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Unterhaltung

James Gunn und Peter Safran bleiben vorerst bei DC Studios im Amt

DC-Studios-Chefs James Gunn und Peter Safran sollen nach der bevorstehenden 110-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount und Skydance vorerst im Amt bleiben. Dies berichten verschiedene Branchenmedien nach einem erfolgreichen Treffen der beiden Kreativköpfe mit dem neuen Co-CEO David Ellison.

Die Zukunft des DC-Universums unter neuer Firmenflagge schien über Monate hinweg ungewiss. Seit November 2022 leiten James Gunn und Peter Safran das neu strukturierte Studio als Co-CEOs, um eine zusammenhängende Welt für Film, Fernsehen und Comics aufzubauen. Doch während die Megafusion zwischen Warner Bros. Discovery und Skydance auf ihren Abschluss am Dienstag, dem 6. Oktober, zusteuert, gibt es nun Klarheit für die Führungsspitze der Comic-Sparte. Wie Comic Basics unter Berufung auf den Brancheninformationsdienst Puck meldet, sind die beiden Studioleiter ausdrücklich eingeladen worden, ihre Arbeit fortzusetzen. Die Vereinbarung sieht vor, dass die bekannten Leiter des DC-Labels die Verantwortung vorerst behalten, nachdem WBD-Geschäftsführer David Zaslav das Studio einst nach dem Vorbild von Disney mit eigenständigen Produktionsbereichen wie Marvel Studios, Lucasfilm und Pixar ins Leben gerufen hatte. Peter Safran hatte zuvor bereits eine erfolgreiche Serie von Hits bei Warner Bros. und New Line verantwortet, darunter die milliardenschwere Reihe The Conjuring sowie Franchise-Einträge wie Shazam und Aquaman. Zudem produzierte Safran Gunns Film The Suicide Squad aus dem Jahr 2021 sowie die dazugehörige HBO-Max-Spinoff-Serie Peacemaker mit John Cena in der Hauptrolle, welche mittlerweile zwei Staffeln hervorgebracht hat.

Das Treffen mit David Ellison und der Umbau an der Warner-Spitze

Der Fortbestand des DC-Duos folgt auf ein persönliches Treffen mit dem neuen Skydance-Co-CEO David Ellison, das laut Berichten von Deadline sehr positiv verlaufen ist. Während Gunn und Safran an Bord bleiben, sieht der personelle Umbau in der Führungsebene anderswo drastische Schnitte vor. Die bisherigen Co-Vorsitzenden der Warner Bros. Motion Picture Group, Michael De Luca und Pamela Abdy, stehen vor dem Aus. David Ellison strebt eine umfassende Neustrukturierung an und plant für die zusammengelegten Studios ein ambitioniertes Programm von mindestens 30 Filmen pro Jahr. Zwar brachte das Jahr 2024 dem bisherigen Filmführungsteam einige Herausforderungen, doch lieferten Michael De Luca und Pamela Abdy im darauffolgenden Jahr auch mehrere kommerzielle Erfolge ab und brachten dem Studio zudem große Anerkennung bei Preisverleihungen ein, wozu unter anderem Ryan Coogler’s Film Sinners zählte. Dennoch erfuhren die beiden langjährigen Führungskräfte von ihrer anstehenden Ablösung am späten Vorabend über das Internet, ohne dass es zuvor zu einem direkten Gespräch mit David Ellison bezüglich ihrer künftigen Verwendung gekommen war, obwohl sie erst vor Kurzem ihre Verträge unter David Zaslav bis zum Jahr 2030 verlängert hatten.

James Gunn und Peter Safran leiten vorerst weiterhin DC…

James Gunn erklärte auf Threads laut Comicbookmovie: „Was einst der Höhepunkt war, ist jetzt erst der Anfang.

Die Reaktionen auf die Übernahme und den Verbleib der Studioleiter fallen in der Öffentlichkeit gemischt aus. Während treue Anhänger der bisherigen DC-Vision erleichtert reagieren, gibt es in den sozialen Medien auch spürbare Skepsis. Nach Gunn’s Veröffentlichung des neuen Skydance-Hype-Videos auf Threads kommentierten einige Fans kritisch, ob der Regisseur zu diesem Schritt gedrängt worden sei oder ob der Kurs des Studios nun zu stark kommerzialisiert werde.

James Gunn und Peter Safran bleiben vorerst bei DC Studios im Amt
Foto: ComicBook.com

Kinoerfolge, Kassenflops und das Schicksal von Supergirl

Die Bilanz von Gunn und Safran liest sich wie eine Achterbahnfahrt. Auf der Habenseite steht der weltweite Erfolg von Superman, der im vergangenen Jahr rund 618 Millionen US-Dollar einspielte und damit das zweiterfolgreichste Warner-Bros.-Projekt des Jahres war. Auch die HBO-Max-Serie Lanterns erwies sich als enormer Quotenerfolg. Die von Tom King, Damon Lindelof und Chris Mundy entwickelte Serie verzeichnete weltweit zahlreiche Zuschauer, wobei der Pilotfilm seit dem Start Mitte August mehr als 20 Millionen Zuschauer anlocken konnte und sich zu einem der absoluten Top-Titel der Streaming-Plattform entwickelte.

Projekttitel Art Finanzieller oder publikumsorientierter Status
Superman Kino-Sprengkopf Rund 618 Millionen US-Dollar weltweiter Einspielwert
Supergirl Kino-Veröffentlichung Weltweiter Bruttoumsatz von 126,4 Millionen US-Dollar
Lanterns HBO-Max-Serie Mehr als 20 Millionen weltweite Zuschauer nach dem Start

Der Zeitplan bis zum Sommer 2027

Obwohl die Verlängerung der Zusammenarbeit zunächst als Vertrauensbeweis gilt, bleibt die zeitliche Perspektive eng bemessen. James Gunn arbeitet derzeit an den Dreharbeiten zur Superman-Fortsetzung Man of Tomorrow, deren offizieller Kinostart für den 9. Juli 2027 angesetzt ist. Bis dahin stehen im Kalender der DC Studios noch weitere Meilensteine an. Am 23. Oktober startet der Film Clayface. Zudem befindet sich Matt Reeves‘ eigenständiger Film The Batman Part II für den 18. Februar 2028 in Produktion.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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