Quarterback Jayden Daniels zog sich am Sonntag, den 20. September 2026, bei einer 20:37-Niederlage der Washington Commanders gegen die Dallas Cowboys im AT&T Stadium in Arlington eine Luxation des linken Ellenbogens zu. Die Verletzung an seinem wurfunrelevanten Arm passierte kurz vor der Halbzeitpause und gefährdet den weiteren Saisonverlauf des Star-Spielmachers.
Die Verletssungszene kurz vor der Halbzeitpause
Der Vorfall ereignete sich in den letzten Sekunden des zweiten Viertels. Mit nur noch drei Sekunden auf der Uhr und einem Rückstand von 10:17 entschieden sich die Washington Commanders gegen ein Field Goal und wollten stattdessen von der Ein-Yard-Linie der Dallas Cowboys einen Touchdown erzielen. Jayden Daniels nahm den Snap an, verlor jedoch das Gleichgewicht, nachdem ihm sein linker Guard Chris Paul auf den Fuß getreten war.
Beim Versuch, seinen Sturz abzufangen, setzte Daniels den linken Arm unglücklich auf dem Rasen auf. Sein Arm bog sich nach hinten, während Defensive Tackle Jonathan Bullard auf ihn zustürmte. Obwohl er den Ball noch wegscherzen konnte, blieb der Quarterback sofort unter Schmerzen auf dem Boden liegen. Die Rettungskräfte und das medizinische Personal eilten herbei, bevor Daniels mit einer Trage vom Feld gefahren wurde – den Kopf dabei unter einem Handtuch verborgen.
Erste medizinische Befunde und Aussagen von Trainer Dan Quinn
Nach dem Spiel gab Cheftrainer Dan Quinn erste Einblicke in den medizinischen Zustand seines Spielmachers. Eine Untersuchung mittels Röntgenbildern zeigte keinen Knochenbruch, doch eine genauere Diagnose steht noch aus. Daniels trat die Rückreise mit dem Team an und soll sich am Montag weiteren bildgebenden Untersuchungen unterziehen.

Dan Quinn, Cheftrainer der Washington Commanders, äußerte sein großes Bedauern für den Spieler, der wirklich alles gegeben habe, und betonte, das Team werde bis zu Daniels‘ Rückkehr enorm fest hinter Marcus [Mariota] stehen, was man intern besprochen habe.
Vor seiner Auswechslung hatte Daniels 11 von 17 Pässen für 96 Yards und einen Touchdown komplettiert sowie starke 69 Yards Raumgewinn bei sieben Läufen erzielt.
Parallelen zur Vorsaison und das Schattenkabinett um Marcus Mariota
Besonders bitter ist die Diagnose für die Franchise, da es sich um exakt denselben Ellenbogen handelt, den sich Daniels bereits in der Vorsaison im November bei einer Partie gegen die Seattle Seahawks ausgerenkt hatte. Damals kostete die Verletzung den früheren Heisman-Trophy-Gewinner einen Großteil der zweiten Saisonhälfte, nachdem er nach einer schnellen Rückkehr bei einem Tacklingversuch nach einer Interception den Arm erneut in Mitleidenschaft gezogen hatte.
Im Schatten dieses Rückschlags muss die Mannschaft nun erneut auf den erfahrenen Ersatzquarterback Marcus Mariota vertrauen. Mariota übernahm nach der Halbzeit und beendete die Partie mit 11 von 16 angebrachten Pässen für 111 Yards und einen Touchdown-Pass auf Stefon Diggs.
Marcus Mariota, Quarterback der Washington Commanders, nannte die Situation niederschmetternd und unbeschreiblich, verwies auf den harten Weg, den der junge Spieler im vergangenen Jahr bereits durchgemacht habe, und kündigte an, dass man in diesem unglaublichen Team und mit seinem fantastischen Unterstützungssystem alles daransetzen werde, ihn wieder zurückzubringen und fit zu machen.
Analysen zur Statur und die Debatte um Daniels‘ Spielstil
Die erneute schwere Verletzung entfacht in der Football-Öffentlichkeit eine Debatte über die körperliche Belastbarkeit des jungen Stars. In Sendungen wie denen von CBS Sports HQ wurde thematisiert, dass bereits beim NFL-Draft Bedenken bestanden, ob Daniels bei seiner physischen Verfassung den harten Anforderungen der Profiliga auf Dauer standhalten kann.
Experten weisen darauf hin, dass der Quarterback durch seinen mobilen Spielstil und seine Läufe regelmäßig gezwungen ist, Stürze mit den Händen abzufangen. Um künftigen Ausfällen vorzubeugen, wird demnach gefordert, dass der Offensivspieler an seiner Muskelmasse und seiner Physis arbeiten muss, um die Wucht solcher unglücklichen Landungen besser absorbieren zu können.
Verwandte Artikel