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Technik und Wissenschaft

Perseverance bricht neuen Rekord und erforscht Jezero-Krater

NASA-Mars-Rover Perseverance hat auf dem roten Planeten eine neue historische Bestmarke erreicht und mittlerweile 45,2 Kilometer zurückgelegt, während Wissenschaftler gleichzeitig die komplexe Wassergeschichte im Jezero-Krater erforschen.

Mars-Rover Perseverance hält den Streckenrekord für extraterrestrische Fahrzeuge. Auf der Marsoberfläche hat der Roboter mittlerweile eine Strecke von 45,2 Kilometern absolviert und damit jede andere außerirdische Mission an Distanz übertroffen.

Einblicke in die geologische Vergangenheit am Jezero-Krater

Seit seiner Landung im Februar 2021 im 28 Meilen breiten Jezero-Krater sucht Perseverance nach Spuren von einstigem mikrobiellen Leben und analysiert die Geologie des roten Planeten.

Jezero crater mars
Foto: sciencedaily.com

Besonders die Untersuchung des sogenannten „Margin Unit“ lieferte überraschende Einblicke. Als das Forschungsteam im September 2023 den inneren Rand des Kraters erreichte, erwarteten die Wissenschaftler vor allem Seesedimente. Stattdessen stieß der Rover auf eine weitaus komplexere Geschichte von Wassersystemen.”

Dabei untersuchte der Rover den Bereich über eine Erhebung von ungefähr 870 Fuß oder 265 Metern. In den höher gelegenen Abschnitten traf das Fahrzeug auf grobes, kristallines Gestein, das reich an Olivin ist.

Drei verschiedene Wasserkontakte im Gestein

Auswertungen des an Bord installierten SuperCam-Instruments, welches hoch am Mast des Rovers befestigt ist und durch Lasereinsatz kleine Plasmablasen erzeugt, erlaubten die Untersuchung von mehr als 185 Bedrock-Zielen im Margin Unit. Die Messungen zeigen, dass das Gestein nacheinander dreimal mit Wasser reagierte.

Selfie von perseverance auf dem mars dpa
Foto: GA

Die geologischen Analysen zeigen zudem, dass Olivin-reiche Gesteine durch die Interaktionen verändert wurden, wodurch Karbonate und Siliziumdioxid entstanden. Diese Mineralien gelten als wichtig, weil sie chemische Signaturen und potenziell Spuren von Mikroben konservieren können.

Ungeklärte Zukunft der gesammelten Gesteinsproben

Während der Roboter unermüdlich weiterfährt und Daten liefert, treibt das Forschungsteams eine große Sorge um: Die Forscher lenkte diese frohe Botschaft nur kurz ab von ihrer großen Sorge, dass die Proben, die der Roboter sammelt, vielleicht niemals zur Erde kommen. Im Rahmen einer ambitionierten Erkundungsphase wurde Perseverance darauf ausgelegt, Gesteinsproben zu sammeln und in speziellen Behältern zu sichern, um sie entweder an der Oberfläche zu deponieren oder an Bord zu behalten. Um festzustellen, ob diese Gesteine tatsächliche Biosignaturen enthalten, ist die Rückführung der Proben zur Erde nach Ansicht von Forschern der beste Weg.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.