Russlands Präsident Wladimir Putin hat Elon Musk am 28. Oktober 2026 während des Russland-Afrika-Gipfels in Moskau als echtes Genie gewürdigt. Zugleich bestätigte er enge Kontakte zur US-Regierung und zu Musk, um Kollisionen zwischen dem russischen Satellitenprojekt Rassvet und Starlink im Erdorbit zu vermeiden.
Kontakte zu den USA zur Vermeidung von Kollisionen im Erdorbit
Unabhängige Tracker wie Orbital Radar beziffern die Zahl der aktiven Starlink-Satelliten im niedrigen Erdorbit auf nahezu 10.000, während SpaceX selbst angibt, rund 13.000 Satelliten gestartet zu haben. Demgegenüber befinden sich laut Online-Satellitenbeobachtern derzeit nur wenige Dutzend Rassvet-Satelliten im All. SpaceX reagierte bislang nicht auf Anfragen zu den jüngsten Äußerungen aus Moskau.
Hintergrund der Satellitennutzung im Ukraine-Konflikt und US-Diplomatie
Die technologische Verflechtung erregt internationale Aufmerksamkeit, da Starlink- und Starshield-Systeme von SpaceX seit Beginn des Krieges in der Ukraine eine zentrale Rolle für die ukrainische Militärkommunikation und Drohnenoperationen spielen. Anfang Oktober 2026 geriet das System vorübergehend in die Schlagzeilen, als ukrainische Stellen Geschwindigkeitsbegrenzungen beklagten, die den Abfangbetrieb russischer Drohnen behinderten. Elon Musk erklärte daraufhin, SpaceX habe die Drosselung absichtlich vorgenommen, weil ukrainische Stellen gegen Nutzungsbedingungen verstoßen hätten. Am darauffolgenden Wochenende meldete die ukrainische Seite, dass Starlink und Starshield wieder voll funktionsfähig seien.
Ausblick und historische Kontakte zwischen Moskau und Musk
Bereits im Jahr 2025 hatte Kirill Dmitriev, ein Investitionsbeauftragter Putins, den Wunsch geäußert, bei einer künftigen Mars-Mission mit Elon Musk zusammenzuarbeiten. Ob die Gespräche über die Orbital-Koordination zwischen Starlink und Rassvet über technische Absprachen hinausgehen, bleibt nach Angaben der beteiligten Stellen offen.

Verwandte Artikel