Niclas Füllkrug traf in der Nachspielzeit zum 2:2 für Werder Bremen bei Borussia Dortmund und erklärte nach dem Bundesliga-Duell am Freitagabend seinen emotionalen Torjubel. Der Stürmer betonte, dass seine Freude dem eigenen Team galt und keine Provokation gegen seinen ehemaligen Klub darstellen sollte.
Spätes Drama im Signal Iduna Park und Füllkrugs Premieren-Treffer
Borussia Dortmund war im Bundesligaspiel am Abend des 9. Oktober 2026 über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Doch in der Schlussphase riss der Faden beim Favoriten. Den Anfang machte ein Treffer von Ludovit Reis zum Anschlusstreffer in der 88. Minute.
Werder Bremen drängte weiter auf den Ausgleich. In der zweiten Minute der Nachspielzeit chippte Marco Grüll den Ball in den Strafraum, wo Niclas Füllkrug völlig frei zum Kopfball kam und zum 2:2-Endstand einschoss. Für den Angreifer war es das erste Tor überhaupt gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, für den er in der Saison 2023/24 auf dem Rasen gestanden hatte.

Dortmund machte derweil den Eindruck eines aufgeschreckten Hühnerhaufens, der wild durcheinanderläuft, während die Bremer ihre Chance witterten und den Druck erhöhten. Nach dem Spiel beschrieb Füllkrug seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte als ein emotionales Erlebnis, bei dem sich das Aufwärmen im Signal Iduna Park mit dem gewohnten „Schalalalaund der tollen Atmosphäre sofort wieder vertraut anfühlte.
Warum der Werder-Stürmer seinen Jubel gegen den Ex-Klub verteidigt
Anders als viele Fußballprofis, die nach Treffern gegen frühere Vereine aus Respekt auf jeglichen Jubel verzichten, ließ Füllkrug seinen Emotionen freien Lauf. Er rannte jubelnd durch das Stadion und schrie seine Freude heraus. Im Anschluss an die Partie räumte er bei Sky mit Missverständnissen auf und erklärte, dass der Ausbruch keine böse Absicht hatte.
„Den Jubel konnte ich mir nicht verkneifen
Niclas Füllkrug, Werder Bremen
„Ich mach das Tor ja für uns und nicht gegen sie.
Niclas Füllkrug, Werder Bremen
Die Prophezeiung des Busfahrers und der Blick auf das DFB-Team
Für den Stürmer war es im Übrigen bereits der fünfte Treffer im sechsten Pflichtspiel. Füllkrug, der in 24 Länderspielen 14 Tore erzielte, aber seit Juni 2025 nicht mehr im Trikot des DFB aufgelaufen war und vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp nicht in den XXL-Kader berufen wurde, ging auf die Begründung des Trainers ein. Klopp habe erklärt, dass es ihm um die Zukunft geht.
„Wenn mein Land mich braucht, bin ich für mein Land da
Niclas Füllkrug, Werder Bremen
„Auch wenn ich 43 bin.
Niclas Füllkrug, Werder Bremen
„Aber ich bettle nicht darum, ich fordere nichts.
Niclas Füllkrug, Werder Bremen