Georg Danzer wird im Oktober 2026 posthum mit einem umfangreichen ORF-Programmschwerpunkt zu seinem 80. Geburtstag gewürdigt. Der Sender erinnert mit Dokumentationen, Konzertaufnahmen und Sondersendungen an das Leben und Werk des 2007 verstorbenen Austropop-Pioniers, dessen zeitlose Lieder und sozialkritische Texte nach wie vor ein breites Publikum erreichen.
Ein umfassender ORF-Programmschwerpunkt zum 80. Geburtstag
Am 7. Oktober 2026 jährt sich der Geburtstag des österreichischen Liedermachers Georg Danzer zum 80. Mal. Mit Titeln wie „Jö schau“, „Hupf in Gatsch“ oder „So a Dodl mid da Rodl“ ist der 2007 im Alter von 60 Jahren verstorbene Austropop-Pionier unvergessen. Hinter dem populären augenzwinkernden Ton seiner poetischen, bisweilen melancholischen Texte verbergen sich oft auch Protest und der Ruf nach sozialer Gerechtigkeit, mit denen er eine ganze Generation geprägt hat. Der ORF erinnert ab 4. Oktober mit einem Programmschwerpunkt an den Musiker – darunter u. a. das neue Filmporträt „Schurli – Der Liedermacher & Poet Georg Danzer“, das am 5. Oktober TV-Premiere in ORF 2 und auf ORF ON feiert, sowie ein vierteiliger Danzer-Abend in ORF III und ORF ON am 8. Oktober. Den Auftakt am 4. Oktober macht Ö1 mit einer Ausgabe „Spielräume spezial, weitere Beiträge in Ö3 sowie in den ORF-Bundesländerradios würdigen ebenfalls Leben und Werk der Musiklegende.
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Dokumentarische Einblicke und bisher unveröffentlichte Notizbücher
Montag, 5. Oktober: „Schurli – Der Liedermacher & Poet Georg Danzer“ (22.30 Uhr, ORF 2). In der neuen Dokumentation von Tatjana Berlakovich erzählt „da Schurli“ in seltenen Archivaufnahmen, mit seinen Liedern und Texten – oft im Wiener Dialekt verfasst – seine Geschichte weitgehend selbst. Wegbegleiter:innen, Familienmitglieder sowie enge Vertraute ergänzen diesen Blick und machen den Menschen hinter den Liedern sichtbar. Von der Kindheit im Wien der Nachkriegszeit bis zu den bislang unveröffentlichten Notizbüchern seines Nachlasses, den die Wienbibliothek im Rathaus verwahrt, entfaltetet sich das Porträt eines sensiblen Denkers und unbequemen Beobachters seiner Zeit. Dienstag, 6. Oktober: „Studio 2“ (17.30 Uhr, ORF 2). Verena Hartlieb begrüßt die Singer-Songwriterin und Dialektmusikerin Anna-Maria Schnabl alias AMS, die live Hits von Georg Danzer präsentiert. Im Herbst bringt sie ein neues Programm mit Liedern der drei großen Ikonen des Austropop – Georg Danzer, Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich.”””
Live-Tribute und musikalische Weggefährten
Danzers Texte markieren zeitlose Themen, die bis heute aktuell geblieben sind. Thomas Stipsits lud Austro-Pop-Größen wie Ina Regen, Monika Ballwein, Norbert Schneider und – als Überraschungsgast – Rainhard Fendrich nach Purkersdorf ein. Gemeinsam widmeten sie sich dem musikalischen Erbe von Georg Danzer. Viele Künstler waren sich einig: Die Lieder und Texte des Austropop-Pioniers haben bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. Der Hauptplatz von Purkersdorf war bis auf den letzten Platz gefüllt. Anlass war ein Konzert zu Ehren von Georg Danzer, der heuer 80 Jahre alt geworden wäre. Der Liedermacher starb am 21. Juni 2007 in Asperhofen (Bezirk St. Pölten).
Gastgeber Thomas Stipsits erinnerte an seine persönliche Verbindung zu Danzer. Als Jugendlicher sei er förmlich in dessen Musik „hineingekippt“, erzählte er im Gespräch mit noe.ORF.at. Heute faszinieren ihn vor allem die melancholischen und nachdenklichen Seiten des Liedermachers. Besonders bemerkenswert sei, wie aktuell viele geblieben seien. Danzer habe „zeitlose Nummern“ geschrieben, sagte Stipsits. Teilweise sei es „erschreckend, wie aktuell manche Lieder heute noch wirkten. Gleichzeitig seien seine Songs gut gealtert und würden auch von jüngeren Musikerinnen und Musikern neu interpretiert werden können.
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Kulturgut für mehrere Generationen
Für Sängerin Ina Regen liegt die besondere Stärke Danzers in seiner Haltung, wie sie gegen noe.ORF.at sagt. Danzer habe „Haltung in Unterhaltung großgeschrieben“, sagte sie. Das Lied „Traurig aber wahr“, das sie beim Konzert interpretierte, sei bereits 1977 entstanden und trotzdem „leider schrecklich aktuell“.”””
Auch Norbert Schneider, der sich in der Vergangenheit bereits intensiv mit dem Werk Danzers beschäftigt hat, sieht dessen Lieder noch lange nicht am Ende ihrer Wirkung. Die Texte hätten „etwas Universelles, sagte Schneider. Deshalb würden sie wohl noch lange Bestand haben.