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macOS 27: Apple beendet Intel-Ära mit Golden Gate

Auf der WWDC in Cupertino hat Apple am Montag das neue Betriebssystem macOS 27 mit dem Codenamen Golden Gate vorgestellt. Mit diesem Update beendet der Konzern die Unterstützung für Intel-Prozessoren in der aktuellen Hauptversion und stellt die gesamte Mac-Produktlinie vollständig auf Apple Silicon um.

Der endgültige Bruch mit Intel: Welche Macs ausscheiden?

Der endgültige Bruch mit Intel: Welche Macs ausscheiden?
Photo: Caschys Blog
Mit der Ankündigung von macOS 27 ist ein technologischer Wendepunkt erreicht. Während Apple seit 2020 schrittweise auf eigene Chips setzt, markiert der Codename Golden Gate nun den endgültigen Abschied von der Intel-Architektur. Für viele Nutzer bedeutet dies, dass ihre bisherigen Geräte den Anschluss an die neuesten System-Innovationen verlieren werden. Wie [borncity.com berichtet](https://borncity.com/news/macos-27-apple-beendet-intel-aera-endgueltig-mit-golden-gate/), wird die Kompatibilitätsliste für das neue Betriebssystem ausschließlich Geräte mit Apple Silicon führen. Das ist ein schmerzhafter Schnitt für Besitzer älterer, teurer Hardware. Zu den Modellen, die keine Unterstützung mehr für macOS 27 erhalten, gehören unter anderem das MacBook Pro 16 Zoll aus dem Jahr 2019, das 13-Zoll-Modell von 2020 mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen sowie der iMac aus dem Jahr 2020 und der Mac Pro von 2019. Besitzer von Intel-Macs haben jedoch nicht sofort das Nachsehen. Als letzte große Aktualisierung wird macOS Tahoe bereitgestellt, wobei für diese älteren Systeme voraussichtlich noch etwa zwei Jahre lang Sicherheitsupdates verfügbar bleiben. Die Liste der unterstützten Geräte ist hingegen klar definiert. Apple setzt voll auf die M-Serie:
  • MacBook Air (Apple Silicon ab 2020)
  • MacBook Pro (Apple Silicon ab 2020)
  • iMac (Apple Silicon ab 2021)
  • Mac mini (Apple Silicon ab 2020)
  • Mac Studio (ab 2022)
  • Mac Pro (Apple Silicon ab 2023)
  • Das neue MacBook Neo (2026)

Liquid-Glass-Feinschliff: Mehr Kontrolle über das Design

Liquid-Glass-Feinschliff: Mehr Kontrolle über das Design
Photo: iphone-ticker.de
Neben der Hardware-Umstellung legt Apple einen massiven Fokus auf die visuelle Identität der Betriebssysteme. Das vor einem Jahr eingeführte [Liquid-Glass-Design wird in macOS 27 weiter verfeinert](https://www.iphone-ticker.de/ios-27-und-macos-27-schneller-und-verbessertes-design-279229/), um auf Nutzerfeedback zu reagieren. Ein zentrales Problem der Vorgängerversionen war die Lesbarkeit bei starker Transparenz. Apple reagiert darauf mit einem neuen, globalen Transparenz-Regler. Nutzer können nun stufenlos einstellen, wie stark die Glasoptik der Fenster und Elemente ausgeprägt sein soll. Dies ermöglicht eine individuelle Anpassung zwischen einer nahezu klaren Darstellung und einer deutlich eingefärbten, kontrastreichen Optik. Zusätzlich wurden die Benutzeroberflächen vereinheitlicht. Die Seitenleisten in macOS ziehen sich künftig bis an den Rand der Fenster, und die Symbolleisten erhalten wieder einen festen Hintergrund, damit Schaltflächen nicht mehr verloren über den Inhalten schweben. Auch die Eckenradius-Gestaltung der Fenster wird über alle Anwendungen hinweg vereinheitlicht, was für eine konsistente Ästhetik sorgt.

Die Performance-Offensive und das 12-GB-RAM-Dilemma

macOS Golden Gate 27.0 Beta 1 – What's New?
Unter der Haube ähnelt das Update dem legendären Mac OS X 10.6 Snow Leopard: Es geht weniger um radikal neue Funktionen als vielmehr um massive Stabilitäts- und Geschwindigkeitsgewinne. Apple verspricht, dass Anwendungen unter macOS 27 bis zu 30 Prozent schneller starten als unter dem Vorgänger. Besonders deutlich werden die Optimierungen in der Medienverarbeitung. Laut [heise online](https://www.heise.de/news/macOS-27-Golden-Gate-Liquid-Glass-Feinschliff-bessere-Performance-Siri-AI-11321827.html) sollen Inhalte in der Fotos-App bis zu 70 Prozent schneller geladen werden, und AirDrop-Übertragungen könnten um bis zu 80 Prozent beschleunigt werden. Ein überarbeiteter CPU-Scheduler soll zudem für flüssigere Animationen und eine geringere Systemlast sorgen. Doch die Leistungsversprechen haben eine Kehrseite, die vor allem die Hardware-Anforderungen für die neue Apple Intelligence betrifft. Hier setzt Apple eine deutliche Grenze: Wer die volle Power der KI-Funktionen nutzen möchte, benötigt zwingend einen M3-Chip oder neuer sowie mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher. Dies schafft eine neue Klassentrennung innerhalb der Apple-Nutzerbasis. Selbst das brandneue MacBook Neo (2026) bleibt von den fortschrittlichsten KI-Funktionen ausgeschlossen, wenn es in der Basisversion mit nur 8 GB RAM ausgeliefert wird.

Siri AI: Die neue Ära der persönlichen Assistenz

Siri AI: Die neue Ära der persönlichen Assistenz
Photo: heise online
Das Herzstück der neuen Softwaregeneration ist die grundlegende Überarbeitung der künstlichen Intelligenz. Apple verfolgt hierbei einen hybriden Ansatz, der lokale Foundation-Modelle mit datenschutzfreundlichen Cloud-Modellen kombiniert. Ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit von Siri AI ist die [enge Zusammenarbeit mit Google und den Gemini-Modellen](https://www.heise.de/news/macOS-27-Golden-Gate-Liquid-Glass-Feinschliff-bessere-Performance-Siri-AI-11321827.html). Das Ziel ist eine Assistenz, die den persönlichen Kontext des Nutzers versteht, Bildschirminhalte analysiert und Aktionen über App-Grenzen hinweg autonom ausführen kann. Für europäische Nutzer gibt es eine wichtige Nachricht: Im Gegensatz zu früheren Rollouts wird die neue Siri AI für macOS direkt in der EU verfügbar sein. Die neue Intelligenz soll als eigenständige App erscheinen und durch multimodale Modelle ergänzt werden, die verschiedene Inhaltstypen gleichzeitig verarbeiten können.

Ein historischer Abschluss für die Ära Cook

Die WWDC 2026 markiert nicht nur einen technologischen Wendepunkt, sondern auch einen personellen. Es war der letzte Auftritt von Tim Cook als Apple-CEO auf dieser Bühne. Sein Vermächtnis ist der vollständige, erfolgreiche Umstieg auf die eigene Chip-Architektur – ein Kraftakt, der die gesamte Computerindustrie verändert hat. Während die Entwickler-Beta für macOS 27 ab sofort zur Verfügung steht, folgt im Juli die öffentliche Testphase. Die finale Veröffentlichung des Betriebssystems ist für den Zeitraum zwischen September und Oktober geplant.
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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