Der Schweizer Rennfahrer Noah Dettwiler hat nach fast einem Jahr Pause sein Comeback auf der Rennstrecke gegeben und in Vallelunga den 15. Platz belegt. Der 21-Jährige sicherte sich damit bei seinem ersten Start seit seinem schweren Unfall beim Malaysia-GP im Oktober 2025 auf Anhieb einen Meisterschaftspunkt in der italienischen Supersport-Klasse.
Das lange Warten auf das „Fit to Race“
Fast 348 Tage nach dem folgenschweren Sturz beim Moto3-Rennen in Sepang hat Noah Dettwiler von den medizinischen Behörden die offizielle Freigabe erhalten. Der 21-jährige Schweizer musste nach dem Unfall im Oktober 2025, bei dem er auf der Strecke reanimiert wurde und lebensgefährliche Verletzungen erlitt, einen langen und beschwerlichen Weg der Rehabilitation beschreiten. Zwar war ein Comeback ursprünglich früher im Jahr geplant, doch ein Sturz bei Tests in Misano durchkreuzte zunächst alle Pläne. Auch beim Lauf im Mugello verweigerten die Ärzte nach eingehenden Untersuchungen das grüne Licht, da das gesundheitliche Risiko für den jungen Piloten zu hoch gewesen wäre.
Die erlösende Freigabe für Vallelunga markierte schliesslich das Ende dieser monatelangen Zwangspause. Das Team Kuja Racing setzte den Solothurner für das Saisonfinale in der italienischen Meisterschaft auf eine Ducati Panigale V2. Für Dettwiler bedeutete dies den ersten Renneinsatz in der nationalen Supersport-Serie.
Punktegewinn beim Debüt in Vallelunga
Auf der Rennstrecke in Italien startete Dettwiler von Position elf in den Lauf. Im Rennverlauf verlor er zwar vier Plätze, beendete den Wettkampf jedoch auf dem 15. Rang und fuhr damit einen Meisterschaftspunkt ein. Das sportliche Ergebnis rückte für den jungen Schweizer angesichts der Vorgeschichte jedoch in den Hintergrund. Im Vordergrund stand einzig die Tatsache, die Zielflagge nach der langen Leidenszeit wieder zu sehen.
Der Solothurner unterzog sich in den vergangenen Monaten einem strengen Rehabilitationsprogramm, während er auf das grüne Licht für die Rückkehr in den Wettbewerb wartete. Die medizinischen Autoritäten erklärten den Piloten offiziell für einsatzbereit, was ihm die Teilnahme am letzten Saisonlauf des CIV Supersport ermöglichte. Das Team setzte beim Saisonfinale in Italien auf den Ducati-V2-Boliden, um dem jungen Talent die ersten Runden unter Rennbedingungen nach der langen Pause zu ermöglichen. Fans und Teams verfolgten das Geschehen an der Strecke mit grossem Interesse, um die sportliche Rückkehr des Schweizer Talents zu beobachten.
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