Während seines Besuchs in Großbritannien traf er zudem König Charles III. und dessen Frau Königin Camilla – das erste Mal seit vier Jahren. Der Besuch diente unter anderem dazu, den Countdown für die Invictus Games 2027 in Birmingham zu begleiten.
Die neue Selbstbezeichnung als Prinz von England

Die Wortwahl des 41-Jährigen sorgt für Aufmerksamkeit, da er seine offiziellen royalen Aufgaben bereits im Jahr 2020 niedergelegt hat. In der lockeren Runde mit dem ehemaligen Rugby-Nationalspieler Joe Marler (36) zählte Harry seine Rollen auf, wobei er sich im weiteren Gesprächsverlauf auf die schlichte Anrede «Herzog» einigte. Laut GALA.de fiel diese Bezeichnung unmittelbar nach einem Treffen mit König Charles am 10. Juli 2026 auf Highgrove House.
Das Treffen mit dem 77-jährigen Monarchen gilt als besonderer Moment. Harry reiste gemeinsam mit seiner Ehefrau Meghan sowie den Kindern Archie (7) und Lilibet (5) nach Großbritannien.
Schulmobbing und die «Sonnenuntergangs-Aubergine»

Trotz seines Status als Sohn des Königs offenbarte Harry im Interview belastende Erfahrungen aus seiner Jugend. Er besuchte renommierte Einrichtungen wie die Wetherby School, die Ludgrove School in Berkshire und das Eton College. Die Entscheidung für Eton folgte der Familientradition der Spencers und brach bewusst mit der Tradition, die königlichen Nachkommen nach Gordonstoun in Schottland zu schicken.
Die Zeit an diesen Elite-Schulen war jedoch von Grausamkeiten geprägt. Auf die Frage, was Menschen am häufigsten an ihm missverstehen, antwortete der in Montecito lebende Royal überraschend über seine Haarfarbe.
„Wisst ihr, ich wurde in der Schule viel gemobbt und als ‚Karottenkopf‘ bezeichnet.“
Prinz Harry, via oe24.at
Harry korrigierte die Wahrnehmung, er sei rothaarig, und beschrieb seinen Ton stattdessen als «Sonnenuntergangs-Kastanienbraun» bzw. «Sonnenuntergangs-Aubergine». Den schmerzhaften Erinnerungen begegnete er im Podcast mit Humor und scherzte, er werde nach dem Gespräch wohl eine Therapie benötigen.
Mentale Gesundheit und die Routine «sh*t, shower and shave»
Neben den Erinnerungen an das Mobbing sprach der Herzog über seinen Umgang mit psychischen Problemen. Er betonte, dass Sport für ihn eine existenzielle Bedeutung habe, insbesondere in depressiven Phasen. Das Fitnessstudio sei für ihn ein absolutes Muss, wobei es ihm weniger um das optische Erscheinungsbild als vielmehr um die psychische Hilfe gehe.
Seine tägliche Routine zur Aufrechterhaltung der Fitness und mentalen Stabilität beschreibt er humorvoll mit dem Prinzip «sh*t, shower and shave».
Gründer der Invictus Games und der Weg nach 2027
Ein zentraler Punkt des Gesprächs war die Präzisierung seiner Rolle bei den Invictus Games. Als Joe Marler ihn als «Erfinder» der Spiele vorstellen wollte, korrigierte Harry ihn: Er sei der Gründer, nicht der Erfinder. Die Spiele wurden 2014 ins Leben gerufen, inspiriert von den Warrior Games in den USA, wo Harry die positive Wirkung von Sport auf körperlich und seelisch verletzte Soldaten beobachtet hatte.
Der aktuelle Besuch in Großbritannien diente unter anderem der Vorbereitung auf die Ausgabe 2027. In Birmingham nahm er an Terminen zum einjährigen Countdown teil. Begleitet wurde er im Podcast von seinem Freund JJ Chalmers (39), einem ehemaligen Royal Marine, der 2011 in Afghanistan schwer verletzt wurde und später Gold bei den Invictus Games gewann.
Persönliche Vorlieben und hypothetische Rollentausche
In einem lockeren Gedankenspiel über den Tausch des Lebens mit einem anderen berühmten «Harry» entschied sich der Herzog für den Fußballstar Harry Kane. Diese Wahl knüpfte er jedoch an eine Bedingung: Er würde nur an einem Tag in Kanes Leben schlüpfen, an dem dessen Mannschaft gewinnt. Zudem äußerte er sich optimistisch über die Chancen der Engländer bei der Fußball-WM.
Während Harry im Podcast humorvoll auf die Frage reagierte, ob er und JJ Chalmers gerade eine Paartherapie absolvierten, blieb er bei der Definition seines Berufs bodenständig. Die Kombination aus Vaterrolle, Veteranenstatus und royalen Titeln spiegelt sein Leben seit dem Rückzug aus dem aktiven Dienst im Jahr 2020 wider, nach dem er sich mit Meghan und den Kindern in Kalifornien niederließ.
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