Jacob Misiorowski warf im ersten Spiel der World Series am Freitagabend einen Fastball mit 103,5 Meilen pro Stunde und stellte damit einen neuen Rekord für den schnellsten Wurf in der Geschichte der Finalserie auf. Die Milwaukee Brewers bezwangen die Tampa Bay Rays im American Family Field mit 3:2.
Rekordschneller Wurf gegen Yandy Díaz
Der Startwerfer der Milwaukee Brewers betrat den Hügel.
Beim ersten Spielzug des 122. Messungen per Statcast liefen erst seit 2008. Das Duell des Abends bot jedoch nicht nur rohe Geschwindigkeit. Misiorowski kämpfte sich durch fünf Innings, gab dabei nur einen Run sowie vier Hits und einen Walk ab, während ihm drei Strikeouts gelangen. Obwohl die Rays im Vergleich zu seinen regulären Saisonauftritten mehr Kontakt herstellen konnten, rettete er die knappe Führung über die Zeit. Yeah, not perfect, but good enough to get a win
, kommentierte Misiorowski selbst seine Leistung nach dem Abpfiff.
Für Misiorowski war es im Rahmen der Best-of-Seven-Serie gegen die Tampa Bay Rays der erste Playoff-Sieg seiner Karriere. Er ist nun der erste Startwerfer der Milwaukee Brewers, der in diesem Oktober einen Sieg verbuchen konnte. Die Begegnung markierte erst das zweite Mal in über einem Jahrhundert, dass keine der beiden an der World Series beteiligten Mannschaften jemals zuvor den Titel gewonnen hatte. Für die Brewers ist es nach der Niederlage gegen die St. Louis Cardinals im Jahr 1982 erst die zweite Endspielteilnahme in der Franchise-Geschichte. Das American Family Field verfügt regulär über 41.900 Sitze, doch dank Stehplatzkarten drängten sich 43.250 Fans in die Arena. Nach dem Auftakt am Freitag bestreiten die Teams am Samstag das zweite Spiel in Milwaukee, ehe die Serie für drei Partien nach Florida wechselt und für zwei eventuelle Abschlussspiele nach Wisconsin zurückkehrt.
Mechanische Korrekturen nach Pause
Hinter der dominanten Vorstellung steckte akribische Vorarbeit.

Nach einer regulären Saison, in der er mit 252 Strikeouts und einem ERA von 1.80 ligaweit glänzte, hatte Misiorowski in den vorherigen Playoff-Runden gegen die San Diego Padres und Los Angeles Dodgers ungewohnte Schwierigkeiten mit der Flugkurve und dem sogenannten Induced Vertical Break (IVB) seines Fastballs gezeigt. Um diese mechanischen Probleme zu beheben, schalteten sich Pitching-Coach Chris Hook und Pitching-Coordinator Jim Henderson ein. Während einer elftägigen Pause vor dem World-Series-Auftakt analysierten sie seine Abläufe.
Die Trainer stellten fest, dass der Werfer zu tief in seine Beine sank und sein Anlauftempo zu stark verlangsamte, um die Emotionen im Postseason-Trubel zu kontrollieren. Das Resultat zeigte sich auf dem Feld: Misiorowski feuerte im Auftaktspiel insgesamt 40 Würfe mit einer Geschwindigkeit von 100 mph oder mehr ab – ein historischer Höchstwert für ein einzelnes World-Series-Spiel im Zeitalter der Pitch-Tracking-Technologie. Zuvor hatten die Brewers die Los Angeles Dodgers mit 4:0 geschlagen, um den National League Titel zu erringen, während die Rays durch einen 4:2-Erfolg über die Cleveland Guardians das Ticket für das Finale lösten.
Offensive Akzente und Bullpen-Sieg
Auch offensiv legten die Brewers den Grundstein früh.
Designated Hitter Christian Yelich trug maßgeblich zum Spielverlauf bei, indem er einen Run selbst erzielte und einen weiteren vorbereitete, womit die Gastgeber auf 3:1 davonzogen. Yelich betonte nach dem Spiel die Bedeutung des Auftaktsiegs:

Christian Yelich sagte: Es fühlt sich großartig an. Die Jungs haben sich sofort eingelebt und einen tollen Job gemacht. Wir haben noch einen Weg vor uns, aber es ist schön, den ersten Sieg zu holen.
Nachdem Misiorowski nach fünf Innings und 78 Pitches den Mound verlassen hatte, übernahm der starke Bullpen von Trainer Pat Murphy. Abner Uribe und Aaron Ashby hielten die Rays im sechsten und siebten Inning in Schach, bevor Trevor Megill im neunten Durchgang den Save sicherte. Die Rays versuchten im letzten Inning noch einmal heranzukommen und brachten einen Läufer auf das dritte Base, scheiterten jedoch an der kompakten Defensive und der eingespielten Auswechslung der Hausherren. Tampa-Bay-Manager Kevin Casherkannte die Qualität des Gegners neidlos an: Seht mal, er ist so talentiert. Er ist so ein besonderer Pitcher
, sagte Cash über den gegnerischen Starting Pitcher und fügte hinzu, dass das Verlassen des Werfers nach fünf Innings ein kleiner Etappenerfolg für sein Team gewesen sei.
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