Microsoft bietet rund 60.000 Mitarbeitern weltweit ein freiwilliges Abfindungsprogramm an. Das Paket deckt etwa ein Viertel der Belegschaft ab und richtet sich an Angestellte bis Stufe 70. Der Konzern reagiert damit auf die enormen Investitionen in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz.
Wie CBC unter Berufung auf Reuters berichtete, erstreckt sich das Angebot auf etwa 60.000 Menschen. Der Technologiekonzern aus Redmond hat den Angestellten in den Vereinigten Staaten, Kanada, Indien und dem Vereinigten Königreich eine neue Exit-Option unterbreitet. Microsoft beschäftigte nach seinem jüngsten Jahresbericht zum Stichtag 30. Juni insgesamt 223.000 Vollzeitkräfte.
Amy Coleman Beschreibt das neue Exit-Angebot im internen Memo
Chief People Officer Amy Coleman verschickte eine entsprechende Mitteilung an die Belegschaft. Das Programm setzt im Gegensatz zur diesjährigen Frühjahrsrunde weder ein Mindestalter noch eine bestimmte Betriebszugehörigkeit voraus, und auch die bisherige Leistung spielt keine Rolle bei der Auswahl. Die Ausgestaltung des Programms unterscheidet sich deutlich von früheren Personalmaßnahmen.

Amy Coleman erklärte: „Dieses Angebot gibt berechtigten Mitarbeitern, die möglicherweise eine Zukunft außerhalb des Unternehmens in Betracht ziehen, eine neue Möglichkeit, diesen Übergang jetzt mit Unterstützung zu vollziehen. Es gibt teilnehmenden Organisationen außerdem eine weitere Möglichkeit, ihre Belegschaft an veränderte Anforderungen anzupassen.
Business Insider zufolge haben berechtigte Mitarbeiter bis Anfang Dezember Zeit, sich zu entscheiden. Betroffen sind Mitarbeiter bis zur internen Stufe 70. Diese Schwelle umfasst General Manager und Positionen mit dem Titel eines Vice President. Die Frist für die Annahme läuft im Dezember aus, und ausscheidende Mitarbeiter verlassen das Unternehmen zum Jahresende. Tochtergesellschaften wie GitHub oder LinkedIn sind von dem Abfindungsprogramm ausgeschlossen.
Milliardenausgaben für KI-Infrastruktur Belasten das Budget
Es wird berichtet, dass Microsoft im Kalenderjahr 2026 allein 175 Milliarden US-Dollar in diesem Bereich investieren will. Der Hintergrund der Sparmaßnahmen liegt in den gigantischen Summen, die das Unternehmen für Rechenzentren und Halbleiter aufwendet.
Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen im vorangegangenen Quartal einen positiven Cashflow von 19,64 Milliarden US-Dollar. Eine Studie des National Bureau of Economic Research zeigt, dass 90 % von 9.000 befragten Führungskräften weltweit angeben, Künstliche Intelligenz habe in ihren Unternehmen noch nicht zu einer gesteigerten Produktivität geführt. Laut Angaben des Bureau of Labor Statistics waren im September rund 1,94 Millionen Amerikaner seit 27 Wochen oder länger arbeitslos, was 27,1 % aller arbeitslosen Erwerbspersonen entsprach. Konzerninterne Personalbewegungen zeigen, dass Microsoft im Juni des Vorjahres 228.000 Angestellte zählte, während die globale Belegschaft zum Ende desselben Monats im darauffolgenden Jahr auf 223.000 Vollzeitkräfte gesunken war.
| Personal- und Finanzkennzahl | Betrag oder Wert |
|---|---|
| Globale Vollzeitkräfte (Stand 30. Juni) | 223.000 |
| Für das Abfindungsprogramm berechtigte Beschäftigte | ca. 60.000 |
Die Vertriebsorganisation, bestimmte Ingenieurteams sowie ausgewählte Unternehmensfunktionen sind ausgenommen. Nicht alle Abteilungen beteiligen sich an der Initiative. Abteilungen wie Copilot, CoreAI, Windows und Geräte, Xbox, Finanzen und Personalwesen nehmen hingegen teil. Ein Sprecher betonte, dass diese Angebote einen weiteren Weg darstellen, um flexibel auf wechselnde organisatorische Anforderungen zu reagieren.

Rückblick auf vorangegangene Entlassungswellen und Abfindungen
Das Unternehmen hatte bereits im Frühjahr ein Programm für den vorzeitigen Ruhestand aufgelegt. Es wird berichtet, dass sich damals rund 7 % der US-Beschäftigten qualifizierten und über 30 % dieses Angebot annahmen. Im Juli folgte dann eine Entlassungswelle von 4.800 Stellen, unter anderem im Xbox-Bereich. Dabei wurden etwa 1.600 Stellen allein im Xbox-Segment gestrichen.
Die aktuellen Abfindungen entsprechen dem regulären Standard des Konzerns. Das Paket umfasst Basisbezüge entsprechend der Betriebszugehörigkeit, die weitere Vesting-Periode von Aktienpaketen, eine zeitlich begrenzte Krankenversicherung sowie Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung. Konzerninterne Personalbewegungen zeigen, dass Microsoft im Juni des Vorjahres 228.000 Angestellte zählte.
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