Luigi Pantisano wurde am Parteitag der Linke in Potsdam zum neuen Co-Vorsitzenden gewählt. Seine umstrittenen Aussagen, in denen er die CDU mit der AfD und Faschisten gleichsetzte, lösten eine heftige Reaktion der Union aus, die den neuen Parteichef für jede politische Verantwortung disqualifiziert sieht.
Pantisanos knappe Wahl und die Rückkehr zur arbeitenden Klasse
Der Parteitag in Potsdam markiert einen personellen Wendepunkt für die Linke. Während die bisherige Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner mit 85,7 Prozent der Stimmen in ihrem Amt bestätigt wurde, fiel die Entscheidung für den neuen Co-Chef deutlich knapper aus. Laut tagesschau.de erhielt Luigi Pantisano lediglich 53,3 Prozent der abgegebenen Stimmen, um die Nachfolge von Jan van Aken anzutreten. Pantisano, ein 46-jähriger Architekt und Stadtplaner mit Migrationshintergrund, verfolgt eine klare ideologische Linie. In seiner Bewerbungsrede betonte er den Wunsch, die Partei wieder stärker als Sprachrohr für die Erwerbstätigen zu positionieren.„Ich bin Sozialist. Ich will mit euch gemeinsam die arbeitende Klasse für die Linke zurückgewinnen.“

Massive Kritik der Union nach Faschismus-Vergleich
Die politische Dynamik nach der Wahl wurde jedoch sofort durch einen Eklat überschattet. In einem Interview mit der BILD-Zeitung hatte Pantisano die CDU scharf angegriffen. Er behauptete, es gebe derzeit keinen Unterschied zwischen der CDU, die …faschistische Politik mache… , der AfD oder den Faschisten selbst. Die Reaktionen aus den Reihen der Union fielen vernichtend aus. Die Parteiführung sieht in diesen Worten eine Zerstörung der politischen Diskussionsgrundlage.„Wer Christdemokraten mit Faschisten gleichsetzt, disqualifiziert sich für jede politische Verantwortung.“

Verteidigung der Aussagen und die Rolle von Ines Schwerdtner
Neuausrichtung der Parteipolitik im Nahost-Konflikt
Neben der personellen Neubesetzung steht die Linke vor einer tiefgreifenden inhaltlichen Zäsur, insbesondere in der Israel-Politik. Der Parteitag in Potsdam festigte einen radikaleren Kurs, der die Partei intern weiter spaltet. Ein Leitantrag der Parteiführung, der den angeblichen …Genozid… in Gaza in den Parteigrundsätzen verankert, wurde mit knapp 60 Prozent der Stimmen angenommen. Damit wird das Existenzrecht Israels nur noch in einem Atemzug mit dem Existenzrecht Palästinas genannt.- Wahlergebnis Pantisano: 53,3 %
- Wahlergebnis Schwerdtner: 85,7 %
- Zustimmung Israel-Antrag: knapp 60 %
- Alter des neuen Co-Chefs: 46 Jahre
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