Die Schweizer Nationalmannschaft besiegte Algerien am 3. Juli 2026 mit 2:0 in Vancouver und zog damit ins Achtelfinale der FIFA Weltmeisterschaft ein. Tore von Breel Embolo und Dan Ndoye beendeten eine 88-jährige Durststrecke ohne K.-o.-Sieg bei einer WM. Die Schweiz trifft am Dienstag auf den Sieger aus Kolumbien gegen Ghana.
Embolo und Ndoye beenden 88-jährigen WM-Fluch
Die Schweiz hat eine historische Hürde genommen. Mit dem souveränen 2:0-Sieg gegen Algerien gelang den Eidgenossen laut n-tv.de erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ein Sieg in einem K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft.Die Entscheidung fiel schnell. Bereits in der 10. Minute brachte Breel Embolo sein Team in Führung. Den Vorlagen lieferte Jungstar Johan Manzambi, der sich nach einem schnellen Gegenstoß auf der linken Seite durchsetzte und den Ball zur Mitte spielte. Laut sport.orf.at war die algerische Defensive dabei erneut anfällig.Nach dem Seitenwechsel folgte die Bestätigung. Nur 50 Sekunden nach Wiederanpfiff schloss Dan Ndoye präzise ins lange Eck ab. Ein fataler Fehlpass der algerischen Abwehr beim Herausspielen ebnete den Weg für das 2:0 in der 46. Minute.Die statistische Dominanz der Schweiz zeigte sich auch in der Breite: Kapitän Granit Xhaka bestritt gegen Algerien sein 150. Länderspiel.
Das Trainerduell: Murat Yakin gegen Vladimir Petkovic
Im Zentrum des Sechzehntelfinales stand die Konstellation auf den Trainerbänken. Murat Yakin traf auf seinen Vorgänger Vladimir Petkovic, der die Schweizer Nationalmannschaft von 2014 bis 2021 geprägt hatte. Petkovic führte die Nati in dieser Zeit zu drei großen Turnieren, wobei die Schweiz 2016 und 2018 das Achtelfinale sowie 2021 das Viertelfinale der Europameisterschaft erreichte.„speziell“
Vladimir Petkovic, Trainer von Algerien, via n-tv.dePetkovic beschrieb das Wiedersehen als speziell und betonte, dass die sieben Jahre bei der Schweiz mit viel Freude und Vergnügen verbunden gewesen seien. In seiner aktuellen Rolle als Trainer der „Wüstenfüchse“ musste er jedoch eine defensive Taktik wählen, die über weite Strecken zu harmlos blieb.Die Schweiz hingegen agierte effizient. Während Algerien anfangs ein optisches Übergewicht hatte, blieb die Gefahr für den Schweizer Torhüter Gregor Kobel gering. Eine der wenigen Chancen nutzte Ibrahim Masa in der 45. Minute nach einer Flanke von Riyad Mahrez, scheiterte jedoch rechts am Tor.
Algeriens Defensivfehler und die Effizienz der Nati
Schweiz vs Algerien LIVE 🇨🇭🇩🇿 | FIFA WM 2026 | Live-KommentarAlgerien kam als letztes Team der Gruppe J durch ein dramatisches 3:3 gegen Österreich in die K.-o.-Phase. In Vancouver vor 52.497 Zuschauern im ausverkauften Stadion, wie kurier.at berichtet, konnte das Team von Petkovic diese Dynamik nicht aufrechterhalten.Die Schwächen der algerischen Defensive waren der entscheidende Faktor. Beide Schweizer Tore resultierten aus Fehlern im Spielaufbau oder defensiven Lücken. Algerien versuchte zu reagieren, indem Petkovic Stürmer Amine Gouiri brachte und den blass gebliebenen Mahrez auswechselte, doch die Schweiz kontrollierte das Spielgeschehen.Die Eidgenossen hätten das Ergebnis noch erhöhen können. In der 81. Minute vergab Fabian Rieder eine Riesenchance aus drei Metern und schoss den Ball am leeren Tor vorbei, nachdem Luca Zidane bereits aus dem Spiel war.„Algerien ist eine starke Mannschaft, der Anfang war schwierig. Dann eine super Aktion von Johan. Das Tor gehört wahrscheinlich zu 95 Prozent ihm.“
Breel Embolo, Torschütze Schweiz, via sport.orf.at
Der Weg ins Achtelfinale und die historische Hürde
Mit dem Einzug ins Achtelfinale rückt die Schweiz einem neuen Rekord näher. Ein Erreichen des Viertelfinals gelang dem Land zuletzt 1934 und 1938. Damals war der Weg jedoch kürzer, da die Turniere direkt mit dem Achtelfinale begannen und keine Vorrunde sowie kein Sechzehntelfinale existierten.Die aktuelle Form der Schweiz, die ihre Gruppe B mit dem Co-Gastgeber Kanada gewann, macht sie zu einem gefährlichen Gegner im weiteren Turnierverlauf.Die nächsten Schritte für die Nati:
Nächster Termin: Dienstag, 22.00 Uhr MESZ.
Ort: Vancouver.
Gegner: Sieger der Partie Kolumbien gegen Ghana (Spiel in Kansas City).
Sollte die Schweiz auch dieses Duell gewinnen, wäre sie zum ersten Mal seit dem Heim-Turnier 1954 wieder im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft vertreten. Die Kombination aus defensiver Stabilität durch Kobel und der offensiven Dynamik von Spielern wie Manzambi und Ndoye gibt dem Team von Murat Yakin ein starkes Fundament für die kommenden Tage.
Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.
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