Die Los Angeles Kings verpflichten Peter Laviolette unter einem Dreijahresvertrag als neuen Cheftrainer. Die Entscheidung folgt auf eine enttäuschende Saison 2025-26, in der das Team in der ersten Playoff-Runde ausschied. Laviolette soll die offensive Identität der Mannschaft stärken und den frustrierenden Zyklus früher Playoff-Niederlagen in der Franchise endlich beenden.
Dreijahresvertrag und das Ende der Interimslösung
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Nach einer Phase der Instabilität auf der Trainerbank setzen die Los Angeles Kings nun auf Kontinuität und Erfahrung. Wie abc7.com berichtete, hat der 61-jährige Peter Laviolette einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben. Er übernimmt das Team von Interimstrainer D.J. Smith, der nach der Entlassung von Jim Hiller im März das Ruder übernommen hatte.
Die Entscheidung der Vereinsführung fällt in einer kritischen Phase. Die Kings erlebten eine rückläufige Entwicklung, bei der sie von 105 Punkten auf lediglich 90 Punkte abfielen. Trotz eines Rekordwertes von 33 Spielen, die in Verlängerung entschieden wurden, reichte es am Ende nur für das Erreichen der Postseason, wo sie durch die Colorado Avalanche in der ersten Runde gefegt wurden.
Bei der Suche nach einem Nachfolger gab es mehrere namhafte Kandidaten. Während Anaheim Ducks-Assistent Jay Woodcroft als Finalist galt, gab es auch Bestrebungen, Bruce Cassidy zu verpflichten. Letzterer konnte jedoch nicht kontaktiert werden, da die Vegas Golden Knights die Erlaubnis für Gespräche mit ihrem ehemaligen Trainer verweigerten.
Ein Trainer mit historischem Erfolgswillen
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Laviolette bringt eine beeindruckende Bilanz mit, die ihn zu einem der profiliertesten Strategen der Liga macht. Er steht mit 846 Siegen auf dem siebten Platz der Allzeit-Rangliste der NHL. Seine Karriere, die im Jahr 2001 mit den New York Islanders begann, umfasst mittlerweile 23 Saisons und insgesamt 1.594 absolvierte Spiele.
Seine Erfolgsgeschichte ist untrennbar mit großen Momenten verbunden:
Stanley-Cup-Sieg mit den Carolina Hurricanes im Jahr 2006.
Drei Finalteilnahmen an der Stanley Cup Final Serie (Carolina, Philadelphia, Nashville).
Fünfmaliger Divisionsmeister während seiner Coaching-Laufbahn.
Eine Playoff-Bilanz von 88 Siegen zu 82 Niederlagen.
Nach seiner Entlassung durch die New York Rangers im April 2025, verzeichnete Laviolette eine spielfreie Saison 2025-26. Nun kehrt er in die NHL zurück, um eine Mannschaft zu führen, die seit fünf aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der ersten Playoff-Runde scheitert.
Die Suche nach der offensiven Identität
The History of the Los Angeles Kings
Der strategische Fokus der Kings muss sich grundlegend ändern. Lange Zeit prägte ein defensives System mit engem Checking die Philosophie des Teams, doch die Zahlen der letzten Saison sprechen eine deutliche Sprache. Die Kings belegten in der Kategorie Tore auf dem 29. Platz der Liga und erzielten lediglich 220 Treffer.
Die Verpflichtung von Laviolette ist ein direkter Versuch, diese offensive Schwäche zu beheben. Ein entscheidender Faktor in diesem Vorhaben ist die vorhandene Personaldecke. Laut der New York Times profitiert der Kader von der Anwesenheit des Star-Flügels Artemi Panarin. Laviolette kannte den Stürmer bereits aus seiner Zeit in New York, wo Panarin eine Karrierebestleistung von 120 Punkten aufstellte. Die Synergie zwischen dem Trainer und seinem Schlüsselspieler könnte der Katalysator für die dringend benötigte Steigerung der Offensivkraft sein.
Das Risiko der kurzen Erfolgszyklen
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Trotz der beeindruckenden Statistiken bleibt ein Schatten auf der Verpflichtung. Analysen der bisherigen Karriere deuten auf ein wiederkehrendes Muster hin, das Experten als problematisches „Haltbarkeitsdatum“ beschreiben.
Wie CBS Sports hervorhebt, neigen Laviolettes Teams dazu, nach zwei oder drei Saisons einen massiven Leistungsabfall zu erleben. Dieser Trend ließ sich bereits in Carolina, Philadelphia und Nashville beobachten. In Nashville führte er das Team zwar zu einem Western Conference Titel im Jahr 2017, doch bereits die darauffolgende Saison endete mit einer frühen Playoff-Elimination.
Auch seine jüngsten Stationen werfen Fragen zur langfristigen Nachhaltigkeit auf. Während sein Debüt bei den Rangers zu einer Conference-Final-Teilnahme führte, endete die darauffolgende Spielzeit in New York mit dem Verpassen der Playoffs. Für die Kings stellt sich nun die zentrale Frage: Kann Laviolette den unmittelbaren Erfolg, für den er bekannt ist, in Los Angeles so stabilisieren, dass er nicht nach drei Jahren wieder vor dem gleichen Problem steht – einem stagnierenden Kader und einer verpuffenden Euphorie?
Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.
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