Die 85-jährige Unternehmerin hatte das Foto am 31. Oktober im Rahmen eines Karussellbeitrags veröffentlicht, der eigentlich ihre Kerzenkollektion auf QVC bewerben sollte. Auf dem Bild trug sie zerrissene Kleidung, eine Mütze und Schmutz im Gesicht, während sie das Pappschild hielt. Nach einer Welle der Empörung in den sozialen Netzwerken löschte Stewart den Beitrag. Zahlreiche Kommentatoren warfen der Medienpersönlichkeit vor, die Notlage armutsbetroffener Menschen zu verhöhnen. Unter anderem kritisierten Nutzer die Aktion als völlig realitätsfern.
Martha Stewarts erste Stellungnahme und die scharfe Kritik im Netz
Zunächst versuchte die Lifestyle-Ikone ihr Vorgehen zu erklären, vermied jedoch in den ersten Stunden eine direkte Entschuldigung. Gegenüber Medien wie Page Six und People beteuerte sie, dass das Kostüm niemals verletzend gemeint war.
Ich bin bestürzt darüber, dass mein gestriges Halloween-Kostüm, mit dem ich auf das sehr ernste Thema Obdachlosigkeit aufmerksam machen wollte, Menschen gekränkt hat – was niemals meine Absicht war.
Die vollständige Entschuldigung auf Instagram
Wenige Stunden nach der ersten Erklärung veröffentlichte Stewart auf Instagram eine revidierte und deutlich direktere Erklärung, in der sie einräumte, dass ihr Vorgehen falsch war.
Es fällt schwer, sich einzugestehen, wenn man wirklich Mist gebaut hat. Ich weiss, dass viele Menschen unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten leiden. Ein Kostüm wie meines zu tragen, war unsensibel und nicht lustig. Es tut mir wirklich sehr leid.

Trotz der klaren Worte blieb der Unmut im Netz bestehen. Einige Social-Media Nutzer kritisierten, dass die Entschuldigung die Kritik nur unzureichend addressiere oder forderten konkrete finanzielle Spenden an Hilfsorganisationen. Andere verteidigten die Unternehmerin und argumentierten, dass ähnliche Verkleidungen in früheren Jahrzehnten durchaus üblich gewesen waren.
Vermögen und unternehmerischer Hintergrund im Fokus der Diskussion
Die Debatte wurde zusätzlich durch Berichte über Stewarts geschätztes Vermögen von rund 400 Millionen US-Dollar angeheizt. Dabei erwähnte sie auch, dass im Rahmen dieser geschäftlichen Partnerschaften Waren im Wert von fast zwei Milliarden Dollar verkauft wurden. Gleichzeitig erinnerte sie an den tiefen Einschnitt durch ihre Verurteilung im Jahr 2004 im Zuge eines Aktienskandals, der sie fünf Monate Haft, anschliessend fünf Monate Hausarrest und rund eine Milliarde Dollar kostete, bevor ihr nach den finanziellen Einbussen durch juristische Probleme ein erfolgreiches Comeback gelang.
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