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Sport

SK Rapid-Rekordjagd: Mit Sieg gegen WSG Tirol winkt Bestwert im neuen Jahrtausend

Der SK Rapid geht als Tabellenzweiter der österreichischen Bundesliga in die Partie gegen die WSG Tirol und peilt am Freitag einen historischen Bestwert im neuen Jahrtausend an. Mit einem Heimsieg in Hütteldorf würde die Mannschaft von Trainer Johannes Hoff Thorup nach sieben Runden 18 Punkte erreichen – ein in diesem Jahrtausend unerreichter Wert. Das Team von Cheftrainer Johannes Hoff Thorup liegt aktuell auf Tabellenplatz zwei, punktgleich mit Liga-Leader LASK.

Der SK Rapid steht vor einer historischen Bestmarke in der Bundesliga. Vor dem Aufeinandertreffen mit der WSG Tirol am Freitag (19.30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) in Hütteldorf zum Auftakt der 7. Runde der Bundesliga-Saison 2026/27 zeigt sich der Tabellenzweite angriffslustig (Ligaportal berichtet über die Rekordjagd). Nach sechs gespielten Runden und 18 erzielten Treffern stehen für die Grün-Weißen 15 Punkte zu Buche. Ein Heimsieg gegen die Wattener würde nicht nur die Länderspielpause veredeln, sondern auch 18 Zähler nach sieben Partien bedeuten – so viele wie in keiner anderen Saison dieses Jahrtausends.

Offensive Wende unter Johannes Hoff Thorup

Mit Sieg gegen WSG Tirol winkt Bestwert im neuen

Das bittere und millionenschwere Europacup-Aus im Elfmeterschießen gegen Heart of Midlothian verdeckt einen ungewöhnlich starken Saisonstart von Rapid. In der Vorsaison zählte Rapid gemeinsam mit dem SCR Altach im Ligavergleich noch zu den harmlosesten Mannschaften der Liga. Im Sommer-Trainingslager im Gespräch mit dem Kurier hatte Chefcoach Johannes Hoff Thorup jedoch eine deutliche Steigerung in der Offensive gefordert und dabei die Torausbeute seines Teams als größte Baustelle benannt. Die Bilanz im laufenden Spieljahr spricht eine andere Sprache: In bewerbsübergreifend 14 Pflichtspielen erzielte die Mannschaft Stürmer Kara & Co. bereits 45 Tore, was einem Schnitt von mehr als drei Treffern pro Partie entspricht (Kurier beleuchtet die offensive Bilanz). In der Bundesliga stehen nach sechs Runden 18 erzielte Tore und sieben Gegentore zu Buche, macht 15 Punkte.

“Diese Statistik ist eine großartige, wenn wir es schaffen können. Am wichtigsten ist aber, dass wir drei Punkte holen und weitermachen in die Richtung, in die wir gehen wollen.”

Wobei die Gastgeber allerdings gewarnt sind vor den Tirolern, die zuletzt zweimal in Folge auswärts siegten, darunter auch bei Rapid-Erzrivale Austria in Wien-Favoriten (1:0) und dabei ohne Gegentor geblieben sind. Im heimischen Allianz Stadion lief es für die Gastgeber bisher rund: Drei Siege und ein Torverhältnis von 12:1 stehen zu Buche. Dennoch warnt der Trainer vor dem kommenden Gegner aus Tirol, der zuletzt zwei Auswärtssiege en suite feierte. Insbesondere auf die beiden Außenstürmer Husein Balic und Michael Olakigbe gelte es laut Hoff Thorup aufzupassen: „Wir haben unsere Spieler darauf aufmerksam gemacht, und wo wir vielleicht extra Unterstützung brauchen. Die Duell-Bilanz spricht für Rapid, das bisher nur eine Partie im Oberhaus gegen die Wattener verlor, vor sechs Jahren mit 0:3 im Dezember 2020.

Historischer Vergleich mit früheren Rapid-Starts

Ein Blick in die Statistik verdeutlicht die Dimension des möglichen Meilensteins. Zwar holte Rapid vor einem Jahr unter Peter Stöger nach sechs Ligaspielen 16 von 18 möglichen Punkten – Bundesliga-Rekord seit Gründung 1974. Danach kam durch einen umstrittenen Elfmeter beim GAK 1902 ein 1:1 in der Nachzeit, es blieb bei 17 Punkten nach sieben Runden (Torverhältnis 11:4). Anschließend sorgte ein 1:3 im Wiener Derby vor eigenem Publikum für einen historischen Einbruch.

Wie Rapid gegen WSG Tirol einen historischen Saisonstart schaffen

Exakt 17 Zähler nach sieben Runden gab es auch in der Saison 2020/21, damals wurde Rapid unter Trainer Dietmar Kühbauer am Ende Vizemeister – bis heute die letzte Top-3-Platzierung. Ebenso 2003/04 standen nach Runde sieben 17 Zähler zu Buche. Jeweils 16 Zähler hatten die Hütteldorfer aus sieben Spielen in den Saisonen 2015/16, 2008/09 und 1999/2000. In den Meistersaisonen lag Rapid dagegen meist zurückhaltender: 2007 unter Peter Pacult waren es 13 Punkte, ehe im Frühjahr der Meisterexpress startete, 2004 unter Josef Hickersberger 14 (nur ein Zähler mehr), ebenso 1995/96 unter Ernst Dokupil weist die Statistik überschaubare 14 Punkte aus. Knapp davor war der Wechsel auf die Dreipunkte-Regel beschlossen worden. Den bisher besten Saisonstart der Dreipunkte-Ära legte Rapid 1998 unter Heribert Weber hin: Sechs Siege und ein Remis (1:1 beim GAK) ergeben 19 Punkte nach sieben Runden. Erst im beginnenden Herbst gab es Misserfolge wie das Europacup-Aus gegen Bordeaux sowie Niederlagen gegen Lustenau oder den GAK. Der Titel ging 1999 dennoch an den SK Sturm Graz.

Rapid ist in der Bundesliga gut unterwegs
Photo: Kurier
WSG Tirol gegen SK Rapid Wien – Pressekonferenz – 12. 9. 2025

Jubiläum für Niklas Hedl und taktische Vorbereitung

Torhüter Niklas Hedl blickt indes auf einen persönlichen Meilenstein. Der 25-jährige Wiener, der seinen Vater Raimund Hedl längst überholt hat, steht am Freitagabend vor seinem 200. Einsatz für den SK Rapid und die gastgebenden Grün-Weißen. Zuletzt sicherte er in Wolfsberg den 3:0-Sieg der Rapidler ab und schaffte es wie zwei weitere Mitspieler ebenfalls in das Ligaportal-Team der Runde 6. Der 1,90-Meter-Mann spielte in dieser Bundesliga-Saison bereits dreimal zu Null, und bei den drei Siegen in Hütteldorf kassierte der Torhüter überhaupt nur einen Gegentreffer.

Taktisch hat das Trainerteam vor allem die WSG Tirol im Blick. Die Spieler wurden auf die gegnerischen Akteure aufmerksam gemacht und besprochen, wo im Defensivverbund eventuell extra Unterstützung gebraucht wird.

Zoran Barišić (Trainer SK Rapid Wien) – die Pressekonferenz nach dem Sieg gegen die WSG Tirol
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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