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Unterhaltung

Saxofonist Dick Parry (†83) verstorben: Er prägte den Sound von Pink Floyd

Der Saxofonist Dick Parry ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Wie Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour am 22. Mai 2026 mitteilte, prägte der Musiker mit seinem unverwechselbaren Klang Klassiker wie „Money“ und „Shine On You Crazy Diamond“. Parry war über Jahrzehnte ein stiller, aber essenzieller Teil des legendären Sounds der britischen Rockband.

Eine lebenslange Verbindung: Von Cambridge bis zum Weltruhm

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cluster (priority): STERN.de

Die musikalische Beziehung zwischen Dick Parry und David Gilmour war weit mehr als eine professionelle Zusammenarbeit; sie war eine lebenslange Freundschaft, die bereits in der Jugend begann. Laut einem Bericht von STERN.de verband die beiden eine gemeinsame Bühnenzeit, die bis ins Jahr 1963 zurückreicht, als sie gemeinsam für die ABC Minors im Victoria Cinema in Cambridge auftraten.

Diese frühe Bindung legte den Grundstein für eine Kooperation, die später die Musikgeschichte beeinflussen sollte. Gilmour würdigte diese tiefe Verbundenheit in einer öffentlichen Nachricht auf der Plattform X, in der er die gemeinsame Zeit seit seiner Jugend betonte.

„Mein lieber Freund Dick Parry ist heute Morgen verstorben. Seit ich siebzehn war, habe ich in Bands mit Dick am Saxofon gespielt, darunter auch bei Pink Floyd“
David Gilmour, Gitarrist von Pink Floyd

Parry stieß Anfang der 1970er Jahre zu Pink Floyd, genau in dem Moment, als die Band den Sprung zum globalen Phänomen schaffte. Er wurde zu dem Musiker, der den oft kühlen, experimentellen Sound der Band durch eine menschliche, warme und emotionale Komponente ergänzte.

Das Markenzeichen einer Ära: Der Sound der 70er Jahre

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cluster (priority): WEB.DE

Obwohl er kein offizielles Kernmitglied der Band war, ist Parrys Saxofon untrennbar mit den kommerziell und künstlerisch erfolgreichsten Werken von Pink Floyd verbunden. Er wirkte an zwei der meistverkauften Alben der Rockgeschichte mit: „The Dark Side of the Moon“ (1973) und „Wish You Were Here“ (1975).

Besonders sein Solo in dem Klassiker „Money“ gilt als einer der prägendsten Momente der Rockmusik. Die Fähigkeit, sowohl melancholische Tiefe als auch rhythmische Präzision zu liefern, machte ihn für die Band unersetzlich. Wie Bild hervorhebt, verbinden Millionen von Fans seine Melodien mit den größten Momenten der Bandgeschichte.

„Sein Gespür und sein Ton machen sein Saxofonspiel unverwechselbar, ein Markenzeichen von enormer Schönheit, das Millionen bekannt ist und einen so großen Teil von Songs wie ‚Shine On You Crazy Diamond‘, ‚Wish You Were Here‘, ‚Us and Them‘ und ‚Money‘ ausmacht.“
David Gilmour, Gitarrist von Pink Floyd

Zwischen 1973 und 1977 war Parry nicht nur im Studio präsent, sondern auch ein fester Bestandteil der Live-Konzerte, wodurch der atmosphärische Sound der Alben eins zu eins auf die Bühne transportiert wurde.

Vom völligen Rückzug zur überraschenden Rückkehr 1994

Pink Floyds legendärer Saxophonist Dick Parry ist mit 83 Jahren gestorben

Die Karriere von Dick Parry verlief nicht linear. Nach der „Animals“-Tour im Jahr 1977 verschwand der Musiker fast vollständig aus der Öffentlichkeit. Er zog sich in ein Dorf in der Nähe von Cambridge zurück und gab das Saxofon zeitweise komplett auf.

Diese Phase der Stille endete erst fast zwei Jahrzehnte später durch eine bemerkenswerte Geste. Wie Merkur berichtet, erhielt David Gilmour 1994 eine Weihnachtskarte von seinem alten Freund. Zu diesem Zeitpunkt war Parry arbeitslos und hatte die Musik hinter sich gelassen.

Gilmour lud ihn daraufhin zu einem Vorspielen auf seinem Boot ein. Die Überzeugung, dass Parrys einzigartiger Sound nach wie vor existierte, führte zu einer erneuten Zusammenarbeit. Parry kehrte für das Album „The Division Bell“ (1994) zurück, wo er beim Song „Wearing the Inside Out“ mitwirkte, und begleitete die Band anschließend auf der dazugehörigen Welttournee.

Ein Vermächtnis jenseits von Pink Floyd

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cluster (priority): news.google.com

Während die Welt ihn primär als den „Pink-Floyd-Saxofonisten“ wahrnimmt, war Parrys musikalisches Spektrum weitaus breiter. Er arbeitete im Studio mit weiteren Größen der Rock- und Bluesgeschichte zusammen. Laut T-Online zählten dazu Musiker wie John Entwistle von The Who, Rory Gallagher sowie Lightnin‘ Slim.

Sein letzter großer öffentlicher Auftritt mit Pink Floyd fand im Jahr 2005 statt. Beim historischen Live-8-Konzert im Londoner Hyde Park stand er erneut auf der Bühne, als die Band ihre internen Differenzen für einen Abend beiseitelegte, um gemeinsam aufzutreten.

Dick Parrys Tod hinterlässt eine Lücke in der Geschichte des progressiven Rock. Er war der Beweis dafür, dass man nicht im Rampenlicht stehen muss, um einen Sound zu kreieren, der Generationen überdauert. Sein Beitrag war die emotionale Textur, die aus komplexen Kompositionen zeitlose Hymnen machte.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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