Jugendlich geführte Demonstrationen gegen Lebenshaltungskosten und Wehrpläne eskalierten am 31. Oktober 2026 in Frankfurt und weiteren deutschen Städten in Ausschreitungen, bei denen Geschäfte geplündert, Feuerwerkskörper auf Rettungskräfte geworfen und Wasserwerfer eingesetzt wurden.
Zehntausende Menschen gingen am Samstag, dem 31. Oktober 2026, in rund 34 deutschen Städten auf die Straßen. Die Kundgebungen standen unter dem Motto Gen Z regelt
und richteten sich gegen steigende Lebenshaltungskosten, Unterfinanzierung in Schulen sowie die von der Politik diskutierte Wiedereinführung einer Wehrpflicht. Während die Proteste tagsüber größtenteils friedlich verliefen, kippte die Stimmung in den Abendstunden in mehreren Großstädten wie Berlin, Köln, Hamburg und besonders Frankfurt am Main.
Plünderungen in Frankfurt
In Frankfurts Innenstadt kam es zu schweren Ausschreitungen. Maskierte Randalierer plünderten mehrere Geschäfte, darunter ein Waffengeschäft, ein Sneaker-Geschäft und eine Parfümerie. Die Polizei registrierte eingeschlagene Schaufenster und den Einsatz von Molotowcocktails gegen Einsatzkräfte.
Demonstranten trugen Schilder mit Aufschriften wie „Zeit für Widerstand“ und „Merz muss weg“, womit sie sich auf den konservativen Bundeskanzler Friedrich Merz bezogen. In Berlin berichtete eine 20-jährige Studentin namens Milla gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass sie es sehr wichtig finde, Solidarität mit all den anderen derzeit europaweit stattfindenden Protesten zu zeigen.
Der 18-jährige Steve warf der Regierung von Kanzler Friedrich Merz bei einer Kundgebung in München vor, den Sorgen junger Menschen keine andere Antwort als weitere Kürzungen anzubieten.
In Hamburg zündeten Demonstranten Barrikaden an, während die Polizei in Hamburg und Köln Wasserwerfer einsetzte, nachdem Demonstrierende Rettungskräfte mit Feuerwerkskörpern, Steinen und Flaschen beworfen hatten.

Die Polizei in Leipzig setzte Pfefferspray ein, als Demonstrationen gewalttätig wurden, und in Bonn erlitt ein Polizeibeamter bei einer Auseinandersetzung leichte Verletzungen. In Frankfurt selbst wurde mindestens ein Polizeibeamter verletzt und medizinisch versorgt. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Stadtgebiet, während Beamte mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen gewalttätige Gruppen vorgingen. Nach Angaben der Berichterstattung wurden bei den Zusammenstößen mehrere Personen festgenommen und verdächtige Waffen sowie ein Tatverdächtiger sichergestellt.””
Die gewalttätigen Ausschreitungen dauern an. In der Innenstadt wurden an mehreren Geschäften die Scheiben eingeschlagen. Außerdem werden Molotowcocktails auf Einsatzkräfte geworfen. Wir fordern alle Unbeteiligten auf, die Innenstadt zu mieten oder den Bereich zu verlassen.
Die Sicherheitskräfte sperrten einen großen Teil der Haupteinkaufsstraße ab. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Stadtgebiet, während Beamte mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen gewalttätige Gruppen vorgingen. Nach Angaben der Berichterstattung wurden bei den Zusammenstößen mehrere Personen festgenommen und mindestens ein Polizeiholizist verletzt.
Politische Warnungen
Poseck warnte zudem davor, Entwicklungen wie die in Frankreich zu ignorieren, wo wochenlange Jugendproteste ebenfalls von schweren Ausschreitungen begleitet worden waren. Frankreich darf in dieser Hinsicht nicht als Vorbild dienen
, betonte der hessische Innenminister. Das Bundesinnenministerium bestätigte entsprechende Beobachtungen und erklärte, dass sich Teile der linksextremistischen Szene sowie ausländische Gruppierungen an Mobilisierungsversuchen beteiligt hätten. Unterdessen hielt das französische Innenministerium fest, dass am selben Samstag rund 320.000 Menschen im ganzen Land an den Demonstrationen der Gelbwesten-Bewegung und weiterer Gruppen teilgenommen hatten, darunter allein 70.000 in Paris, was jedoch einen Rückgang im Vergleich zur vorherigen Woche darstellte.
Verfehlte Teilnehmerzahlen
Die Organisatoren der Kampagne hatten im Vorfeld bundesweit mit bis zu 182,000 Teilnehmern gerechnet. Offizielle Polizeistellen in Berlin, München und Frankfurt zählten jedoch insgesamt rund 18,000 Demonstranten, während die Initiatoren selbst von etwa 36,000 Menschen auf ihrer Website sprachen.

In Berlin trat Lina Friedrich als Sprecherin der Initiative auf und erläuterte die inhaltlichen Forderungen der Bewegung:.
Die Bewegung betonte ausdrücklich, dass Gewalt, Extremismus und verfassungsfeindliche Symbole keinen Platz in ihren Reihen hätten. Dennoch traten bereits erste Risse in der Vertretung zutage: Die Bundesschülerkonferenz (BSK) distanzierte sich von der Initiative und kündigte eine eigene Kundgebung für den 20. November an.
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