Forschende des College of William & Mary und andere Untersuchungen haben gezeigt, dass der tägliche Verzehr von rund 170 Gramm Hülsenfrüchten oder einer kleinen Handvoll Nüssen das Risiko für Bluthochdruck und kardiovaskuläre Erkrankungen senkt.
Tara Kamalakantha und Catherine Zavela analysieren Daten von über 46.000 Erwachsenen
Zwei Studierende des College of William & Mary haben nachgewiesen, dass ein einfacher Ernährungswechsel das Herzinfarktrisiko spürbar senken kann. Tara Kamalakantha und Catherine Zavela untersuchten im Rahmen ihrer Arbeit im Nutritional Epidemiology and Food System Analytics Lab den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Hülsenfrüchten und Herzerkrankungen. Zu dieser pflanzlichen Lebensmittelgruppe gehören essbare Samen wie Trockenbohnen, Kichererbsen, Linsen und Trockenerbsen. Die Auswertung von Gesundheitsdaten von mehr als 46.000 US-Erwachsenen, die zwischen 1999 und 2018 im Rahmen einer landesweiten Gesundheitsstudie befragt wurden, ergab eindeutige Muster. Jede zusätzliche Portion Hülsenfrüchte von rund 28 Gramm pro Tag war mit einer um 19 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit für cardiometabolic diseases wie Schlaganfall oder Diabetes verbunden. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal Current Developments in Nutrition.
In ihrer Stichprobe nahmen 75 Prozent der Erwachsenen weniger als 0,37 ounce-equivalents pro Tag zu sich.

„In unserer Stichprobe konsumierten 75 Prozent der Erwachsenen weniger als 0,37 Unzen-Äquivalente pro Tag, was verdeutlicht, wie gering die aktuelle Aufnahme ist.“
Tara Kamalakantha, Studentin am College of William & Mary
Marian Budu präsentiert GoFresh-Daten zu Kaliumwerten bei Blutdrucktherapie
Auf den wissenschaftlichen Tagungen der American Heart Association in Virginia stellte Marian Budu vom Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston eine wichtige Sekundäranalyse der Studien GoFresh und GoFresh Rx vor. Die Untersuchung ging der Frage nach, ob eine kaliumreiche Ernährung, wie sie etwa bei der DASH-Diät empfohlen wird, bei Patienten unter blutdrucksenkender Medikation zu gefährlichen Kaliumwerten im Blut führen kann. Die Auswertung von 356 Erwachsenen ergab, dass eine kaliumreiche Kost keine besorgniserregenden Anstiege des Serumkaliums auslöste.
Dennoch mahnten die beteiligten Mediziner zu Vorsicht bei bestimmten Medikamentenkombinationen. Kevin Volpp von der University of Pennsylvania, der nicht an der Untersuchung beteiligt war, wies darauf hin, dass Patienten mit fortgeschrittenen Nierenerkrankungen ausgeschlossen waren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt parallel dazu eine Ernährung mit mindestens einer Portion Hülsenfrüchten pro Woche.
Wissenschaftler des Imperial College London messen 26 Prozent geringeres Risiko durch Nüsse
Ergänzend zu Hülsenfrüchten zeigt eine im British Journal of Nutrition veröffentlichte Untersuchung der Forscher des Imperial College London in Zusammenarbeit mit dem Norwegischen Krebsregister den hohen Nutzen von Nüssen für das Gefäßsystem. Die Auswertung von acht Langzeitstudien mit insgesamt 143.380 Teilnehmenden im Alter von 18 bis 87 Jahren ergab, dass bereits der tägliche Verzehr einer kleinen Handvoll das Risiko für Bluthochdruck deutlich reduziert. Konkrete Angaben dazu liefert das medizinische Nachrichtenportal News Medical.
| Tägliche Verzehrmenge | Risikoreduktion für Bluthochdruck | Beobachtete Effekte |
|---|---|---|
| 28 Gramm Nüsse | 20 Prozent geringeres Risiko | Regelmäßiger Konsum im Rahmen der Grundernährung |
| 30 Gramm Nüsse | 26 Prozent maximale Reduktion | Optimale Zufuhr einer kleinen Handvoll |
Als Grund für diese Schutzwirkung nennen die Wissenschaftler den Reichtum an ungesättigten Fettsäuren, Eiweiß, Ballaststoffen und Antioxidantien. Insbesondere die in Nüssen enthaltene Aminosäure L-Arginin dient als Vorstufe für Stickstoffmonoxid, das zur Entspannung und Erweiterung der Blutgefäße beiträgt.
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