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Senate Leadership Fund stoppt Werbeausgaben in North Carolina

Der republikanische Super-PAC Senate Leadership Fund hat seine Werbeausgaben im umkämpften Senatsrennen in North Carolina gestoppt. Die Gruppierung zieht bis zu zehn Millionen US-Dollar ab und leitet die Mittel in den tiefroten Bundesstaat Kansas um, um den dort wackelnden republikanischen Senator Roger Marshall zu stützen.

Die Entscheidung markiert eine bemerkenswerte Kurskorrektur der nationalen Parteiführung im Endspurt vor den Wahlen am 3. November 2026. Bis zum Stopp hatte der Senate Leadership Fund (SLF), der dem Republikaner Michael Whatley im Rennen um den freiwerdenden Sitz des ausscheidenden Senators Thom Tillis helfen sollte, bereits mehr als 30 Millionen US-Dollar in North Carolina investiert. Ursprünglich waren Gesamtausgaben von rund 71 Millionen US-Dollar geplant.

Umfragebruch und der Vorsprung von Roy Cooper

Hintergrund des Strategiewechsels ist eine anhaltende Durststrecke in den Umfragen für Whatley, den früheren Vorsitzenden des Republican National Committee (RNC). Whatley tritt gegen den früheren demokratischen Gouverneur Roy Cooper an. Der RealClearPolitics-Durchschnitt zeigte zuletzt einen Abstand von neun Prozentpunkten.

Eine vom High Point University Poll am 24. September 2026 veröffentlichte Erhebung sah Cooper mit 50 zu 42 Prozent der Stimmen voneinander entfernt.

Senate Leadership Fund stoppt Werbeausgaben in North Carolina
Foto: WRAL

Die Tatsache, dass der größte republikanische Super-PAC des Senats sein Geld heute aus North Carolina abgezogen und nach Kansas gesteckt hat, sagt alles darüber aus, wohin sich die Senatsmehrheit bewegt.

Gegensätzliche Reaktionen und Parteistrategie in Kansas

DJ Griffin, ein Sprecher von Whatley, betonte, dass unentschlossene Wähler die Wahl in North Carolina traditionell spät entscheiden und die Mehrheit dieser späten Wähler sich den Republikanern zuwende. Jeff Allen, der Wahlkampfleiter von Cooper, hielt dagegen, dass North Carolina ein 50-50-Staat sei, in dem seit fast zwanzig Jahren kein Demokrat mehr in den Senat gewählt wurde.

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Die umgeschichteten Millionen fließen stattdessen nach Kansas, wo der republikanische Amtsinhaber Roger Marshall in einem unerwartet engen Rennen gegen den demokratischen Herausforderer Adam Hamilton steht. Präsident Donald Trump hatte Kansas im Jahr 2024 noch mit fast 16 Prozentpunkten gewonnen. Der Senate Leadership Fund schaltet nun in Kansas Spots, die Hamilton als zweigesichtigen Extremisten angreifen.

Mehrheiten im Senat und weitere Finanzströme

Republicans halten derzeit 53 der 100 Sitze im US-Senat. Die Partei kann bis zu drei Sitze verlieren und trotzdem die Kontrolle über die Kammer behalten. Das veranlasst die Parteistrategen dazu, knappe Kassen gezielt in Wackelstaaten zu lenken, in denen das Risiko eines Verlusts als akuter eingestuft wird.

Neben dem Abzug in North Carolina und den Neuinvestitionen in Kansas hat SLF auch die Ausgaben in den umkämpften Bundesstaaten Ohio und Iowa aufgestockt. Andere konservative Gruppen wie Old North Action hatten in den Vorwochen ebenfalls Millionenbeträge aus ihren Reservierungen in North Carolina herausgenommen, während ein pro-trumpischer Super-PAC und der republikanische Senatskampagnenarm NRSC ebenfalls keine Schaltungen für den letzten Monat im Bundesstaat aufrechterhalten.

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Foto: washingtonsun.com

In North Carolina treten neben Whatley und Cooper auch der Grünen-Kandidat Michael Dublin und der Libertäre Shannon Bray an, während die Parteien zudem die politischen Dynamiken in anderen Regionen wie der umgezeichneten 1. Kongresswahlbezirk im Auge behalten, den Trump 2024 mit 11,5 Punkten Vorsprung gewonnen hatte. Der frühere republikanische Gouverneur Bill Graves hatte sich zuvor ebenfalls hinter den Demokraten Hamilton in Kansas gestellt, während dort auch der frühere republikanische Gouverneur Mike Hayden seine Unterstützung für den demokratischen Kandidaten erklärte.

Unterdessen ist unklar, wie sich die allgemeine Wirtschaftslage auf das Wahlverhalten auswirkt, nachdem Beobachter darauf hinwiesen, dass steigende Lebenshaltungskosten und der Iran-Konflikt die Umfragewerte der Partei in mehreren Regionen belasten. Der Verlust von Millionenbeihilfen in North Carolina verdeutlicht das Ringen der Republikaner, ihre knappe Mehrheit im Kongress zu verteidigen, während der Super-PAC seine Ressourcen auf die Bundesstaaten konzentriert, in denen der Erfolg am effizientesten gesichert werden kann.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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