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Welt

Kronprinz Haakon in Sorge um lungenkranke Frau Mette-Marit

Kronprinz Haakon von Norwegen hat am 27. Mai 2026 öffentlich seine tiefe Besorgnis über den Gesundheitszustand seiner Ehefrau Mette-Marit geäußert. Die 52-jährige Kronprinzessin leidet an einer seltenen, unheilbaren Form der Lungenfibrose, deren Zustand sich zuletzt erheblich verschlechtert hat und sie im Alltag auf Sauerstoffgeräte angewiesen macht.

Die Offenheit, mit der der norwegische Thronfolger derzeit über die Krankheit seiner Frau spricht, ist ungewöhnlich. In einem Umfeld, das normalerweise durch diplomatisches Schweigen und kontrollierte Mitteilungen geprägt ist, wählt Haakon nun Worte, die keinen Raum für Interpretationen lassen. Laut einem Bericht von WELT äußerte er seine Sorgen am Rande einer Preisverleihung in Oslo.

Die physische Erschöpfung der Kronprinzessin

Die Situation ist ernst. Mette-Marit, die bereits 2018 öffentlich machte, an Lungenfibrose zu leiden, kämpft mit einer fortschreitenden Vernarbung des Lungengewebes. Diese Erkrankung führt zu einer massiven Einschränkung der Atemfunktion und damit zu einer chronischen Sauerstoffunterversorgung des Körpers.

Die physische Erschöpfung der Kronprinzessin
cluster (priority): T-Online

„Die Kronprinzessin ist schwer krank, und ich finde, dass sich ihr Zustand in jüngster Zeit deutlich verschlechtert hat.

Die Verschlechterung ist nicht nur eine interne Diagnose, sondern wird im öffentlichen Raum sichtbar. Mette-Marit trat zuletzt mehrfach mit einem Sauerstoffgerät auf, wobei Ntv detailliert beschreibt, dass sie eine Nasenkanüle trägt, während ein Palastmitarbeiter das entsprechende Gerät bei ihr mitführt.

Für das Paar bedeutet dies eine radikale Umstellung ihres Lebensstils. Aktivitäten, die einst zum Alltag gehörten, wie Skifahren oder Bergwandern, sind nicht mehr möglich. Haakon beschreibt eine Frau, die zunehmend an Kraft und Energie verliert und anfälliger für Infektionen wird.

„Sie benutzt im Alltag Sauerstoff, und das hilft etwas.

Doch diese Maßnahme ist lediglich eine palliative Stütze. Haakon räumte ein, dass dies keine vollkommen befriedigende Lösung sei.

Die Option einer Lungentransplantation

Die medizinische Strategie hat sich verschoben. Während man anfangs hoffte, die Krankheit mit Medikamenten kontrollieren zu können, ist die Realität nun eine andere. Wie T-Online berichtet, deutet alles darauf hin, dass eine Lungentransplantation unumgänglich wird.

Die Option einer Lungentransplantation
cluster (priority): VOL.AT

Bereits Ende Dezember hatte der Palast signalisiert, dass ein solcher Eingriff in absehbarer Zeit notwendig sein könnte. In der Sendung „Året med kongefamilien“ (Das Jahr mit der Königsfamilie) wurde deutlich, dass dieser Zeitpunkt schneller gekommen ist, als es die Prinzessin gehofft hatte.

Eine Transplantation ist bei einer unheilbaren Erkrankung wie der Lungenfibrose oft die letzte verbleibende Chance, die Lebensqualität signifikant zu verbessern. Gleichzeitig ist sie mit enormen Risiken und einer lebenslangen immunsuppressiven Therapie verbunden, was die ohnehin geschwächte Gesundheit der 52-Jährigen zusätzlich belasten würde.

Ein fragiles Königshaus unter gesundheitlichem Druck

Die Krankheit von Mette-Marit ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer gesundheitlichen Krise, die die oberste Ebene des norwegischen Königshauses erfasst hat. Die Belastung verteilt sich über drei Generationen.

Grim News: Crown Prince Haakon's Worries About Mette-Marit
  • Königin Sonja (88): Ist in dieser Woche aufgrund von Vorhofflimmern krankgeschrieben.
  • König Harald (89): Kämpft wiederholt mit gesundheitlichen Problemen, nimmt aber weiterhin offizielle Aufgaben wahr.
  • Kronprinzessin Mette-Marit (52): Leidet an der fortschreitenden Lungenfibrose und benötigt Sauerstoff.

Kronprinz Haakon, selbst 52 Jahre alt, findet sich in einer Doppelrolle wieder: Er muss die offiziellen Pflichten des Thronfolgers wahrnehmen und gleichzeitig die Rolle des Pflegers und emotionalen Ankers für seine Frau und seine Eltern übernehmen. Trotz der Schwere der Lage lobte er die Ausdauer des Königspaares und betonte, dass Harald und Sonja mehr leisten, als man von ihnen erwarten könne.

Familiäre Krisen und die Epstein-Kontroverse

Während der physische Kampf gegen die Krankheit tobt, sieht sich Mette-Marit mit einer Serie von Reputationskrisen konfrontiert, die zeitlich fast parallel verlaufen. Die psychische Belastung durch diese äußeren Faktoren darf in der Analyse ihrer aktuellen Situation nicht unterschätzt werden.

Familiäre Krisen und die Epstein-Kontroverse
cluster (priority): WELT

Ein zentraler Punkt ist die rechtliche Lage ihres Sohnes aus einer früheren Beziehung, Marius Borg Høiby. Wie der Kurier berichtet, muss sich Høiby wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten. Ein Urteil wird für Mitte Juni erwartet, wobei Ntv den 15. Juni als konkretes Datum nennt.

Zusätzlich steht die Kronprinzessin unter Druck wegen ihrer Vergangenheit. Ende Januar veröffentlichte Ermittlungsakten zum Fall des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein brachten Mette-Marits Namen mehrfach ans Licht. Ein E-Mail-Wechsel zwischen 2011 und 2014 deutet auf eine Vertrautheit hin, die in der Öffentlichkeit kritisch hinterfragt wird.

Diese Kombination aus einer lebensbedrohlichen Krankheit, der drohenden Verurteilung des eigenen Sohnes und einer öffentlichen Image-Krise schafft eine beispiellose Drucksituation für die Kronprinzessin. Dass Haakon in dieser Phase so offen über die Schwere der Krankheit spricht, könnte als Versuch gewertet werden, durch menschliche Verletzlichkeit und Transparenz eine neue Ebene der öffentlichen Sympathie und Unterstützung zu generieren.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein: Die medizinische Entscheidung über den Zeitpunkt der Transplantation und das Gerichtsurteil gegen Marius Borg Høiby werden die Stabilität des norwegischen Königshauses in einer seiner fragilsten Phasen auf die Probe stellen.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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