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Mordkommission ermittelt nach Fund eines menschlichen Kopfes im Sauerland

Ein Sack an einer Waldböschung neben der Autobahn 4. Für die ehrenamtlichen Müllsammler, die am Samstagvormittag bei Olpe im Einsatz waren, wurde ein gewöhnlicher Aufräumtag zum absoluten Albtraum. Sie fanden dort den abgetrennten Kopf einer Frau. Dieser grausame Fund ist vermutlich das letzte Puzzleteil in einem Fall, der seit Monaten durch seine Brutalität und die räumliche Zersplitterung der Beweise schockiert.

Ein grausamer Pfad durch das Sauerland

Die Ermittler der Polizei Hagen und die Staatsanwaltschaft Siegen prüfen derzeit, ob der gefundene Schädel zu der 32-jährigen Eritreerin Weghata A. Gehört. Wenn sich dieser Verdacht bestätigt, schließt sich ein Kreis des Grauens. Bereits im vergangenen November hatten Autofahrer auf der A45 bei Olpe unbekannte Gegenstände auf der Fahrbahn bemerkt. Es waren zwei abgetrennte Frauenhände. Die Täter hatten diese offenbar während der Fahrt einfach aus dem Fenster geworfen.

Kurze Zeit später tauchte der Torso der Frau in einem Waldstück in Monreal, Rheinland-Pfalz, auf. Es fehlten genau jene Hände und eben jener Kopf, der nun in einem Sack bei Wenden entdeckt wurde. Die Fundorte liegen nur wenige Autominuten voneinander entfernt, doch die Art und Weise, wie die Körperteile über verschiedene Regionen verteilt wurden, zeugt von einer beispiellosen Kaltblütigkeit.

Chronologie des Grauens Die Leichenteile von Weghata A. Wurden über einen Zeitraum von Monaten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gefunden, während ihr Säugling in Hessen sichergestellt wurde.

Das überlebende Kind und die Spur der Not

Inmitten dieser Gewalt gibt es eine einzige, speedy wunderbare Ausnahme: die gemeinsame Tochter des Paares. Das Baby war erst im Juli 2025 zur Welt gekommen. Nur wenige Tage bevor die ersten Leichenteile auftauchten, fand ein Mönch des Klosters Kröffelbach in Waldsolms, Hessen, den drei Monate alten Säugling. Das Kind lag weinend in einem Kinderwagen vor dem Kloster.

Zwei Zettel im Wagen gaben den entscheidenden Hinweis. Darauf standen der Name und das Geburtsdatum des Babys. Dass das Kind unverletzt überlebte, ist das einzige Licht in dieser dunklen Geschichte. Es war die Spur, die die Ermittler schließlich zu Weghata A. Führte, die zuletzt in einer Asylunterkunft in Bonn gelebt hatte.

Die Maske des „vorbildlichen“ Geflüchteten

Der Hauptverdächtige in diesem Fall ist der 41-jährige Asmerom G. Aus Bonn. Wer ihn kannte, sah in ihm lange Zeit den Musterfall einer gelungenen Integration. Im Jahr 2016 lobten lokale Medien ihn noch als „Experte für alle Fälle“. Er arbeitete als Elektrohelfer in einem Betrieb in Rheinbach und träumte von der deutschen Staatsbürgerschaft, nachdem er wegen politischer Verfolgung aus Eritrea geflohen war.

Doch hinter dieser Fassade gab es bereits Risse. Schon 2017 landete der Mann nach einer Schlägerei im Gefängnis. Er wurde damals wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Trotz seiner angeblichen Verfolgung reiste er später zurück nach Eritrea. Dort heiratete er Weghata A. Nach eritreischem Recht und brachte sie mit nach Deutschland.

Die Ermittlungen deuten nun darauf hin, dass Asmerom G. Seine Frau nicht nur tötete, sondern ihren Körper zerstückelte. Nach der Tat floh er zunächst nach Äthiopien. Die Flucht dauerte nicht lange; er wurde dort festgenommen und anschließend nach Deutschland überführt. Seit Monaten sitzt er nun in Untersuchungshaft.

Ein Fall von beispielloser Brutalität

Die Polizei hat das Gelände bei Wenden großflächig abgesperrt, um jede weitere Spur zu sichern. Dieser Fall ist mehr als ein lokaler Kriminalfall. Er ist eine Erinnerung daran, dass die schlimmsten Taten oft hinter den banalsten Fassaden geschehen. Ein Mann, der öffentlich als integriert und hilfsbereit galt, ist nun der Hauptverdächtige für eines der grausamsten Verbrechen, die das Sauerland in jüngerer Zeit erlebt hat.

Was genau wurde bei Olpe gefunden?

Ehrenamtliche Müllsammler entdeckten an einer Böschung neben der Autobahn 4 einen Sack, in dem sich der abgetrennte Kopf einer Frau befand. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um den Schädel der 32-jährigen Weghata A. Handelt.

Wie wurde das Baby der Verstorbenen gerettet?

Ein Mönch des Klosters Kröffelbach in Waldsolms (Hessen) fand den drei Monate alten Säugling weinend in einem Kinderwagen. Zwei Zettel mit Name und Geburtsdatum ermöglichten es der Polizei, das Kind schnell zuzuordnen.

Welche Hintergründe gibt es zum Tatverdächtigen?

Asmerom G. Galt lange als gut integriert und wurde 2016 sogar in Medien gelobt. Er war jedoch bereits 2017 wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraft. Nach der mutmaßlichen Tat floh er nach Äthiopien, wurde dort festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft in Deutschland.

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Johann Falk

Über den Autor

Johann Falk ist Chief Editor von Germanic Nachrichten und verantwortet die redaktionelle Linie, Themenauswahl und finale Qualitaetssicherung der Veroeffentlichung. Sein Schwerpunkt liegt auf klarer, verifizierter und schnell einordenbarer Berichterstattung fuer ein deutschsprachiges Publikum.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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