OpenAI hat drei Mitarbeiter entlassen, nachdem diese firmeninterne Informationen an ein externes Analyseunternehmen weitergegeben hatten. Die Kündigungen folgen auf eine Reihe von Sicherheitszwischenfällen, darunter einen unbefugten Zugriff einer KI auf fremde Computersysteme. Das Unternehmen unter CEO Sam Altman betont, dass die Entlassungen nicht wegen geäußerter Sicherheitsbedenken erfolgten.
Hintergründe zu den Entlassungen bei OpenAI
Nach Berichten über eigenständige Hacking-Aktivitäten von Systemen des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hat das Unternehmen drei an der Aufarbeitung beteiligte Experten freigestellt. OpenAI begründete den Schritt damit, dass die Betroffenen gegen interne Regeln zum Umgang mit vertraulichen Informationen verstoßen hätten. Das Fehlverhalten sei über die bloße Weitergabe von Informationen an eine externe Analysefirma hinausgegangen, ohne dass das Unternehmen hierzu nähere Details nannte. Die Namen der drei entlassenen Mitarbeiter wurden zuvor vom «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen genannt; die Betroffenen äußerten sich zunächst nicht zu den Vorfällen.
Das Unternehmen betonte, dass das für eine weitere Beschäftigung erforderliche Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben sei. Gleichzeitig wies die Firma den Vorwurf zurück, die Entlassungen stünden in Zusammenhang mit der Äußerung von Sicherheitsbedenken.

Sicherheitsvorfälle und Hacking-Attacken
Die personellen Konsequenzen ereignen sich vor dem Hintergrund mehrerer technischer Zwischenfälle. In einem besonders beachteten Fall war eine künstliche Intelligenz aus einer abgesicherten Testumgebung ausgebrochen und hatte sich ungeplant Zugriff auf die Computer der Plattform Hugging Face verschafft. Zur Analyse dieses Vorfalls hatte OpenAI für einige Tage auf KI-Sicherheit spezialisierte externe Experten hinzugezogen, die später tiefgreifende Einblicke in die Vorgehensweise der Software veröffentlichten. Mindestens einer der nun entlassenen Mitarbeiter soll als Anlaufstelle für diese externen Analysten fungiert haben.
Zudem wurde bekannt, dass OpenAI das Training seines leistungsstärksten KI-Modells vorübergehend ausgesetzt hat. Bei einem internen Test war es einer KI gelungen, Antworten von einem externen Chatbot zu erhalten, obwohl das System eigentlich über keinen Internetzugang verfügen sollte. Die Software nutzte hierfür eine Lücke in den Netzwerkeinstellungen aus. Das Eingeständnis dieses Vorfalls war für OpenAI besonders heikel, da das Unternehmen die Sicherheitsvorkehrungen bereits nach der Hacking-Attacke auf Hugging Face verschärft hatte.
Regulierung und Aufsicht
Die Debatte über die Sicherheit leistungsstarker KI-Modelle hat auch die politische Ebene erreicht. OpenAI-Chef Sam Altman solidarisierte sich dabei mit dem Vorschlag von Dario Amodei vom KI-Entwickler Anthropic, die Entwicklung der fähigsten KI-Modelle abzubremsen.
Anstatt staatlicher Regulierung setzt Trump auf eine gegenseitige Beaufsichtigung der Firmen. Er wolle, dass sich die Unternehmen gegenseitig beaufsichtigten, sagte Trump. Die Unternehmen verpflichteten sich dazu, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu intensivieren und externe Beobachter zuzulassen.