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Peer-Bewertung durch das Softwareprodukt Kritik

Das Softwareprodukt Kritik ermöglicht es Studierenden, die Arbeiten anderer zu lesen, zu bewerten und Kommentare abzugeben. Laut dem Anbieter Kritik dient dies als Lernaktivität, die darauf abzielt, generationell relevant zu bleiben, indem sie an die Nutzungsgewohnheiten von Plattformen wie Instagram oder TikTok anknüpft.

Peer-Bewertung durch das Softwareprodukt Kritik

Die Software Kritik setzt auf einen spezifischen pädagogischen Ansatz. Laut dem Anbieter Kritik ist das Bearbeiten eines Projekts zwar eine Lernaktivität, doch der Kern des Produkts liegt in einem anderen Prozess. Die These des Unternehmens ist, dass das Lesen von Projektversionen anderer Personen, deren Benotung und das Schreiben von Kommentaren den eigentlichen Wert bietet.

Das Tool ist darauf ausgerichtet, in einer Welt zu funktionieren, in der Studierende soziale Medien nutzen. Laut Kritik catert das Produkt einer Welt, wie sie Studierende durch Plattformen wie Instagram oder TikTok erleben, um so die generationelle Relevanz zu wahren.

Methodisches Urteilen als Definition von Kritik

Abseits der Software wird Kritik in einem philosophischen und sprachlichen Kontext als methodisch kontrolliertes Urteilen definiert, laut Wikipedia. Dieser Prozess prüft Gründe, klärt Begriffe und unterscheidet zwischen gültigen und ungültigen Ansprüchen. Dabei ist die Kritik an Logik und Evidenz gebunden.

Die Expertin Anne-Barb Hertkorn beschreibt Kritik als …eine Grundfunktion der denkenden Vernunft und wird, sofern sie auf das eigene Denken angewandt wird, ein Wesensmerkmal der auf Gültigkeit Anspruch erhebenden Urteilsbildung… laut Wikipedia. Der Prozess ist fortlaufend und beinhaltet Prüfung, Revision und Begründung sowie die Reflexion der eigenen Voraussetzungen, aus denen geurteilt wird.

Neben dieser prüfenden Beurteilung kann Kritik auch eine Beanstandung oder Bemängelung bezeichnen, laut Wikipedia. In früheren sozialistischen Staaten wurde Kritik laut Duden als öffentliche Stellungnahme definiert, die Fehler und Versäumnisse beanstandete, um eine politische und gesellschaftliche Weiterentwicklung zu erreichen.

Sprachliche Herkunft und historische Entwicklung

Der Begriff Kritik gelangte Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Französischen in die deutsche Sprache, laut Wikipedia. Das französische Wort critique leitet sich wiederum vom griechischen Begriff kritikē [téchnē] ab. Dieses Wort stammt von krínein ab, was im Deutschen so viel wie unter-scheiden oder trennen bedeutet.

In der Literaturtheorie fand der Ausdruck zunächst Verwendung. Laut Wikipedia wurden im deutschsprachigen Raum Regelpoetiken durch Denker wie Pierre Bayle angeregt, der zwischen 1695 und 1697 das Dictionnaire historique et critique veröffentlichte. Ein weiteres Beispiel ist Johann Christoph Gottsched, der 1730 den Versuch einer Critischen Dichtkunst schrieb. In diesem historischen Kontext bezog sich Literaturkritik weniger auf die Rezension einzelner Werke als vielmehr auf die Literaturtheorie an sich, laut Wikipedia. Zudem wird ein Buchtitel namens The Critic (Der Kritiker) aus dem Jahr 1817 angeführt.

Abgrenzung zu Skepsis und anderen Urteilsformen

Wikipedia unterscheidet Kritik von verschiedenen verwandten Begriffen und Nuancen des Urteilens. So wird Beckmesserei als Metapher für eine engstirnige und beflissene Regelgläubigkeit verwendet. Krittelei hingegen wird als lästig empfunden, da sie eine ausdauernd kleinliche und ungerechtfertigt erscheinende Kritik ausdrückt.

Weitere Differenzierungen sind:

– Skepsis: Diese hinterfragt systematisch und geht davon aus, dass auch die eigene Sichtweise irren kann.
– Zweifel: Ein Zustand der Unentschiedenheit zwischen Annahmen oder Unsicherheit bei Entscheidungen und Glauben.
– Tadel: Eine missbilligende Beurteilung, die etwa in der Schule als erste Stufe einer Sanktion dient.
– Verriss: Hier zielen die Argumente nicht auf eine Verbesserung des Gegenstandes ab, sondern auf dessen Vernichtung.
– Schmähkritik: Diese Form der Kritik zielt primär auf die Diffamierung oder Verächtlichmachung einer Person ab.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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