Vier Aktivisten der Gruppe Palestine Action wurden nach einem Überfall auf das Werk des israelischen Rüstungsunternehmens Elbit Systems bei Bristol im August 2024 zu Haftstrafen verurteilt. Der Richter stufte die Tat, die Schäden in Höhe von 1,2 Millionen Pfund verursachte, als „Terrorakt“ ein, um die britische Regierung zu beeinflussen.
Die Urteile und die Einstufung als Terrorakt
Das Urteil am Woolwich Crown Court markiert einen rechtlichen Wendepunkt in Großbritannien. Wie BBC berichtet, ist dies der erste Fall, in dem Verurteilungen wegen Sachbeschädigung offiziell als mit Terrorismus in Verbindung stehend eingestuft wurden. Richter Mr Justice Johnson begründete diese Entscheidung damit, dass die Taten darauf abzielten, die britische Regierung zu beeinflussen und einen Teil der Öffentlichkeit einzuschüchtern. Die Strafen variieren je nach Rolle der Beteiligten bei der Aktion. Alle vier Verurteilten müssen nach verbüßter Haftstrafe zusätzlich ein Jahr auf Bewährung (licence) in der Gemeinschaft ableisten. Die Parole Board wird die Rückfallgefahr prüfen, bevor eine vorzeitige Entlassung in Betracht gezogen werden kann.- Samuel Corner: 7 Jahre und 8 Monate
- Charlotte Head: 5 Jahre
- Leona Kamio: 5 Jahre
- Fatema Rajwani: 4 Jahre und 8 Monate
Der Ablauf des Überfalls auf Elbit Systems
Die Ereignisse ereigneten sich in den frühen Morgenstunden des 6. August 2024. Laut Informationen von Yahoo News nutzten die Aktivisten einen alten Gefangenentransportwagen, um in das Gelände des Elbit-Werks nahe Bristol einzudringen. Die Gruppe, die alle in roten Overalls erschien, stürmte das Gelände mit Vorschlaghämmern und Brecheisen. Das Ziel der Aktion war die gezielte Zerstörung von Technologie. Die Aktivisten beschädigten Computer, Drohnen und andere Ausrüstungsgegenstände, was zu einem Gesamtschaden von 1,2 Millionen Pfund führte. Während der Überfall durch Livestreaming auf sozialen Medien dokumentiert wurde, bezeichnete der Richter dies als Versuch, „Kriminalität und Vigilantismus zu verherrlichen“.Die körperlichen und psychischen Folgen für die Polizei
Neben dem massiven Sachschaden forderte der Überfall auch ein Opfer unter den Einsatzkräften. Während der Versuch, die Aktivistin Leona Kamio festzunehmen, kam es zu einer gewaltsamen Konfrontation. Wie der Independent berichtet, schlug Samuel Corner der Polizistin Kate Evans zweimal mit einem sieben Pfund schweren Vorschlaghammer auf den Rücken. Die Verletzungen waren schwerwiegend; die Beamtin erlitt einen Wirbelbruch. In einem emotionalen Opferstatement schilderte Evans die langfristigen Folgen des Angriffs.„Die emotionale Auswirkung dieses Vorfalls ist tiefgreifend und anhaltend.
Argumente der Verteidigung und juristische Kontroversen

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