handele. Vielmehr bemängelt die Klage, wie Whiskey Riff darlegt, spezifische gestalterische Entscheidungen, die in beiden Werken in gleicher Weise auftauchen.
- Ein Stammeskasino als institutionelles Zentrum politischer und wirtschaftlicher Entwicklungsmacht.
- Eine markante Konfrontation im Büro des Stammesvorsitzenden hinsichtlich einer territorialen Expansion über die Reservatsgrenzen hinaus.
- Die Nutzung von Treuhandland, das Fehlen von Bebauungsbeschränkungen und eine 99-jährige Pachtstruktur als konkreter Mechanismus für diese Expansion.
- Wiederkehrende Masterplan-Bilder zur Dramatisierung des territorialen Kontrollkampfes.
Zusätzlich führt die Klage an, dass Salkin in ihrer ursprünglichen Präsentationsmappe die Schauspieler Gil Birmingham und Danny Huston als Casting-Ideen vorgeschlagen hatte. Beide wurden später tatsächlich in Yellowstone besetzt und übernahmen dort strukturell parallele Rollen: Birmingham spielte den politischen Anführer des Stammes, dessen Strategie durch das Kasino verläuft, während Huston als externer Machtvermittler für die Expansion agierte, wie das Portal CountryMusicNews.de berichtet.
Forderungen, Beklagte und finanzielle Tragweite des Franchises
Neben Taylor Sheridan sind in dem Verfahren laut den Berichten von TheWrap auch Paramount, NBCUniversal, 101 Studios, John Linson, Art Linson, Bosque Ranch Productions und Linson Entertainment als Beklagte aufgeführt. Die Klägerin fordert vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die fortgesetzte oder künftige Nutzung ihres Materials sowie Schadenersatz in bislang unbezifferter Höhe, der auch eine Beteiligung an den Gewinnen des gesamten Yellowstone
-Universums einschließt.

Die Originalserie lief über fünf erfolgreiche Staffeln von 2018 bis 2024 und brachte zahlreiche Ableger wie 1883
, 1923
, Marshals
und Dutton Ranch
hervor. Salkins Rechtsvertreter betonen die enormen Ausmaße dieses Erfolgs im Vergleich zu der anfänglichen Ideengebung. Eine offizielle Stellungnahme der Beklagten zu den Vorwürfen liegt bisher nicht vor.
Auch interessant