Der FC Red Bull Salzburg hat am Freitag, den 2. Oktober 2026, das Testspiel im Rahmen der Eröffnung der Deisl Kies Arena in Pischelsdorf am Engelbach gegen den FC Blau-Weiß Linz überraschend mit 2:1 verloren. Der Zweitligist drehte die Partie im Innviertel vor 1.250 Zuschauerinnen und Zuschauern nach einem frühen Rückstand.
Eröffnungsspiel in Pischelsdorf endet mit Überraschung
Die feierliche Einweihung der neuen Sportanlage des 1. Klasse Süd-West-Vereins FC Pischelsdorf brachte am Freitagabend ein echtes Testspiel-Highlight ins Innviertel. Vor einer Kulisse von bereits 1.250 verkauften Tickets traf der Bundesliga-Zweite FC Red Bull Salzburg auf den Tabellenführer der 2. Liga, den FC Blau-Weiß Linz. Beide Klubs nutzten die länderspielbedingte Ligaphase für diesen sportlichen Härtetest, der im Bezirk Braunau über die Bühne ging. Entgegen den Erwartungen der Papierform behielt schließlich der Underdog die Oberhand und entschied die Partie mit 2:1 für sich.
Für die Salzburger lief die Begegnung in der Anfangsphase noch nach Plan. Edmund Baidoo brachte die Roten Bullen bereits in der achten Minute per Kopf in Führung. Während die Mozartstädter allerdings auf zahlreiche Akteure verzichten mussten, die mit diversen Nationalteams unterwegs waren, stand den Gästen aus Linz das komplette Stammpersonal zur Verfügung.

Die Vorzeichen vor der Begegnung waren durch die jüngsten Ergebnisse in der Liga geprägt. Der aktuell Bundesliga-Zweite und Europa League-Starter FC Red Bull Salzburg und der Zweitligatabellenführer waren jeweils mit 3:0-Heimsiegen in die dreiwöchige Länderspielpause gegangen. Die Roten Bullen bezwangen den SK Sturm Graz im Topspiel der siebenten Runde in Wals-Siezenheim, während sich die Stahlstädter im Hofmann Personal Stadion gegen die Admira mit dem gleichen Ergebnis durchsetzten.
Linzer Turnaround nach der Pause
Blau-Weiß Linz nutzte diese personelle Homogenität im Laufe des Spiels konsequent aus. Noch vor dem Seitenwechsel gelang Maranda in der 37. Minute der Ausgleichstreffer zum 1:1. Direkt nach Wiederanpfiff schlug der Zweitligist erneut zu: Weinhauer traf in der 46. Minute zur erstmaligen Führung für die Oberösterreicher.
In der Folge drängte der Bundesligist vehement auf den Ausgleich, biss sich an der defensiven Organisation der Linzer jedoch phasenweise die Zähne aus. Trainer Michael Köllner sprach nach Abpfiff von einer intensiven Phase, in der sein Team viel Druck aushalten musste.
„Nach dem schnellen 2:1 in der zweiten Halbzeit war klar, dass Salzburg vehement auf den Ausgleich drängen wird. Da war es teilweise eine Abwehrschlacht, in der wir defensiv sehr viel aushalten und arbeiten mussten.“
Michael Köllner, Blau-Weiß-Cheftrainer
Trotz der Schlussoffensive der Roten Bullen hielt die Defensive der Stahlstädter stand, auch weil Torhüter Giuliani bei den wenigen verbliebenen Gelegenheiten der Salzburger auf dem Posten war. Trainer Danny Röhl zog trotz der Testpleite ein arbeitsbezogenes Fazit.
„Wir haben jetzt eine gute Trainingswoche mit einem durchaus guten Testspiel abgeschlossen, auch wenn das Ergebnis am Ende nicht gepasst hat. Das stört ein wenig. Aber wir konnten vieles von dem, was wir uns vorgenommen hatten, umsetzen.“
Danny Röhl, Salzburg-Coach
Rückkehr in den Ligaalltag nach der Länderspielpause
Beide Mannschaften schlossen mit diesem Auftritt ihre Vorbereitungsphase während der UEFA-Nations-League-Pause ab. Für die Salzburger geht es im nächsten Pflichtspiel am kommenden Samstag mit einem Auswärtsspiel beim GAK 1902 weiter. Der FC Blau-Weiß Linz reist bereits am Freitag in der 2. Liga zum Auswärtsspiel gegen den SKU Amstetten.
Weiterlesen