Jon Ossoff hat am 3. November 2026 bei den Midterms in den USA seine Wiederwahl in Georgia gewonnen. Der demokratische Senator setzte sich gegen den von Präsident Donald Trump unterstützten Republikaner Mike Collins durch und verteidigte damit einen wichtigen Sitz im Senat.
Sieg in Georgia
Die Entscheidung fiel weniger als eine Stunde nach Schließung der Wahllokale und sorgte bei einer Wahlparty von Georgia-Demokraten in Atlanta für Jubel. Der 39-jährige Ossoff ist der jüngste Senator in Washington und der erste jüdische Vertreter dieses Bundesstaates im US-Senat. Mit dem Sieg baut die Partei ihre Position in dem umkämpften Swing State aus, den Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2024 noch für sich entschieden hatte. Im Bundesstaat Georgia leben laut dem Zensus aus dem Jahr 2025 rund elf Millionen Einwohner.
Im Wahlkampf konzentrierte sich Ossoff vor allem auf die wirtschaftlichen Sorgen der Wähler und die steigenden Lebenshaltungskosten. Dabei warf er seinem Kontrahenten vor, loyal zu einem gescheiterten Präsidenten zu stehen. Da Umfragen einen soliden Vorsprung für den Amtsinhaber sahen, lenkten die Republikaner im Vorfeld Ressourcen von diesem Rennen auf andere Bundesstaaten um. Republikanischer Gouverneur Brian Kemp, der in diesem Bundesstaat aufgrund von Amtszeitbeschränkungen nicht erneut antreten konnte, lehnte eine Kandidatur ab. Politische Beobachter vermuteten dahinter die Sorge vor der wachsenden politischen Stärke des Demokraten, während zugleich anhaltende Gerüchte über mögliche Präsidentschaftspläne für das Jahr 2028 die Runde machten. Ossoff selbst wies solche Spekulationen im Verlauf des Wahlkampfs mehrfach zurück und betonte, kein Interesse an einer Kandidatur für das höchste Staatsamt zu haben.
Rede nach Bekanntgabe des Wahlausgangs
Bei seinem Auftritt vor Anhängern reagierte Ossoff auf Zwischenrufe aus der Menge mit den Worten: I love you, too
.

Dieser Moment ist keine Chance für eine Restauration, sondern für eine Reformation. Und deshalb müssen wir inmitten unseres heutigen Feierns anerkennen, dass die zugrunde liegende Krise, die unsere Republik im Griff hält, weiterbesteht und dass deshalb unsere wichtigste Arbeit noch vor uns liegt.
Jon Ossoff
Im Vorfeld der Wahlen kam es zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen Ossoff und dem Präsidenten, den der Senator unter anderem dafür kritisierte, sich nicht ausreichend um Regierungsgeschäfte zu kümmern. Trump bezeichnete Ossoff daraufhin als weak, arrogant, hateful, radical left senator
. Ossoff warf dem 80-jährigen Staatschef im Gegenzug seniles Gebrabbel vor.
Mehr zu Donald Trump
Weiterlesen