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Technik und Wissenschaft

SpaceX und NASA verschieben Crew-13-Start wegen Leck am Dragon-Raumschiff

NASA und SpaceX haben den für September geplanten Start der Crew-13-Mission zur Internationalen Raumstation ISS wegen eines Treibstofflecks verschoben. Bei Routinetests am Antriebssystem des Dragon-Raumschiffs wurde ein Oxidatorleck entdeckt. Ein neuer Starttermin steht derzeit noch nicht fest.

Der für den 12. September anvisierte Start der Crew-13-Mission zur Internationalen Raumstation findet vorerst nicht statt. Wie die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA bekannt gab, haben gemeinsame Teams von NASA und SpaceX während der Standardvorbereitungen ein technisches Problem am Antriebssystem des Raumschiffs entdeckt.

Oxidatorleck am Dragon-Raumschiff stoppt Startvorbereitungen

Das gefundene Leck betrifft das Oxidationsmittelsystem des Raumfahrzeugs. Das Dragon-Raumschiff ist das wichtigste Transportmittel von SpaceX für den Nachschub und die Beförderung von Astronauten in den Erdorbit und gilt zudem als die einzige US-Option für bemannte Flüge zur Raumstation.

Um die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten, arbeiten Techniker beider Organisationen an zusätzlichen Überprüfungen.

Gemeinsame Teams von NASA und SpaceX würden zusätzliche Tests sowie eine Datenprüfung durchführen und alle erforderlichen Nacharbeiten vor dem Start abschließen, erklärten NASA-Verantwortliche via Space.

Ein konkreter Starttermin wurde noch nicht genannt. Die Raumfahrtagenturen betonten, dass ein neues Datum zeitnah bekannt gegeben werde, sobald die zusätzlichen Tests und eventuell notwendigen Nacharbeiten abgeschlossen sind.

Internationale Besatzung für Expedition 75 vorgesehen

Für den Flug von Cape Canaveral in Florida ist eine vierköpfige Crew aus vier verschiedenen Ländern eingeteilt. Als Kommandantin und Pilot dienen die NASA-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney. Unterstützt werden sie von den Missionsspezialisten Joshua Kutryk von der kanadischen Weltraumorganisation CSA sowie dem Kosmonauten Sergey Teteryatnikov von der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos.

SpaceX und NASA verschieben Crew-13-Start wegen Leck am Dragon-Raumschiff
Photo: ndtvprofit.com

Nach dem erfolgreichen Start und der Ankunft an der Raumstation soll sich die Crew in die laufenden Arbeiten der Expedition 75 integrieren. Geplant ist ein rund siebenmonatiger Aufenthalt im All. Für die Vorbereitung begeben sich die Raumfahrer etwa zwei Wochen vor dem tatsächlichen Abflug in eine medizinische Quarantäne im Johnson Space Center in Houston.

Umfangreicher Arbeitsplan im Erdorbit erwartet

Die anstehende Mission verspricht arbeitsreich zu werden. Die Besatzung soll sich neben internen und externen Wartungsarbeiten an der Station auch auf mehrere Außenbordeinsätze konzentrieren.

The four members of NASA's SpaceX Crew-13 mission to the International Space Station display their mission plaque inside a
Photo: NASA

Zusätzlich stehen wissenschaftliche Experimente, der Umgang mit ankommenden Frachttransportern sowie Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit auf dem Programm der Raumfahrer.

Hohes Startaufkommen bei SpaceX

Die Verzögerung fällt in eine ohnehin beschäftigte Phase für das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Erst kürzlich schoss SpaceX eine astronomische Mission ins All, mit der das Nancy Grace Roman Space Telescope zur Erforschung der dunklen Materie in die Umlaufbahn gebracht wurde. Auch auf anderen Testfeldern wie der Entwicklung des Starship-Systems schreiten die Vorbereitungen voran.

Obwohl die zeitliche Planung für den Crew-13-Flug durch das entdeckte Problem unterbrochen ist, bleibt die oberste Priorität der Agenturen die technische Integrität des Dragon-Systems vor dem Abheben.

NASA's SpaceX Crew-11 launches aboard a Dragon spacecraft to the ISS
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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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