Russlands größter Flughafen Scheremetjewo ist am 23. Oktober 2026 nach einem Drohnenalarm stundenlang evakuiert und gesperrt worden. Passagiere wurden in Schutzräume und Bunker gebracht sowie aus Flugzeugen geholt, während die Luftfahrtbehörde Einschränkungen an allen vier Hauptstadtflughäfen meldete.
Der Flugbetrieb an Moskaus wichtigstem Drehkreuz kam am Donnerstag zum Erliegen. Wegen akuter Sicherheitsrisiken durch Drohnenangriffe mussten Reisende und Mitarbeitende den Sicherheitsbereich aller Terminals verlassen, wobei Mitarbeiter Menschen dabei unterstützten, sich an sichere Schutzorte zu begeben, wie Ariva.de berichtet. Nach Angaben des Flughafens wurden Passagiere für die Evakuierung teilweise direkt aus den Maschinen geholt. Inzwischen ist der Alarm am Nachmittag aufgehoben worden, und die Menschen konnten die Schutzräume wieder verlassen, wie Spiegel berichtet.
Einschränkungen an Moskauer Flughäfen nach Drohnenalarm
Die Auswirkungen des Alarms beschränkten sich nicht nur auf das größte Drehkreuz des Landes. Die Luftfahrtbehörde Rosawiazija teilte am Nachmittag mit, dass der Betrieb an allen vier Hauptstadtflughäfen vorübergehend eingeschränkt wurde. Betroffen sind laut Oe24 neben Scheremetjewo auch die Airports Domodedowo, Wnukowo und Schukowski, wie die russische Luftfahrtbehörde laut „Meduzamitteilte. In Domodedowo wurden Flugpläne angeglichen, während Reisende in Wnukowo vor längeren Wartezeiten gewarnt wurden.
🇷🇺 **Drohnenalarm in Moskau: Flugchaos an allen großen Flughäfen**Wegen einer Drohnenbedrohung wurde der Flugverkehr an den vier großen Moskauer Flughäfen Wnukowo, Scheremetjewo, Domodedowo und Schukowski am Freitag, dem 9. Oktober 2026, vorübergehend eingeschränkt.Nach… pic.twitter.com/Bk7NJszTyY
Flugzeuge auf dem Weg nach Moskau kehrten um oder landeten an anderen Flughäfen in Russland. Passagiere saßen zeitweise fest. Solche Unterbrechungen sind im Zuge des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden brutalen Angriffskrieges Russlands keine Seltenheit, haben sich in den vergangenen Wochen jedoch stark gehäuft, wie Tagesspiegel anmerkt.
Hintergrund der Angriffe auf den russischen Luftraum
Hinter den wiederholten Sperrungen stehen die ukrainischen Abwehrmaßnahmen und regelmäßigen Angriffe als Teil des Abwehrkampfes auf Ziele im russischen Hinterland. Bereits Anfang September hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass der russische Luftraum „faktisch“ geschlossen werde. „Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss“, sagte er damals, worauf T Online verweist.””

Der 68-jährige Bürgermeister von Moskau, Sergei Sobjanin, erklärte zu dem Mega-Drohnenalarm, dass mindestens elf Drohnen beim Angriff auf die Hauptstadt abgeschossen wurden. Wegen ukrainischer Drohnenangriffe kommt es an russischen Flughäfen immer wieder zu Einschränkungen, weshalb Passagiere wegen Drohnenalarms in Sicherheit gebracht wurden.
Diplomatische Entwicklungen und humanitäre Lage
Neben den militärischen Auseinandersetzungen im Luftraum und auf dem Boden gibt es diplomatische und humanitäre Initiativen. Nach Angaben aus den USA hat First Lady Melania Trump eine lokale Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew in der seit Monaten abgeriegelten Frontstadt Oleschky im russischen Besatzungsgebiet im Süden der Ukraine vermittelt. Beide Konfliktparteien vereinbarten dem Weißen Haus zufolge, alle Kampfhandlungen ab dem 29. Oktober vorübergehend einzustellen. Durch diese Maßnahme sollen humanitäre Hilfe sowie die Evakuierung der Zivilbevölkerung über einen sicheren Korridor ermöglicht werden. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump betonte in einer Mitteilung, dass die Menschen in Oleschky lediglich über einen eingeschränkten Stromzugang verfügen, inmitten verminter Straßen leben und regelmäßige Militärangriffe ertragen müssen. Da jahrelanger gegenseitiger Beschuss zu Minenfeldern rund um die Stadt geführt hat, ist ein Verlassen in alle Richtungen für die Bewohner lebensgefährlich.

Der Konflikt ist zudem von schweren Verlusten und Vorfällen im Schwarzen Meer geprägt, wo jüngst ein Seemann getötet wurde. Während die russische Armee nach Berichten im Rahmen des anhaltenden Krieges weiterhin massive Verluste erleidet, zeigt die Gesamtlage im ganzen Land eine extreme Zuspitzung. Die Drohnenattacken und die damit verbundenen Maßnahmen an den Airports spiegeln die fortwährenden Kampfhandlungen wider, die den zivilen Flugverkehr und das Leben in der russischen Hauptstadt wiederholt lahmlegen.
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