Richard Wagners Romantische Oper „Lohengrin“ feiert am Samstag, den 10. Oktober 2026, ihre Premiere im Großen Saal des Musiktheaters Linz. Die Neuinszenierung unter der musikalischen Leitung des designierten Chefdirigenten Christoph Koncz und der Regie von Michael Schulz interpretiert den Schwanenritter als populistischen Machtmenschen in einer krisengeschüttelten Gegenwart.”
Christoph Koncz und Michael Schulz gestalten personelle Premieren in Linz
Für den 39-Jährigen, der zuvor 15 Jahre lang Geige bei den Wiener Philharmonikern spielte, ist diese Einstudierung sowohl seine erste neue Produktion als designierter Chefdirigent als auch seine erste Wagner-Oper überhaupt. Koncz wurde vor wenigen Monaten in seiner künftigen Funktion bestätigt, wobei bereits davor vereinbart worden war, dass er diese Premierenproduktion leiten wird; die Einstudierung bot zudem die Gelegenheit, Orchester und Dirigent abseits eines Sinfoniekonzerts besser kennenzulernen.
Auch für den Regisseur Michael Schulz, den Generalintendanten des Saarländischen Staatstheaters, handelt es sich um eine erstmalige Auseinandersetzung mit dem „Lohengrin“-Stoff. In einem gemeinsamen Pressegespräch informierten Dirigent und Regisseur über die bevorstehende Premiere. Koncz unterstrich bei dieser Gelegenheit die wunderbaren Möglichkeiten des Hauses und betonte, wie wichtig ihm deutschsprachige Opern sind. Die Linzer Inszenierung ist als Koproduktion mit dem Saarländischen Staatstheater angelegt.”

Regiekonzept verortet Lohengrin als berechnenden Populisten
In der Linzer Inszenierung wird der Titelheld stark von seiner traditionellen Märchenaura entkleidet.
Das ist halt in erster Linie ein Verführer. Jemand, der eben kommt, um eine neue Gesellschaft zu gründen.
Marco Jentzsch, Darsteller des Lohengrin, via ORF
Die Gesellschaft folgt ihm dennoch rasch, da seine Auftritte eine besondere Wirkung entfalten und er als Erlöserfigur wahrgenommen wird. Für Schulz wirkt die Figur gerade deshalb so anziehend, weil Wagner ihr große Musik zur Seite gestellt hat. Auf die Frage nach dem Schwan stellte der Regisseur klar, dass es einen zweifach besetzten „Schwanen-Engel“ geben wird.”
Besetzung, Chöre und Aufführungstermine am Landestheater Linz
Für die dramaturgische Betreuung zeigt sich Anna Maria Jurisch verantwortlich, während Dirk Becker die Bühne gestaltet, Renée Listerdal die Kostüme entwirft und Franz Obermair die Chorleitung übernimmt.

Neben dem Chor und Extrachor des Landestheaters Linz singt zur Verstärkung – insbesondere der Männer – ein ungarischer Männerchor, wodurch insgesamt 60 Personen gemeinsam auf der Bühne stehen.
- Premiere: Samstag, 10. Oktober 2026, um 17:00 Uhr im Großen Saal des Musiktheaters Linz; aufgeführt in deutscher Sprache mit Übertiteln. Auf die Premiere folgen weitere zehn Aufführungen.
- Weitere Vorstellungen im Spielplan: 26. Oktober, 8., 15. und 21. November sowie weitere Termine im Dezember 2026, Januar und Februar 2027 (darunter der 8. November 2026, 10. und 17. Dezember 2026, 29. Dezember 2026, 25. Januar 2027 sowie 20. und 27. Februar 2027).
- Koproduktion und Übertragung: Gemeinsames Projekt mit dem Saarländischen Staatstheater; eine Ausstrahlung erfolgt zudem am 10. Oktober 2026 um 13:00 Uhr im ORF 2, abrufbar bis zum 9. November 2026 um 13:00 Uhr.
- Eintrittspreise: Tickets sind ab 44 Euro erhältlich. Weitere Infos und Karten unter www.landestheater-linz.at.
Weiterlesen