Die Schauspielerin Roseanne Barr hat ihren früheren Serienkollegen Michael Fishman in einem Podcast-Interview als gehirngewaschenen Bigotten bezeichnet. Der Ausbruch folgt auf Fishmans Äußerungen, die Wiederbelebung der Erfolgsserie im Jahr 2018 sei nach rassistischen Äußerungen der Hauptdarstellerin absolut zurecht abgesetzt worden.
Harte Worte nach jahrelangem Schweigen über das Serien-Aus
Der Streit zwischen den ehemaligen TV-Familienmitgliedern eskaliert erneut. In einer Ausgabe des Podcasts Can’t Be Censored
mit den Moderatoren Travis Dhanraj und Karman Wong holte die 73-jährige Komödiantin schwer gegen Michael Fishman aus, der in der Originalserie Roseanne
(die von 1988 bis 1997 lief) und dem späteren Spin-off The Conners
(welches sieben Staffeln von 2018 bis 2025 umfasste) ihren Seriensohn D.J. Conner gespielt hatte. Barr, die während des Interviews Zigaretten rauchte, nannte den 44-jährigen Schauspieler zudem einen kleinen Scheißwurm (little f***ing worm
) und kleinen Putz, bevor Dhanraj seine Frage überhaupt zu Ende stellen konnte. Barr ist überzeugt, dass sie die einzige Grund war, warum Fishman jemals in der Show zu sehen war, und behauptete, das Produktionsteam habe ihn beim Reboot eigentlich loswerden wollen, während sie ihn zurückgeholt habe. Barr war im Mai 2018 vom Sender ABC entlassen worden, nachdem sie in einem mittlerweile gelöschten Beitrag auf der Plattform Twitter die frühere Obama-Beraterin Valerie Jarrett mit Figuren aus dem Film Planet der Apen verglichen hatte.

Fishman äußerte sich im August in einem Video zu dem Vorfall und erklärte, die umstrittene Comedy-Neuauflage sei damals zurecht abgesetzt worden. Der Schauspieler betonte, dass die Entwürdigung von Menschen reale Konsequenzen nach sich ziehe und es in diesem Fall keinen Raum für Humor gebe. Diese Aussagen brachten Barr nun zu einem heftigen Wutausbruch.
Roseanne Barr sagte laut Fox News, dass er ein Ignorant und ein Bigott sei und keine Ahnung habe, was sie gesagt habe, da dies im Widerspruch zum Programm der Demokratischen Partei stehe, das man ihm reingedrückt und rektal eingeführt habe. Zudem erklärte Roseanne Barr laut Fox News, er besitze überhaupt keinen geopolitischen Kontext, um das zu besprechen, was sie gesagt habe.
Barr warf ihrem früheren Kollegen vor, sich niemals die Zeit genommen zu haben, ihre eigentlichen Erklärungen anzuhören. Sie beschuldigte Fishman, den Parteiglauben der Demokraten blind zu übernehmen, und betonte, er besitze keinerlei geopolitischen Kontext, um die damaligen Äußerungen zu bewerten. Don’t put my name in your fking mouth; shut the fk up. So just f**k you.
Streit um die Deutunghoheit und das Ende der Serien-Ära
Während der Podcast-Aufzeichnung verteidigte Barr ihre umstrittene Wortwahl aus dem Jahr 2018 erneut. Sie behauptete, ihr Tweet habe sich auf den im Jahr 2015 unter der zweiten Administration von Barack Obama geschlossenen Atomdeal mit dem Iran bezogen, bevor Donald Trump diesen nach seinem Amtsantritt aufkündigte.

Trotz mehrmaliger öffentlicher Entschuldigungen von Barr zog der Sender ABC sofort Konsequenzen. Die Neuauflage von Roseanne
, die nach ihrer Premiere im März 2018 zu den quotenstärksten Sendungen im US-Fernsehen gehörte, wurde nach nur zwei Monaten gestoppt. Kurz darauf kündigte der Sender das Spin-off The Conners
an, welches die Handlung ohne Barrs Beteiligung fortsetzte und den Tod ihrer Serienfigur durch eine Opioid-Überdosierung einbaute.
Getrennte Wege und Absage an ein Comeback als Geist
Die Kluft zwischen den Schauspielern der alten Besetzung und der Hauptdarstellerin ist seither unüberbrückbar. In einem früheren Interview erklärte Barr bereits im Juni 2025, keinen Kontakt mehr zu ihren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu pflegen. Sie betonte zwar, schöne Erinnerungen an die gemeinsame Arbeit zu haben, blicke jedoch nach vorne.
Zudem offenbarte die Komödiantin in ihrer Dokumentation Roseanne Barr is America
, dass man ihr nach der Entlassung eine Gastrolle in der Nachfolgeserie angeboten habe. Sie lehnte das Angebot jedoch strikt ab: Die Verantwortlichen hätten den Wunsch geäußert, sie als Geist auftreten zu lassen, nachdem die Einschaltquoten nachgelassen hatten, so Barr im Rückblick.