Der demokratische Senator Jon Ossoff hat bei den Zwischenwahlen am 3. November 2026 seinen Senatssitz in Georgia gegen den Republikaner Mike Collins verteidigt und damit einen wichtigen Erfolg für seine Partei im Kongress erzielt.
Bei den Midterms am 3. November 2026 setzte sich der demokratische Senator Jon Ossoff gegen den von Präsident Donald Trump unterstützten Republikaner Mike Collins durch. Das Rennen galt als erste entscheidende Abstimmung des Abends.
Jon Ossoff verteidigt Sitz in Georgia
Der 39-jährige Ossoff ist der erste jüdische Senator im Swing State Georgia. Er gilt als das jüngste Mitglied des US-Senats.
Das Durchschnittsalter im US-Senat liegt ansonsten bei rund 65 Jahren. Der im Südosten der USA gelegene Bundesstaat zählte zum Zensus 2025 rund elf Millionen Einwohner, und seine Hauptstadt ist Atlanta.
Der Republikaner Mike Collins, ein 59-jähriger Unternehmer aus der Transportbranche, vertrat Georgia im Repräsentantenhaus. Er ging im Juni nach einer internen Stichwahl als Kandidat seiner Partei hervor.

Seine Kampagne sah sich jedoch mit persönlichen Kontroversen konfrontiert. Dazu zählten Berichte über einen ehemaligen Mitarbeiter aus seinem direkten Kreis, der Inhalte mit extremistischen Bezügen geteilt hatte.
Republikanische Kreise hatten gehofft, diesen Sitz im Bundesstaat zu gewinnen. Georgia hatte im vergangenen Wahlzyklus politische Verschiebungen nach rechts verzeichnet.
Der republikanische Gouverneur Brian Kemp, dessen Amtszeit beschränkt ist, war zuvor als möglicher Herausforderer gehandelt worden. Er trat jedoch nicht an.
Politische Beobachter vermuteten dahinter die wachsende Bekanntheit von Ossoff. Dieser wurde im Vorfeld auch mit Spekulationen über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2028 konfrontiert.
Ossoff selbst lehnte solche Gedankenspiele im Wahlkampf jedoch mehrfach ab. Er betonte, er habe hierfür keinerlei Interesse.
Sieg in Atlanta und neue Mehrheiten
Weniger als eine Stunde nach Schließung der Wahllokale wurde die Prognose über Ossoffs Sieg bekannt gegeben. Diese Nachricht führte bei der Wahlparty der Demokraten in Atlanta zu lautem Beifall.

Ossoff dankte seiner Familie sowie den Wählern. Er ging in seiner Ansprache auf wirtschaftliche Sorgen der Bevölkerung, die Bekämpfung von Korruption sowie Angriffe auf große Konzerne ein.
Der Bundesstaat war im Vorfeld von scharfen Auseinandersetzungen geprägt. Der Präsident kritisierte den demokratischen Senator als radikal links.
Ossoff warf dem Amtsinhaber im Gegenzug „seniles Gebrabbel“ vor.”
Das Wahlergebnis im Bundesstaat bildet einen Baustein für die Zusammensetzung des Kongresses. Die Republikaner hatten vor dem Urnengang eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen gehalten.