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Masters 2026: McIlroy und Young führen nach der dritten Runde

Augusta National hat uns am Samstag einen dieser klassischen „Moving Day“-Momente beschert, die man so nur im Golfsport erlebt. Rory McIlroy ging mit einem historischen Vorsprung von sechs Schlägen in die dritte Runde – ein Polster, das ihn fast unangreifbar erscheinen ließ. Doch am Ende des Tages war dieses komfortable Polster komplett verdampft. Cameron Young stürmte mit einer beeindruckenden Offensive nach vorne und zwang den Titelverteidiger in ein direktes Duell auf Augenhöhe. Beide gehen nun mit einem Gesamtergebnis von 11 unter Par in das Finale am Sonntag.

Die Aufholjagd eines Cameron Young

Kaum jemand hätte am Samstagmorgen geglaubt, dass Cameron Young die Führung übernehmen könnte. Als er den ersten Abschlag betrat, lag er acht Schläge hinter McIlroy. Diese Lücke schloss er mit einer chirurgischen Präzision, die das gesamte Feld in Staunen versetzte. Young lieferte eine 65 ab, was zusammen mit Scottie Scheffler die beste Runde des Tages war.

Besonders spektakulär war sein Vorgehen am 16. Loch. Ein langer Putt aus der Distanz glitt ins Loch und brachte ihn zunächst in einen Tie mit McIlroy, bevor er kurz darauf die alleinige Führung übernahm. Young kommt mit enormem Selbstvertrauen nach Augusta; sein Sieg beim Players Championship im letzten Monat war das erste Signal für seine aktuelle Topform. In der laufenden Saison hat er in sieben Starts jedes Mal den Cut geschafft und zuvor beim Arnold Palmer Invitational den dritten Platz belegt. Dieser Lauf ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konstanten Leistungssteigerung.

Stand der Dinge Cameron Young und Rory McIlroy führen das Feld nach 54 Löchern gemeinsam mit 11 unter Par an, dicht gefolgt von Sam Burns (-10).

Ein wackeliger Tag für den Titelverteidiger

Rory McIlroy wirkte am Samstag menschlicher als in den ersten beiden Runden. Eine 73 (+1) ist kein katastrophales Ergebnis, doch im Kontext der Konkurrenz fühlte es sich wie ein Rückschlag an. Er versuchte, die Kontrolle zurückzugewinnen, und schaffte das kurzzeitig mit zwei Birdies in Folge an den Löchern 14 und 15. Doch die Nervosität war spürbar, besonders nach einem Bogey am 17. Loch, das ihn erneut in die Tie mit Young brachte.

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McIlroy zeigte sich nach seiner Runde ehrlich und fast schon frustriert. Er gab gegenüber Sky Sports zu, dass er morgen besser spielen müsse. Er wusste genau, dass die Qualität des Verfolgerfeldes extrem hoch war und er seinen Vorsprung leichtfertig verspielt hat. Dennoch bleibt er in einer starken Position, da er trotz der Schwäche am Samstag immer noch an der Spitze steht.

Drama und Durchhaltevermögen im Verfolgerfeld

Hinter den beiden Führenden spielt sich ein hochspannendes Rennen ab. Sam Burns ist mit 10 unter Par nur einen Schlag zurück. Er lieferte eine solide 4-unter-Runde ab und bleibt damit ein ernsthafter Anwärter auf den Titel.

Ein besonderes Highlight lieferte Shane Lowry, der an Loch 6 ein Hole-in-one erzielte. Mit einem Gesamtergebnis von 9 unter Par belegt er den vierten Platz. Auch Scottie Scheffler, der bereits zweimal in Augusta gewann, schoss eine starke 65, liegt aber mit 7 unter Par noch etwas zu weit zurück, um am Sonntag direkt Druck auszuüben.

Beeindruckend ist zudem der Kampfgeist von Collin Morikawa. Nachdem er die erste Runde mit einer 74 als „schwerste Runde seines Lebens“ bezeichnete, kämpfte er sich mit einer 69 und einer 68 zurück. Das ist besonders bemerkenswert, da Morikawa sich im letzten Monat aufgrund einer Rückenverletzung vom Players Championship zurückziehen musste. Er geht trotz körperlicher Einschränkungen mit einer starken Form in den Sonntag.

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Wie sieht die Ausgangslage für den Finaltag aus?

Cameron Young und Rory McIlroy starten den Sonntag gemeinsam als Führende mit 11 unter Par. Sam Burns folgt mit einem Schlag Abstand auf Platz drei. Die psychologische Dynamik hat sich komplett verschoben: Young kommt mit dem Momentum einer unglaublichen Aufholjagd, während McIlroy beweisen muss, dass er die mentale Stärke besitzt, einen fast verspielten Vorsprung wieder in einen Sieg zu verwandeln.

Wie konnte Cameron Young den massiven Rückstand aufholen?

Young startete den Tag acht Schläge hinter McIlroy. Er spielte eine brillante 65 (7 unter Par), die er durch präzise Birdies, unter anderem an Loch 10 und Loch 16, erreichte. Sein Sieg beim Players Championship gab ihm das nötige Selbstvertrauen für diesen aggressiven und erfolgreichen Angriff.

Welche Auswirkungen hat dieser Verlauf auf Rory McIlroy?

Die Tatsache, dass ein Rekordvorsprung von sechs Schlägen innerhalb eines Tages verschwand, könnte McIlroy verunsichern. Er ist zwar immer noch Co-Führer, doch der Druck ist nun deutlich höher, da er nicht mehr kontrollieren, sondern wieder kämpfen muss. Sein eigenes Eingeständnis, dass er „besser werden muss“, zeigt, dass er die Situation kritisch sieht.

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Johann Falk

Über den Autor

Johann Falk ist Chief Editor von Germanic Nachrichten und verantwortet die redaktionelle Linie, Themenauswahl und finale Qualitaetssicherung der Veroeffentlichung. Sein Schwerpunkt liegt auf klarer, verifizierter und schnell einordenbarer Berichterstattung fuer ein deutschsprachiges Publikum.

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