Im September 2026 erreichten die Neuzulassungen rein elektrischer Personenkraftwagen in Österreich einen neuen historischen Höchststand. Mit 9.723 Autos übertrafen batterieelektrische Fahrzeuge erstmals in einem Monat die kombinierten Zulassungen von Benzin- und Dieselmodellen, wie der ORF berichtete.
Der österreichische Automarkt verzeichnet im laufenden Jahr ein deutliches Wachstum. Von Jänner bis September 2026 wurden insgesamt 241.108 Personenkraftwagen neu zum Verkehr zugelassen, was einem Zuwachs von 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Den mit Abstand stärksten Wachstumsschub verzeichnen dabei reine Elektroautos.
Elektroautos übertreffen erstmals Verbrenner im Monatsvergleich
Im September 2026 wurden genau 9.723 batterieelektrische Pkw (BEV) neu zugelassen. Dies entspricht einem Marktanteil von 33,6 Prozent an allen Neuzulassungen des Monats. Erstmals lag der Anteil reiner Elektroautos in einem Monat damit über der Marke von 30 Prozent.
Zusammen mit Benzin-Hybriden machten alternativ angetriebene Fahrzeuge im September einen Großteil des Marktes aus. Klassische Verbrenner verloren hingegen weiter an Boden. Der ORF hält fest, dass im September 8.610 Autos mit Diesel- oder Benzinmotor neu zugelassen wurden, was einem Rückgang von 16,2 Prozent gegenüber September 2025 entspricht. Damit lagen die reinen Stromer im September erstmals vor den klassischen Verbrennern.

Rolle der Spritpreise und Energieunabhängigkeit
Mobilitätsminister Peter Hanke sieht in der Entwicklung ein starkes Signal für den Wandel im Verkehrssektor. Angesichts steigender Kosten für fossile Treibstoffe bietet der Umstieg auf elektrische Antriebe finanzielle Vorteile für Haushalte und Unternehmen, wie Leadersnet berichtet. Zudem verringert der Zuwachs an elektrischen Fahrzeugen die Abhängigkeit des Landes von Ölimporten.
Dass mittlerweile jedes dritte neu zugelassene Auto rein elektrisch fährt, ist ein starkes Signal.
Peter Hanke, Mobilitätsminister
Ergänzend betonte der Minister, dass die Bundesregierung niemanden zum Kauf überreden, sondern durch fundierte Informationen unterstützen wolle. Über die Informationskampagne Keine E-ngste mehr!
sollen offene Fragen zu Reichweite, Kosten und Batterien beantwortet werden, wie Check List ausführt.
Ausbau der Ladeinfrastruktur und regionale Rekorde
Um den Trend abzusichern, treibt die Politik den Ausbau des Ladenetzes voran. Nach Angaben des Mobilitätsministeriums stehen in Österreich mittlerweile mehr als 40.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung, wie Ökonews berichtet. Die Initiative eMOVE Austria
bündelt Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Netzes, wobei auch eine Novelle des Bundesstraßengesetzes den Ausbau entlang von Autobahnen und Schnellstraßen beschleunigen soll.
Auch in den Bundesländern zeigt sich der Aufwärtstrend deutlich. In Niederösterreich kletterte der E-Auto-Anteil bei Neuzulassungen im September 2026 auf 35 Prozent, wie Heute unter Verweis auf eine Analyse der Mobilitätsorganisation VCÖ meldet. Zum Vergleich lag der Wert im September des Vorjahres bei rund 21 Prozent und im Jahr 2019 bei drei Prozent.

Marktführerschaft bei Herstellern und Modellen
Im Zeitraum von Jänner bis September 2026 wurden insgesamt 63.172 reine Elektroautos in Österreich neu zugelassen, was einem Zuwachs von 36,9 Prozent entspricht. Unter den beliebtesten Marken bei rein elektrischen Pkw belegt BMW mit einem Marktanteil von 10,1 Prozent den ersten Platz im Neunmonatszeitraum, gefolgt von Skoda mit 9,8 Prozent, Tesla mit 9,4 Prozent, BYD mit 9,1 Prozent und Volkswagen mit 8,2 Prozent.
Auf Modellseite sind laut der Porsche Holding unter den Top Ten der Elektrofahrzeuge unter anderem der Škoda Enyaq auf Platz zwei, der Škoda Elroq auf Platz drei, der VW ID.7 auf Platz neun und der CUPRA Born auf Platz zehn vertreten.
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