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Welt

Nordkorea feuert mehrere ballistische Raketen ab

Nordkorea hat am Montag mehrere ballistische Raketen in Richtung seiner östlichen Gewässer abgefeuert; dies ist die vierte Startserie innerhalb eines Monats. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs flog ein Projektil mehr als 900 Kilometer weit, während Japan mindestens zwei Raketen registrierte, die nach dem Start in der Nähe von Pjöngjang eine unregelmäßige Flugbahn aufwiesen.

Ballistischer Raketenstart nahe Pjöngjang und Reaktionen der Nachbarstaaten

Nordkorea hat am Montag mehrere ballistische Raketen in Richtung des Meeres an seiner Ostküste abgefeuert. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs ereigneten sich die Starts gegen 9:20 Uhr Ortszeit aus der Umgebung der Hauptstadt Pjöngjang. Mindestens ein Flugkörper legte eine Strecke von mehr als 900 Kilometern zurück. Der Sprecher des Generalstabs, Jang Do-young, erklärte, dass die Militärkräfte ihre Überwachungs- und Wachsamkeitsmaßnahmen im Hinblick auf eventuelle weitere Starts verschärft haben.

Japanische Behörden registrierten ebenfalls die militärischen Aktivitäten. Das japanische Verteidigungsministerium erklärte, es seien mindestens zwei Raketen detektiert worden, die in Gewässern außerhalb der japanischen ausschließlichen Wirtschaftszone niedergingen. Der parlamentarische Vizedeverteidigungsminister Takashi Koyari teilte vor Journalisten mit, der erste Flugkörper habe etwa 220 Kilometer überbrückt und eine Flughöhe von ungefähr 20 Kilometern erreicht, während der zweite gegen 9:36 Uhr gestartet wurde, eine Flughöhe von rund 70 Kilometern erreichte und mehr als 910 Kilometer weit flog. Die japanische Seite verurteilte die Starts scharf und legte über diplomatische Kanäle in Peking formellen Protest ein, wobei Takashi Koyari betonte, dass solche Handlungen den Frieden und die Sicherheit der Region gefährden.

Nordkorea feuert mehrere ballistische Raketen ab
Foto: Japan Wire by Kyodo News

Militärisches Echo auf Südkoreas Hyperschalltest

Das südkoreanische Amt für nationale Sicherheit berief unmittelbar eine Dringlichkeitssitzung ein. Die Verantwortlichen in Seoul stufen die Raketentests als klare Verletzung von Resolutionen des UN-Sicherheitsrates ein und forderten ein sofortiges Einstellen der Manöver. Nordkorea steht wegen seines Programms zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen und Trägersystemen bereits seit 2006 unter internationalen Sanktionen.

Ein Sprecher des südkoreanischen Generalstabs ordnete die jüngsten Aktionen direkt in das aktuelle militärische Spannungsgefüge ein. Präsident Lee Jae Myung hatte zuvor als erster südkoreanischer Staatschef öffentlich den Testflug eines heimischen Hyperschallflugkörpers überwacht, welcher nach Angaben des Präsidialamtes darauf ausgelegt ist, mit mindestens der fünfachen Schallgeschwindigkeit zu fliegen und Raketenabwehrsysteme zu umgehen. Das nationale Sicherheitsbüro in Seoul erklärte ergänzend, dass die nordkoreanischen Manöver nicht zur Bewältigung der aktuellen Situation auf der koreanischen Halbinsel beitragen.

Nordkorea feuerte mehrere ballistische Raketen ab

„Unsere Streitkräfte haben gegen 09:20 Uhr mehrere ballistische Raketen aus dem Raum Pjöngjang in Richtung des Ostmeers erfasst.“ Sprecher des südkoreanischen Generalstabs, Joint Chiefs of Staff”

Politische Spannungen an der demilitarisierten Zone und festgefahrene Diplomatie

Die Regierung in Pjöngjang fordert von den USA, die ihrer Ansicht nach feindselige Politik aufzugeben und von Forderungen nach einer vollständigen Denuklearisierung als Vorbedingung für Verhandlungen Abstand zu nehmen.

North Korea fires multiple ballistic missiles towards the sea
Foto: Aljazeera
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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