Nach dem Rekordstart einer Falcon 9 am Dienstag verlagern sich sämtliche künftigen Falcon-Starts in Florida auf kommerzielle Nutzlasten. Zudem bereitet das Unternehmen den Start des wesentlich größeren Starship-Systems vor.
Ein historischer Rekord und eine Zäsur in Cape Canaveral
Der jüngste Start einer Falcon 9 am Dienstag markierte den 37. Flug einer erststufigen Booster-Einheit und stellte damit nach Angaben von Arstechnica einen neuen Rekord für die Flotte auf. Wegen des zeitlichen Punkts kurz vor Sonnenaufgang konnten Beobachter an der Ostküste der Vereinigten Staaten den Start der Rakete in Richtung Nordosten gut verfolgen. Nach Angaben von Arstechnica hat SpaceX rund 260 Starlink-Missionen mit der Falcon 9 von Florida aus in die Umlaufbahn gebracht. Künftig werden jedoch alle Falcon 9- und Falcon Heavy-Starts von diesem Standort aus ausschließlich kommerzielle Kundennutzladen transportieren.
“Super proud of this incredible team,” Dontchev continued. “You’ve made Falcon 9 the most reliable launch vehicle in history. You also helped build the largest low-Earth orbit satellite constellation providing connectivity to millions around the world, and you’ve set the foundation for what’s next.”
Dontchev
Der nächste Startkalender und der Übergang zu Starship
Der nächste Start steht laut den Berichten für den 30. August an. An diesem Tag soll eine Falcon Heavy-Rakete von der Startrampe 39A des Kennedy Space Center abheben und das Weltraumteleskop Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA ins All befördern. Mitte September folgt dann ein weiterer Falcon 9-Start, der eine vierköpfige Crew zur Internationalen Raumstation ISS bringen soll. Langfristig planen Verantwortliche laut Arstechnica die Falcon 9 zumindest für kommerzielle Missionen durch das Starship abzulösen, was in der Kundschaft bereits Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit verlässlicher Startkapazitäten nach dem Jahr 2028 auslöst.
Zeitplan für den Starship-Betrieb in Florida
Obwohl SpaceX nach wie vor an dem Ziel festhält, noch vor Ende dieses Jahres Starship- und Super Heavy-Booster von der Startrampe 39A in Florida zu starten, stuft Arstechnica dies angesichts des ausstehenden Arbeitsaufwands als unwahrscheinlich ein. Bislang gibt es kaum Hinweise auf konkrete Transporte von Starships aus der Produktionsstätte im Süden von Texas nach Florida. Ein Debüt des Starships vom Kennedy Space Center gilt daher eher für Mitte des Jahres 2027 als realistisch. Das System ist dafür konzipiert, bis zu 60 Starlink-Satelliten der dritten Version ins All zu befördern. Bereits im kommenden Monat plant SpaceX mit dem nächsten Testflug des Starships (Flug 14) die ersten V3-Satelliten von Starbase in Texas aus zu starten.