Am Flughafen Incheon in Seoul nutzen Reisende, insbesondere chinesische Touristen, Stillräume als inoffizielle Essensbereiche für Instantnudeln. Diese Praxis, die über soziale Medien wie Xiaohongshu verbreitet wurde, beeinträchtigt Eltern und Schwangere massiv und führte dazu, dass das Flughafenpersonal nun verstärkt gegen die Zweckentfremdung der geschützten Rückzugsorte vorgeht.
Die Rolle von Xiaohongshu und die Suche nach heißem Wasser
Was als praktischer Reise-Tipp begann, entwickelte sich schnell zu einem organisatorischen Problem für die Flughafenbetreiber. Auf der chinesischen Social-Media-Plattform Xiaohongshu teilen Nutzer detaillierte Anleitungen, wie man die Still- und Familienräume des Flughafens Incheon alsEssensortzweckentfremdet. Der Anreiz ist simpel: Während viele Geschäfte im Terminal Instant-Ramyeon verkaufen, bieten sie oft kein kostenloses heißes Wasser an. Laut Berichten von Asiae beschreiben Nutzer ihre Odyssee durch das Terminal, um an die notwendige Temperatur für ihre Nudeln zu gelangen. Ein Poster schrieb:
Mir ist aufgefallen, dass die meisten Wasserspender am Flughafen nur kaltes Wasser liefertenund fügte hinzu:
Ich habe das gesamte Terminal nach heißem Wasser durchsucht und es schließlich im Stillraum gefunden. Die Tipps gehen mittlerweile über einfache Hinweise hinaus. Es gibt systematische Anleitungen dazu,
wie man Cup-Nudeln am Flughafen Incheon Terminal 1 isst, inklusive präziser Wegbeschreibungen zu den betroffenen Räumen. Ein Reisender berichtete, dass er auf dem Rückweg aus den USA unbedingt Ramen wollte und sich deshalb in den Stillräumen bediente.
Konflikte in den Familienräumen und geltende Regeln
Die Zweckentfremdung führt zu einer direkten Kollision mit den Bedürfnissen der eigentlichen Zielgruppe. Stillräume sind als geschützte Rückzugsorte konzipiert, um Eltern und Babys einen Moment der Ruhe fernab des Reisechaos zu ermöglichen. Wie Der Standard berichtet, wird diese Funktion durch den Zustrom hungriger Transitpassagiere massiv gestört. Die offiziellen Richtlinien am Flughafen sind eindeutig: Die Räume sind ausschließlich für schwangere Frauen, Kinder unter drei Jahren und eine begleitende Person reserviert. Schlafen und das Verzehren von Speisen sind ausdrücklich untersagt. Die Realität vor Ort sieht jedoch anders aus.„Während ich mein Baby 20 Minuten lang gefüttert habe, kamen vier oder fünf Personen herein, nur um heißes Wasser für Cup-Nudeln zu holen.“

Der Einfluss der Sicherheitsentscheidung von Korean Air
Konsequenzen und verstärkte Kontrollen am Terminal

Ich dachte, sie würden nur das Essen von Speisen im Stillraum verbieten, aber ich hatte nicht erwartet, dass sogar das Holen von heißem Wasser verboten wäre. Die Situation am Incheon Airport steht im Kontrast zu anderen Verkehrsknotenpunkten in Südkorea. So wird berichtet, dass Stillräume am Bahnhof in Busan beispielsweise nur dann geöffnet werden, wenn die Person tatsächlich ein Baby bei sich führt. Es bleibt abzuwarten, ob Incheon ähnliche technische Zugangsbeschränkungen einführt, um die Privatsphäre von Familien dauerhaft zu schützen.