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Sport

Spain expose England’s flaws in heavy defeat that ‚hurts

Die englische Frauen-Nationalmannschaft erlitt am Freitag in Mallorca eine 0:4-Niederlage gegen Weltmeister Spanien. Dies ist die schwerste Pleite der Lionesses seit 17 Jahren und gefährdet die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Nun hängen die Hoffnungen auf ein Wunder im Spiel von Spanien gegen Island.

Die Demütigung von Mallorca: Warum das 0:4 tiefer sitzt

Die Demütigung von Mallorca: Warum das 0:4 tiefer sitzt
cluster (priority): ca.sports.yahoo.com
Es war ein Abend, den Sarina Wiegman am liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen würde. Im Son Moix Stadium in Mallorca wurden die Lionesses nicht nur geschlagen, sondern regelrecht zerlegt. Die 0:4-Niederlage gegen Spanien markiert die schwerste Niederlage Englands seit dem Jahr 2009 und ist das deutlichste Ergebnis unter der Leitung von Wiegman. Wie BBC Sport berichtet, war dies ein Spiel, das kaum auszuhalten war, da die Weltmeisterinnen die Schwachstellen in der englischen Defensive schonungslos ausnutzten. Die Intensität der spanischen Mannschaft ließ England wirkungslos zurück. Die Lionesses, die eigentlich nur ein Unentschieden benötigt hätten, um ihren Platz für das Turnier in Brasilien zu sichern, wirkten an diesem Abend chancenlos. Die psychologische Wirkung dieses Ergebnisses ist immens; es ist nicht nur der Spielstand, sondern die Art und Weise der Dominanz, die Fragen über die aktuelle Form der englischen Auswahl aufwirft.

Der steinige Weg nach Brasilien: Play-offs statt Direktstart

Die mathematischen Konsequenzen dieser Niederlage sind dramatisch. Da nur das erstplatzierte Team der Gruppe direkt für die Weltmeisterschaft 2027 qualifiziert ist, ist der automatische Weg für England nun massiv erschwert. Laut Berichten von AOL bedeutet dieses Ergebnis, dass England höchstwahrscheinlich zwei Play-off-Runden im Herbst bestreiten muss, um überhaupt ein Ticket nach Brasilien zu erhalten. Spanien führt die Gruppe nun dank einer besseren direkte Bilanz gegen England an. Für die Lionesses bleibt nur ein extrem schmales Fenster für die direkte Qualifikation: Sie müssen am kommenden Dienstag gegen die Ukraine gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Spanien in ihrem Spiel gegen Island Punkte liegen lässt. Ein Szenario, das in der aktuellen Form der Spanierinnen wenig wahrscheinlich erscheint.

Wiegmans Analyse und Walshs Kapitulationsgesten

Die Reaktionen nach dem Spiel spiegelten die Fassungslosigkeit im englischen Lager wider. Sarina Wiegman räumte ein, dass sie ein enges Spiel erwartet hatte, die Realität jedoch eine völlig andere war.

„Natürlich ist es kein tolles Ergebnis. Es ist hart, es ist enttäuschend, und ich denke, es gab einen Unterschied – einen großen Unterschied – zwischen uns und Spanien.“

Der steinige Weg nach Brasilien: Play-offs statt Direktstart
cluster (priority): globalgrasshopper.com
Wiegmans Analyse und Walshs Kapitulationsgesten
cluster (priority): aol.com
Sarina Wiegman, Nationaltrainerin Wiegman betonte zudem, dass die Mannschaft schlichtweg nicht in der Lage war, die nötige Intensität zu entwickeln: „Wir haben einfach nicht gut genug gespielt, und wir konnten nicht mehr zulegen. Sie wurden gefährlicher, aber wir konnten keinen anderen Gang einlegen.“ Auch die Kapitänin Keira Walsh, die in Abwesenheit der verletzten Innenverteidigerin Leah Williamson die Armbinde trug, fand kaum beschönigende Worte. Wie Yahoo Sports zitiert, fühlte sich die englische Mannschaft komplett eingekesselt.

„Spanien hat unglaublich gut gespielt, aber ich denke, es gibt viele Dinge, die wir hätten besser machen können. Es fühlte sich an, als hätten sie überall Spieler gestanden. Es war sehr schwierig, aus unserem eigenen Strafraum herauszukommen.“

Keira Walsh, Mittelfeldspielerin Die ehemalige Nationalspielerin Fran Kirby beschrieb die Stimmung nach dem Abpfiff als „deflated“ (entmutigt) und gab zu, dass es ihr bereits beim Zuschauen wehtat.

Die letzte Chance gegen die Ukraine

Die letzte Chance gegen die Ukraine
cluster (priority): britannica.com
Trotz der harten Pleite ist die Saison nicht beendet, doch der Druck auf Wiegman und ihr Team ist nun maximal. Das finale Qualifikationsspiel gegen die Ukraine am Dienstag um 20:00 Uhr BST wird zwar wichtig sein, aber die Entscheidung liegt nun größtenteils nicht mehr in den Händen der Engländerinnen. Die kommenden Tage werden für das Team eine mentale Zerreißprobe. Wiegman betonte die Notwendigkeit, nun schnell zu regenerieren und zusammenzustehen, um gegen die Ukraine eine überzeugende Leistung abzuliefern. Doch die eigentliche Frage bleibt: Hat Spanien eine Lücke in der englischen Mannschaft offengelegt, die sich bis zur Weltmeisterschaft 2027 nicht mehr schließen lässt? Die Lionesses müssen nun beweisen, dass sie aus dieser Demütigung lernen können. Fran Kirby mahnte in diesem Zusammenhang an: „Sie werden daraus lernen, und sie müssen aufstehen, um eine gute Leistung gegen die Ukraine abzuliefern.“ Ob dies ausreicht, um das Trauma von Mallorca zu überwinden, bleibt abzuwarten.
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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